Zum Saisonauftakt der Bezirksliga Ost hat die Union HOVA Adlwang gegen die Sportunion Hofkirchen/Traunkreis ein 1:1-Remis geholt. Nach dem 0:1 zur Pause arbeitete sich die Heimelf zurück und kam in der Schlussphase noch zum Ausgleich. Für Sektionsleiter Mario Schoißwohl passte das zum erwarteten Bild eines schweren ersten Spiels: Entscheidend waren der Glaube an den Punktgewinn und am Ende vor allem, „dass wir angeschrieben haben“.

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Schon vor dem Anpfiff rechnete Mario Schoißwohl mit einer engen Aufgabe. „Es war wie erwartet das schwere Spiel gegen einen sehr starken Aufsteiger, der einen sehr starken Angriff hat. Wir wussten, dass wir alles abrufen müssen“, sagte der Sektionsleiter von Union HOVA Adlwang. Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. Union HOVA Adlwang begann nach seiner Einschätzung ordentlich, fand gut hinein und hielt das Geschehen zunächst offen. „Wir haben eigentlich gut angefangen. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen“, so Schoißwohl. Trotzdem erwischte die Sportunion Hofkirchen im Traunkreis den ersten entscheidenden Moment. In der 29. Minute brachte Clemens Strauch die Gäste mit 1:0 in Führung. Kurz danach hätte es für Union HOVA Adlwang noch unangenehmer werden können, denn Schoißwohl erinnerte auch an eine große Chance der Sportunion Hofkirchen im Traunkreis auf das 2:0, wo sie auf den an diesem Tag herforagenden Schlussmann Andreas Muralter allein aufs Tor laufen, aber der Welklasse parierte.
Noch vor der Pause kam dann jener Moment, den Schoißwohl im Rückblick als echten Wendepunkt sah. In der 35. Minute sah Marcel Hofer die Rote Karte. „Ausschlaggebend war natürlich auch die rote Karte. Hier kippte das Spiel auf unsere Seite“, sagte Schoißwohl. Zur Halbzeit stand es zwar weiter 0:1, doch die Richtung der Partie hatte sich aus Sicht der Heimischen verändert. Nach dem Seitenwechsel zog sich die Sportunion Hofkirchen im Traunkreis laut Schoißwohl mehr auf das Konterspiel zurück, blieb dabei aber gefährlich. Union HOVA Adlwang musste also weiter geduldig bleiben, drängte aber immer stärker auf den Ausgleich. „Wir drängten unbedingt auf den Ausgleich und wurden dann mit einem klaren Elfmeter belohnt“, schilderte Schoißwohl. In der 84. Minute stellte Ivan Dramac schließlich auf 1:1.
Dass Union HOVA Adlwang am Ende noch zu diesem Punkt kam, führte Schoißwohl vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Der kämpferische Aspekt war sicher wieder ein Vorteil“, sagte er und legte damit den Schwerpunkt nicht auf einzelne Spieler, sondern klar auf die geschlossene Leistung. Für ihn war wichtig, dass seine Mannschaft auch nach dem Rückstand und trotz der weiter gefährlichen Konter nie den Faden verlor. „Die Mannschaft glaubte bis zum Schluss an den Ausgleich und an den Punktgewinn“, meinte Schoißwohl. Ganz zufrieden klang er damit aber noch nicht. Er sagte auch offen, dass mit etwas mehr Glück sogar noch mehr möglich gewesen wäre: „Mit ein bisschen Glück hätte die Teamleistung am Schluss auch noch für den Dreier sorgen können.“ Trotzdem blieb seine Einordnung klar: „Unterm Strich muss man sagen: ein verdientes Unentschieden gegen einen starken Aufsteiger.“
Den Respekt vor der Sportunion Hofkirchen versuchte Schoißwohl nach dem Schlusspfiff gar nicht kleinzureden. Die Union Adlwang habe gewusst, „dass sie einen sehr starken Angriff haben“, sagte er mit Verweis auf die Offensivstärke des Meisters der 1. Klasse Ost mit über 70 Scorepunkten von 4 Spielern aus der vergangenen Saison. Ausserdem meinte er weiter: "Der Aufsteiger wird noch für viel Aufsehen sorgen und ich erwarte ein Abscheiden unter den erste Fünf". Dazu komme, dass Hofkirchen auch in der Defensive kompakt stehe. Gerade deshalb nahm Schoißwohl den Punkt zum Start gerne mit. „Wichtig war, dass wir angeschrieben haben mit einem Punkt und jetzt wissen, wo wir stehen“, sagte er. Gleichzeitig sprach er auch an, woran die Adlwanger in den nächsten Wochen arbeiten muss: „An der Durchschlagskraft und der Entschlossenheit im letzten Drittel müssen wir sicher noch arbeiten.“ Das rundete einen Auftakt ab, der für die Union vor allem eine klare Standortbestimmung war.