In der Bezirksliga Ost setzte sich der SK Amateure Steyr am Freitagabend mit 4:2 gegen die Union Zorn Gestra Bad Hall durch. Für Neo-Trainer Peter Winkler lag der Knackpunkt aber schon ganz am Anfang, als Julian Miedler nach einem Zusammenstoß verletzt vom Platz musste. Die Union kam danach nie richtig in die Partie, lag zur Pause 0:4 zurück und zeigte nach dem Seitenwechsel mit zwei Treffern zumindest eine intakte Moral.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Peter Winkler begann sein Fazit nicht mit den Gegentoren, sondern mit dem, was seine Mannschaft gleich zu Beginn erschüttert hatte. „Das Spiel hat mit einem Schreckmoment angefangen“, sagte der Trainer von Union Zorn Gestra Bad Hall. Nach einem Zusammenstoß zweier eigener Spieler blieb Julian Miedler am Boden, wurde mit dem Rettungswagen abgeholt und ins Landeskrankenhaus Linz gebracht. Winkler machte keinen Hehl daraus, wie stark diese Szene nachwirkte: „Wir konnten das als Mannschaft nicht kompensieren und hatten Probleme, ins Spiel zu kommen.“ Dazu kam aus seiner Sicht, dass Union Zorn Gestra Bad Hall in dieser Phase auch mental nicht sofort zurückfand.
Die Partie lief Union Zorn Gestra Bad Hall dann schon vor der Pause komplett davon. Alexander Aselwimmer traf in der 11. Minute zum 1:0 für SK Amateure Steyr, Daniel Bilic legte in der 23. Minute das 2:0 nach. Als Peter Juhasz-Balyi in der 32. Minute und Patrick Aselwimmer in der 35. Minute weiter erhöhten, stand schon zur Halbzeit ein klares 4:0. Winkler sah genau in dieser Phase den Kern der Niederlage: „Entscheidend war im Prinzip der Schreckmoment am Anfang. Von der 15. bis zur 35. Minute haben wir unnötige Tore bekommen.“ Dazu kamen laut dem Trainer Abspielfehler und eine mentale Müdigkeit, die Union Zorn Gestra Bad Hall in diesen Minuten nicht ablegen konnte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Union Zorn Gestra Bad Hall aber zumindest eine Reaktion. Patrick Grillitsch verkürzte in der 71. Minute auf 4:1, Bernhard Reichl stellte in der 81. Minute auf 4:2 und sorgte damit dafür, dass Union Zorn Gestra Bad Hall den zweiten Durchgang immerhin offen gestalten konnte. Winkler hob genau diesen Teil des Abends hervor: „In den zweiten 45 Minuten muss ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen. Sie hat nicht aufgehört und gekämpft.“ Gleichzeitig blieb seine Analyse klar. „Wir hatten an diesem Tag nicht die notwendige Körpersprache und nicht die notwendige Zweikampfstärke“, sagte der Trainer, der trotz der beiden Treffer auch festhielt, dass seine Mannschaft keine Punkte verdient hatte.
Auch den Gegner ordnete Peter Winkler sachlich ein. Nach seiner Einschätzung wollte der SK Amateure Steyr das schlechte Spiel zuletzt vergessen machen und ging mit viel Ehrgeiz in die Partie. Teilweise sei das aus seiner Sicht übermotiviert gewesen, insgesamt aber hielt er fest: „Aufgrund der vier Tore haben die Steyrer verdient gewonnen.“ Für die Union Bad Hall richtet sich der Blick nun nach vorne. Winkler verwies auf die Ausfälle von Paul Weiermayer und Julian Miedler, forderte noch engeres Zusammenrücken und schaut bereits auf das Heimspiel am kommenden Freitag gegen die ASKÖ Doppl-Hart.