Spielberichte

"Wir haben kaum Chancen liegen lassen" – SPV Kematen-Piberbach/Rohr dreht 1:2-Rückstand zum 5:3-Sieg

ASKÖ Doppl-Hart
Kematen-Piberbach/Rohr

In der Bezirksliga Ost hat sich die ASKÖ Doppl-Hart 74 am Samstagnachmittag lange gewehrt, am Ende nahm aber die SPV Kematen-Piberbach/Rohr nach einem wilden Verlauf einen 5:3-Auswärtssieg mit. Trainer Andreas Hintersteiner machte nach dem Schlusspfiff vor allem die Verwertung als Unterschied aus: "Wir haben kaum Chancen liegen lassen." Genau das half seiner Mannschaft, einen 1:2-Rückstand nach der Pause noch klar in einen Sieg umzubiegen.

Spieler in gelben Stutzen und türkisen Schuhen mit Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Glücklich vorne, aber nicht im Griff

Zur Pause sprach aus Sicht von SPV Kematen-Piberbach/Rohr noch nicht viel für einen derart torreichen Auswärtserfolg. Hintersteiner sah vielmehr eine erste Hälfte, in der ASKÖ Doppl-Hart 74 mehr vom Spiel hatte und auch zu den besseren Möglichkeiten kam. "ASKÖ Doppl-Hart 74 hat in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile gehabt und auch die besseren Torchancen. In dieser Phase waren wir sicher etwas die glücklichere Mannschaft", sagte der Trainer offen. Trotzdem gingen die Gäste in der 21. Minute in Führung, als Lukas Pölz das 0:1 erzielte. Dass dieser Vorsprung bis zur Pause hielt, ordnete Hintersteiner ebenso ehrlich ein. Man habe die Führung, so sein Eindruck, "mit Glück in die Halbzeit gebracht".

Nach dem 1:2 blieb die Antwort nicht aus

Direkt nach Wiederbeginn kippte die Partie zunächst in die andere Richtung. Alexander Sixl glich in der 46. Minute zum 1:1 aus und brachte ASKÖ Doppl-Hart 74 in der 55. Minute auch mit 2:1 in Führung. Für Hintersteiner lag gerade in dieser Phase der Knackpunkt des Spiels. "Der entscheidende Moment war, dass wir nach der Pause sofort das 1:1 und das 2:1 bekommen haben und sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat, sondern tolle Moral bewiesen hat", sagte er. Statt auseinanderzufallen, blieb SPV Kematen-Piberbach/Rohr im Spiel. Der Trainer stellte nachher vor allem heraus, dass seine Mannschaft auf diesen Rückschlag nicht mit Hektik, sondern mit einer schnellen Reaktion geantwortet hat.

Drei Tore in kurzer Zeit drehen die Partie

Diese Reaktion war dann auch am Spielstand sofort abzulesen. In der 67. Minute gelang Raphael Zeilinger das 2:2, und genau diesen Treffer hob Hintersteiner besonders hervor. "Das 2:2 war ein sehr wichtiges Tor für uns", sagte er. Mit diesem Treffer fand SPV Kematen-Piberbach/Rohr schnell wieder in die Partie. Nur zwei Minuten später legte Dominik Neudorfer das 2:3 nach, ehe Andreas Forstner in der 70. Minute sogar auf 2:4 stellte. Auch diesen vierten Treffer wertete Hintersteiner als besonders wichtig, weil seine Mannschaft das Spiel damit innerhalb weniger Minuten komplett auf ihre Seite gezogen hatte.

Effektiv vorne, aber hinten mit Luft nach oben

Ganz erledigt war die ASKÖ Doppl-Hart damit noch nicht, weil Alexander Sixl mit seinem dritten Treffer in der 80. Minute noch einmal auf 3:4 verkürzte. Nervös sei die SPV Kematen-Piberbach/Rohr trotzdem nicht geworden, betonte Hintersteiner. "Wir sind auch nach dem 3:4 zehn Minuten vor Schluss nicht nervös geworden, sondern haben noch das 5:3 gemacht und das Spiel entschieden", sagte er. Dieses letzte Tor erzielte in der 87. Minute erneut Andreas Forstner, den der Trainer ohnehin eigens hervorhob: "Ganz besonders ist wieder die Leistung von Forstner herauszuheben, der wieder als Einwechselspieler zwei Tore erzielt hat." In der Analyse nach dem Spiel gefiel Hintersteiner vor allem die Konsequenz im Abschluss. "Die Effektivität in der Chancenauswertung war heute besonders gut", meinte er. Gleichzeitig sprach er aber auch einen Punkt klar an: "Defensiv müssen wir noch stabiler werden. Im Prinzip waren alle drei Gegentore Geschenke von uns." Den Gegner lobte er dennoch ausdrücklich. Doppl-Hart sei "spielerisch im Mittelfeld sehr überlegen" gewesen und habe mit Sixl im Angriff eine wichtige Waffe gehabt. Diskussionen um den Unparteiischen gab es laut Hintersteiner nicht, die Leistung von Schiedsrichter Shushura sei "vollkommen okay" gewesen. Für die SPV steht damit nach zwei Runden das Punktemaximum von sechs Zählern zu Buche.

Bezirksliga Ost: Doppl-Hart : Kematen-Piberbach/Rohr - 3:5 (0:1)

  • 87
    Andreas Forstner 3:5
  • 80
    Alexander Sixl 3:4
  • 70
    Andreas Forstner 2:4
  • 69
    Dominik Neudorfer 2:3
  • 67
    Raphael Zeilinger 2:2
  • 55
    Alexander Sixl 2:1
  • 46
    Alexander Sixl 1:1
  • 21
    Lukas Pölz 0:1