In der Bezirksliga Ost hat die SPV Kematen-Piberbach/Rohr am Freitagabend bei der ASKÖ Leonding mit 5:2 gewonnen und damit den perfekten Start fortgesetzt. Trainer Andreas Hintersteiner sah zunächst allerdings eine heikle Anfangsphase, ehe seine Mannschaft nach dem Führungstor immer besser ins Spiel fand. „Das 1:0 hat uns ins Laufen gebracht“, sagte er nach einem Auswärtssieg, der kurz nach der Pause endgültig in Richtung der Gäste kippte.

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Die Gäste brauchten einige Zeit, um in die Partie hineinzufinden. Hintersteiner machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in den ersten Minuten Probleme hatte. „Die ersten zwölf bis fünfzehn Minuten waren wir deutlich in der Hinterhand und hatten eigentlich Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, sagte der Trainer. Leonding hatte laut seiner Einschätzung zwei, drei sehr gute Möglichkeiten und dazu auch einen Stangenschuss. Gerade das Verhalten gegen den Ball gefiel ihm in dieser Phase überhaupt nicht. „Wir waren da sehr inkonsequent, haben nicht gut verteidigt und auch in der Rückwärtsbewegung waren wir nicht gut“, so Hintersteiner. Genau deshalb bekam das 1:0 in der 30. Minute besonderes Gewicht. Alexander Dominik Dumphart brachte Kematen-Piberbach/Rohr nach einer starken Einzelaktion in Führung, und mit diesem Treffer änderte sich aus Sicht des Trainers das Spiel deutlich. Danach kamen die Gäste besser in ihre Abläufe, wurden klarer in ihren Aktionen und nahmen den Schwung mit bis zur Pause. Rene Gumplmayr erhöhte in der 40. Minute auf 0:2 und legte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch noch das 0:3 nach.
Wenn es für Hintersteiner einen klaren Kipppunkt gab, dann lag der unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Sebastian Hinterleitner traf in der 47. Minute zum 0:4, und genau dieser Treffer war für den Trainer das Signal, dass die drei Punkte wohl mitgehen würden. „Der Moment, in dem unser Spiel in diese Richtung kippt, war gleich nach der Pause das 4:0. Dann waren wir uns eigentlich sicher, dass wir die drei Punkte von Leonding mit nach Hause nehmen“, erklärte er. Er sprach von einem guten Start in die zweite Hälfte und davon, dass seine Mannschaft wieder sehr dominant gewesen sei. Die Gäste blieben in dieser Phase am Drücker und legten in der 65. Minute durch Julian Schneider noch das 0:5 nach. Erst in der Schlussphase kam Leonding durch zwei Tore von Marko Tesanovic noch näher heran. Hintersteiner ordnete auch diese Phase nüchtern ein. Durch die vielen Wechsel und Umstellungen sei etwas Unruhe hineingekommen, dazu habe bei 5:0 die Spannung nachgelassen. „Bei 5:0 lässt die Spannung dann nach, das ist einfach so“, sagte er.
Gerade weil seine Mannschaft nicht ideal ins Spiel gefunden hatte, war Hintersteiner mit der Reaktion danach besonders zufrieden. Für ihn liegt die aktuelle Stärke darin, dass sich sein Team auch aus schwierigeren Phasen herausarbeiten kann. „Unsere größte Stärke ist momentan, dass wir uns, auch wenn wir nicht so gut im Spiel sind, wieder aufrappeln und wieder zu uns finden“, sagte er. Diese Entwicklung habe sich über gut 60 Minuten klar gezeigt. Gleichzeitig wollte der Trainer den Erfolg nicht dazu nutzen, Schwächen zu überdecken. Vor allem das Arbeiten gegen den Ball bleibt für ihn ein Thema. „Absolut in der Rückwärtsbewegung. In jedem einzelnen Mannschaftsteil müssen wir besser gegen den Ball arbeiten und konsequenter in der letzten Linie verteidigen“, forderte er. Auch den Gegner stellte er nicht klein. Die ASKÖ Leonding sei „ein sehr guter Gegner“ gewesen, der seiner Mannschaft das Leben mit guten Einzelspielern und einem guten kollektiven Verhalten schwer gemacht habe. Dass die SPV nach vier Runden mit zwölf Punkten an der Spitze steht, passt für Hintersteiner zum gesamten Saisonstart. Er verwies darauf, dass seine Mannschaft in vier Spielen bereits mehr Tore erzielt habe als in der gesamten vergangenen Frühjahrsaison. „Die Mannschaft ist zu einem Team geworden, und das zeichnet momentan unsere Stärke aus“, sagte der Trainer. Genau mit diesem Selbstverständnis reist der Tabellenführer weiter, auch wenn für ihn klar ist, dass der starke Start nur dann etwas wert ist, wenn die Arbeit gegen den Ball auf diesem Niveau rasch besser wird.