In der Bezirksliga Ost hat der ATSV Neuzeug am Freitagabend gegen den SC St. Valentin einen 2:0-Auswärtssieg geholt. Nach einem torlosen ersten Durchgang sorgten Fabian Fischer und Dominik Dora nach der Pause für die Entscheidung. Trainer Stefan Reifenauer sah vor allem die Dominanz seiner Mannschaft, den gemeinsamen Willen und eine sehr konsequente Defensivarbeit als Hauptgründe dafür, dass die drei Punkte trotz Sturm und Regen mitgenommen wurden.

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Für Stefan Reifenauer war die Richtung der Partie aus seiner Sicht schon früh erkennbar. „Wir waren vom Anpfiff weg sehr dominant und haben sehr gut in unser Spiel gefunden“, sagte der Trainer von ATSV Neuzeug nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft habe den SC St. Valentin über weite Strecken tief hineingedrückt und lange in dessen Hälfte festgesetzt. Einfach wurde die Aufgabe dennoch nicht, weil sich die Bedingungen laut Reifenauer rasch verschärften. „Es ist dann durch die Witterungsbedingungen mit sehr starkem Sturm und Regen natürlich nicht leicht geworden“, erklärte er. Der SC St. Valentin stellte sich tief auf, versuchte über hohe Bälle und schnelle Gegenangriffe zum Erfolg zu kommen und hoffte dabei auch auf den nassen Boden. Gerade deshalb gefiel Reifenauer vor allem, wie aufmerksam seine Elf gegen den Ball blieb. „Wir haben die Konter sehr konsequent wegverteidigt und hinten keine Fehler gemacht“, sagte er und hob hervor, dass das bei diesem Wetter alles andere als selbstverständlich gewesen sei.
Zur Pause stand es noch 0:0, obwohl ATSV Neuzeug laut Trainer schon davor viel Druck aufgebaut hatte. Der erste Treffer fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel in der 51. Minute. Fabian Fischer brachte ATSV Neuzeug nach einem Eckball in Führung. Reifenauer schilderte die Szene so: „Das erste Tor war ein Standard von der linken Seite, den wir sehr gut gebracht haben. Dann sind wir zweimal am Tormann beziehungsweise an den Verteidigern gescheitert, und im Gestocher hat Fabian Fischer das 1:0 erzielt.“ Mit der Führung im Rücken blieb ATSV Neuzeug am Drücker und legte in der 70. Minute nach. Offiziell wurde Dominik Dora als Torschütze zum 2:0 geführt. Für Reifenauer war genau dieses zweite Tor der Knackpunkt der Partie. „Das 2:0 war dann eigentlich der Moment, wo wir gewusst haben, dass wir uns für die immensen Druckphasen belohnt haben“, sagte er. Danach musste der SC St. Valentin mehr aufmachen, und ATSV Neuzeug bekam jene Räume, die davor nur schwer zu finden waren. „Dadurch haben wir mehr Platz bekommen, weil der SC St. Valentin aufmachen musste“, brachte es der Trainer auf den Punkt.
Reifenauer führte den Auswärtssieg nicht nur auf die beiden Tore zurück, sondern vor allem auf die Art und Weise, wie seine Mannschaft die 90 Minuten angenommen hat. „Die Entschlossenheit und der gemeinsame Wille, als Team zu Werke zu gehen und alles reinzulegen für die drei Punkte, das hat heute besonders gut funktioniert“, sagte er. Trotz der schwierigen Verhältnisse habe der ATSV Neuzeug versucht, Fußball zu spielen und nicht nur irgendwie durchzukommen. „Wir sind 90 Minuten konzentriert geblieben und haben trotz des Wetters versucht, Fußball zu spielen“, so der Trainer. Gleichzeitig bescheinigte er dem SC St. Valentin, dass sich die Heimelf mit viel Energie gewehrt habe. Vor allem über die Seiten und mit schnellen Spielern haben die Niederösterreicher immer wieder Nadelstiche setzen wollen, doch Neuzeug ließ laut seinem Coach kaum etwas zu. Eine frühe Szene im Strafraum hätte Reifenauer zwar gerne als Elfmeter für seine Mannschaft gesehen, insgesamt war er mit der Spielleitung aber einverstanden: „Im Gesamten hat Schiedsrichter Winkler eine sehr gute Linie beidseitig geführt.“ Unterm Strich blieb für ihn ein klares Fazit: „Der gemeinschaftliche Wille und die spielerische Stärke waren heute der Unterschied.“ Für den ATSV ist das 2:0 in Runde zwei damit ein Auswärtssieg, der vor allem wegen der reifen und konzentrierten Leistung besonders wertvoll ist.