In der Bezirksliga Ost hat der SC St. Valentin am Freitagabend gegen die Union Zorn Gestra Bad Hall mit 1:2 verloren. Die Gäste legten mit zwei frühen Treffern den Grundstein für den Auswärtssieg und verteidigten den Vorsprung danach mit viel Einsatz. Neo-Trainer Peter Winkler sprach nach dem Schlusspfiff von einem sehr wichtigen frühen Vorteil auf schwierigem Platz.

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Für Winkler begann die Partie genau so, wie er es sich vorgestellt hatte. „Wir waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, haben in den ersten Anfangsminuten das Spiel kontrolliert und waren sehr effektiv vor dem Tor“, sagte der Trainer der Gäste. Diese Anfangsphase war am Ende auch im Ergebnis klar zu sehen. Schon in der 7. Minute brachte Bernhard Reichl Bad Hall mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Winkler machte aus seiner Sicht auch den Hauptgrund dafür aus, warum seine Mannschaft so gut hineinfand: „Der entscheidende Moment war, dass wir in den Anfangsminuten sofort ins Spiel gefunden haben, dass wir trotz des schlecht zu bespielenden Platzes sofort in die Gänge gekommen sind und zwei zu null in Führung gegangen sind. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Gerade dieser frühe Zugriff gab den Gästen die Sicherheit, die es in so einem Auswärtsspiel braucht.
Auch die Entstehung der beiden Tore beschrieb Winkler sehr genau. Vor dem 1:0 antizipierte Reichl einen Rückpass, ging dazwischen, umspielte den Tormann und vollendete zur Führung. Beim zweiten Treffer begann der Angriff laut Winkler in der Innenverteidigung. Ein langer Ball kam auf die rechte Seite zu Marcel Pölzguter, dessen Hereingabe im Zentrum wieder Reichl fand, der zum 2:0 abschloss. Damit hatte Bad Hall nach zehn Minuten die volle Ausbeute aus den ersten klaren Möglichkeiten geholt. Komplett einseitig blieb das Spiel aber nicht. Winkler sagte, dass St. Valentin etwa ab der 30. Minute besser in die Partie fand, „die eine oder andere Möglichkeit kreieren“ konnte und kurz vor der Pause nach einem Eckball zum Anschlusstreffer kam. In der 42. Minute war es Samuel Schmalzer, der für die Heimischen auf 1:2 verkürzte und die Partie damit wieder öffnete.
Mit dem Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeit war klar, dass Bad Hall noch ein hartes Stück Arbeit vor sich hatte. Winkler schilderte die zweite Hälfte so, dass St. Valentin „alles nach vorne gebracht“ habe und zu Chancen gekommen sei. Die Gäste selbst hätten immer wieder Nadelstiche setzen können, hätten diese Möglichkeiten aber nicht in Tore ummünzen können. Genau deshalb blieb das Spiel bis zum Schluss offen. Der Bad-Hall-Coach sah dabei nicht nur Positives. Zwar lobte er den fokussierten Beginn und die Zielstrebigkeit seiner Mannschaft, gleichzeitig sprach er auch einen Punkt an, an dem sein junges Team noch arbeiten müsse: „Was wir noch verbessern können, ist nach einer Zwei-null-Führung, dass wir mehr Ruhe bewahren beim Herausspielen. Das sind wir noch nicht gewohnt, dass wir relativ schnell zwei zu null in Führung gehen. Da müssen wir uns noch weiterentwickeln.“ Diese Einschätzung passte gut zu einer Partie, in der Bad Hall früh vieles richtig machte, danach aber länger verteidigen musste, als ihm lieb war.
Winkler fand nach dem Schlusspfiff auch anerkennende Worte für die Gastgeber. Der SC St. Valentin habe „bis zum Schluss nicht aufgehört, Fußball zu spielen“ und stets daran geglaubt, noch zum Ausgleich zu kommen. Wenn man die Heimischen spielen lasse, seien sie „eine spielerisch gute Mannschaft“, meinte der neue Trainer, der den Niederösterreichern für die kommenden Wochen noch einige Punkte zutraut. In der Schlussphase wurde es laut Winkler auf beiden Seiten hektisch, die Leistung der drei Unparteiischen bezeichnete er aber als „grundsätzlich in Ordnung“. In der Nachspielzeit sah St. Valentins Alajdin Alili die Rote Karte. Für die Union Bad Hall stand unter dem Strich dennoch vor allem das Ergebnis im Vordergrund. Nach vier Runden hält die Mannschaft bei neun Punkten und liegt damit in der Spitzengruppe. Winkler ordnete das bewusst bodenständig ein: „Wir haben bewiesen, dass wir auch mit guten Mannschaften mithalten können. Wir als junge Mannschaft mit sehr vielen jungen Eigenbauspielern bleiben am Boden, sind demütig, aber das, was wir bis jetzt erreicht haben, ist sehr gut.“ Nächste Woche geht es für Bad Hall weiter.