In der Bezirksliga Ost hat die Union Zorn Gestra Bad Hall am Freitagabend gegen die ASKÖ Leonding ein wildes 4:3 über die Bühne gebracht. Neo-Trainer Peter Winkler sprach danach von einem Spiel, das „von der ersten bis zur letzten Minute abwechslungsreich“ war. Genau so lief der Abend auch: Bad Hall geriet zweimal in Rückstand, kam immer wieder zurück und entschied die offene Partie erst in der Schlussphase.

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Schon die erste Halbzeit lieferte genau das Bild, das Winkler nach dem Schlusspfiff schilderte. „Wir haben bei beiden Mannschaften den Zug zum Torabschluss gesehen“, sagte der Bad-Hall-Coach, und das zeigte sich früh auf der Anzeigetafel. In der 7. Minute brachte Marko Tesanovic die Gäste mit 1:0 in Führung. Bad Hall antwortete durch Martin Sulzner, der in der 25. Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Nach dem Ausgleich legte Leonding wieder vor. Michael Halbartschlager stellte in der 30. Minute auf 2:1 für die Gäste, doch auch das war noch nicht die letzte Wendung vor der Pause. Miklòs Micsinai traf in der 41. Minute zum 2:2, mit dem es auch in die Kabinen ging. Für Winkler war es ein Spiel, „das es verdient hätte, noch mehr Zuschauer zu haben“.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, und auch da deckte sich der Verlauf mit der Einschätzung des Trainers. „In der zweiten Halbzeit ging es genauso weiter“, sagte Winkler, der Leonding als „sehr spielerisch, top motivierte Mannschaft“ beschrieb. Das Gefühl, dass die Begegnung in Richtung seiner Mannschaft kippen könnte, hatte er in dieser Phase besonders nach der Führung. In der 76. Minute brachte Patrick Grillitsch Bad Hall erstmals an diesem Abend mit 3:2 nach vorne. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn Stefan Maslac glich nur drei Minuten später zum 3:3 aus. Dass Bad Hall trotzdem noch einmal zurückkam, war für den Trainer der entscheidende Punkt des Abends. In der 86. Minute landete eine, wie Winkler sagte, „schön herausgespielte Aktion“ bei Reichl, und Bernhard Reichl machte mit dem 4:3 den Unterschied.
Winkler führte den Heimsieg vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Größte Stärke war natürlich, immer wieder den Rückstand aufzuholen, die Mentalität und an sich zu glauben“, sagte er. Gerade dieses Festhalten an der eigenen Idee sei ausschlaggebend gewesen, dass die Union Bad Hall das Spiel noch auf seine Seite ziehen konnte. Gleichzeitig blendete der neue Trainer trotz der vier erzielten Tore die offenen Punkte nicht aus. „Wir haben in der Defensive und in der Defensivarbeit noch viel zu tun“, stellte er klar, schob aber sofort nach: „Wenn wir so ein Spiel dennoch 4:3 gewinnen, ist mir eigentlich nur wichtig, dass wir gewonnen und die drei Punkte geholt haben.“ Auch für den Gegner fand er deutliche Worte. Dass die ASKÖ Leonding aus den ersten Runden so wenig mitgenommen hatte, sei für ihn „nicht nachvollziehbar“, weil diese Mannschaft intakt und gut sei. Für Bad Hall bedeutet der vierte Sieg im fünften Spiel jedenfalls starke zwölf Punkte, und Winkler konnte nach einem Abend mit vielen Wendungen zumindest dieses Fazit ziehen: „Das ist mir lieber als ein 1:0.“