Spielberichte

„Wir hätten drei, vier Tore machen müssen“ – Union Saxen gewinnt 1:0

Union Saxen
SK ADmira Linz

In der Bezirksliga Ost hat die Union WABS Saxen auch das zweite Spiel gewonnen und sich gegen den SK ADmira Linz mit 1:0 durchgesetzt. Neo-Trainer Marian Haider sah über weite Strecken die bessere Mannschaft, war mit dem Ergebnis aber nur teilweise zufrieden. Weil seine Elf viele gute Situationen liegen ließ, blieb die Partie bis zum Schluss offen, obwohl die Gastgeber nach Ansicht ihres Trainers vieles im Griff hatten.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Kontrolle und der verdiente Treffer

Marian Haider musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo für ihn der Ton in dieser Partie gesetzt worden war. „Die ersten zwanzig, dreißig Minuten waren wir die klar bessere Mannschaft. Wir haben eigentlich alles im Griff gehabt und müssen mindestens zwei Tore schießen“, sagte der Trainer. Schon vom Anpfiff weg sei seine Mannschaft die aktivere gewesen, habe viele hohe Bälle gewonnen und immer wieder gute Umschaltmomente gefunden. Dazu kamen laut Haider mehrere Boxsituationen, in denen aber oft der letzte Pass gefehlt habe. In der 28. Minute belohnte sich Union WABS Saxen dann doch: Julian Karl kam über den Flügel durch, spielte den von Haider hervorgehobenen „super Stanglpass“ und Martin Winklehner brachte den Ball zum 1:0 im Tor unter. Mit dieser Führung ging es auch in die Pause, und auch die ordnete Haider klar ein: „Wir sind absolut verdient mit 1:0 in Führung in die Pause gekommen.“

Zu wenig Ertrag, dadurch blieb die Partie eng

Genau dort setzte aber auch die Kritik des Trainers an, obwohl am Ende drei Punkte standen. Haider störte vor allem, dass sich seine Mannschaft für die Überlegenheit nicht stärker belohnte. „Wir waren schon klar besser, aber es war eng, weil wir das zweite Tor nicht erzielt haben“, sagte er. Dass Union WABS Saxen aus den vielen guten Momenten nicht mehr machte, brachte SK ADmira Linz im Spielverlauf noch einmal zurück ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel fand der Gegner laut Haider vor allem mit langen Bällen wieder besser hinein, während seine eigene Mannschaft für einige Minuten nicht sauber genug sortiert war. „Diese zehn Minuten pro Halbzeit, wo wir nicht so sortiert sind, die müssen wir abstellen“, meinte der Trainer. Dass der knappe Vorsprung trotzdem hielt, schrieb er der Ruhe und Klarheit seiner Mannschaft zu: „Die Stärke war ganz klar, dass wir bei uns geblieben sind, dass wir klar waren und die Bälle klar verteidigt haben.“

Plan im Mittelfeld ging auf

Dass Union WABS Saxen über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, war für Haider kein Zufall, sondern Teil des Matchplans. Man habe die Woche davor genau besprochen, wie SK ADmira Linz mit Dreierkette und zwei Sechsern auftrete. „Wir haben die ganze Woche darüber geredet, dass wir mit unseren Zehner und der doppel 6 die Überzahl im Mittelfeld haben und die müssen wir nutzen, speziell auch bei zweiten Bällen“, erklärte Haider. Aus seiner Sicht ging das Vorhaben auf. Union WABS Saxen habe viele zweite Bälle gewonnen, das Mittelfeld im Griff gehabt und dadurch immer wieder Situationen im letzten Drittel erzeugt. Genau daraus leitete der Trainer aber auch ab, warum ihn die magere Ausbeute trotz des Sieges noch beschäftigte. Wenn aus diesen Ballgewinnen und Übergängen nur ein Tor herausschaut, bleibt ein Spiel offen, das nach Haiders Einschätzung eigentlich früher hätte klarer werden können.

Viel Lob trotz klarer Aufgaben für die nächsten Wochen

Am Ende überwog bei Marian Haider trotzdem klar die Zufriedenheit, weil neben dem Ergebnis auch das Gesamtbild rund um seine Mannschaft stimmte. Er lobte ausdrücklich die Spieler, die von der Bank kamen, und sprach von einem Kader, der in der Vorbereitung und im Training voll mitzieht. „Die Wechselspieler hauen sich voll rein“, sagte der Trainer, der auch die Trainingsbeteiligung und den Konkurrenzkampf hervorhob. Dazu passte auch sein Lob an die gesamte Gruppe: „Sie pushen sich alle gegenseitig. Super Konkurrenzkampf und genauso kann es weitergehen.“ Nach zwei Runden hält die Union Saxen damit bei sechs Punkten und hat den von Haider angesprochenen „perfekten Start“ geschafft. Ganz zufrieden ist der Coach trotzdem nicht, denn die Botschaft nach diesem 1:0 ist ebenso klar: Wenn die Union im entscheidenden Moment kaltschnäuziger wird und die kurzen unsortierten Phasen abstellt, kann aus diesem starken Beginn in der Bezirksliga Ost noch deutlich mehr werden.

Bezirksliga Ost: Saxen : SK ADmira - 1:0 (1:0)

  • 28
    Martin Winklehner 1:0