Spielberichte

Viele hohe Bälle statt der gewohnten Linie: Kematen kassiert beim 1:2 die erste Niederlage

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SK ADmira Linz
Kematen-Piberbach/Rohr

In der Bezirksliga Ost hat SK Admira Linz die Serie von SPV Kematen-Piberbach/Rohr beendet: Der Tabellenführer verlor am Freitagabend mit 1:2. Trainer Andreas Hintersteiner machte danach nicht nur die aus seiner Sicht strittige Szene in Minute drei zum Thema, sondern vor allem das eigene Spiel. „Viele hohe Bälle, das ist nicht unser Stil“, sagte er – und traf damit den Kern eines Abends, an dem Kematen nie in den gewohnten Rhythmus fand.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Starker Beginn, dann riss der Faden

Hintersteiner sah seine Mannschaft zunächst ordentlich in der Partie. Gleich nach drei Minuten stand für ihn schon die erste große Diskussion im Raum, als Andreas Forstner im Strafraum ins Duell ging und die Gäste vergeblich auf einen Elfmeterpfiff warteten. „Das ganze Pachlbergstadion hat gesehen, dass das ein ganz klarer Elfmeter war“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Für ihn wäre das ein idealer Start gewesen, doch Kematen musste weiterspielen und hatte laut seinem Coach in der Anfangsviertelstunde trotzdem genug Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Vor allem Ivan Puskaric kam zu einer Riesenchance. Danach aber kippte die Partie mehr und mehr. Admira wurde gefährlicher, kam zu einem guten Abschluss, den der Torhüter der Gäste parierte, und hatte nach einem Corner auch eine brenzlige Szene, die Kematen noch auf der Linie bereinigte. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, auch weil die Gäste nach gutem Beginn immer umständlicher wurden. „Wir konnten unser Spiel nicht mehr so durchziehen, wie wir wollten“, sagte Hintersteiner. Gerade die vielen hohen Bälle störten ihn, weil sie nicht zur eigenen Linie passten.

Nach der Pause schlägt Admira in wenigen Minuten zu

Auch die zweite Hälfte begann aus Sicht der Gäste noch einmal anständig. Wieder war es Forstner, der eine gute Möglichkeit vorfand, den Ball aber am langen Eck vorbeisetzte. Dann wiederholte sich das Bild aus der ersten Halbzeit: Kematen verlor den Faden, Admira legte zu und wurde zur spielbestimmenden Mannschaft. In Minute 61 fiel die Führung, als Jakub Rottner zum 1:0 traf. Hintersteiner sprach danach von einem „Tausend-Gulden-Schuss“ aus der Drehung ins lange Kreuzeck und machte deutlich, wie bitter dieser Treffer aus seiner Sicht war. Entscheidend wurde für ihn aber vor allem, dass seine Mannschaft nur wenige Minuten später gleich das 2:0 hinnehmen musste. Nach einem Corner köpfte Raphael Zeilinger den Ball beim Abwehrversuch ins eigene Tor, womit Admira den Druck sofort in Zählbares ummünzte. „Wenn das Spiel länger 1:0 steht, haben wir die Klasse und die Qualität, vielleicht noch einmal zurückzukommen“, sagte Hintersteiner. So aber geriet Kematen in eine Phase, in der die Linzer klar tonangebend waren und laut Hintersteiner noch mehrere gute Chancen auf ein höheres Ergebnis hatten.

Stadler verkürzt spät, die Aufholjagd kommt zu spät

Erst in der Schlussphase kam Kematen noch einmal heran. Severin Karl Stadler erzielte in Minute 85 den Anschlusstreffer zum 2:1 und gab dem Tabellenführer damit noch einmal Hoffnung auf einen Punkt. In der Nachspielzeit musste Admira nach der Roten Karte gegen Tim Permadinger zwar die letzten Minuten in Unterzahl überstehen, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Die größte Möglichkeit hatte nach Hintersteiners Schilderung noch einmal Ivan Puskaric in Minute 94. „Da hätten wir noch das 2:2 machen können, aber aufgrund des Spielverlaufs wäre das nicht verdient gewesen“, räumte der Trainer offen ein. Entsprechend klar fiel auch seine Analyse aus. „Wir haben nicht die Leistung auf den Platz gebracht, die uns die letzten sechs Wochen ausgezeichnet hat“, sagte er. Es fehlten Punch, Dynamik und Intensität, in den Zweikämpfen sei seine Mannschaft oft einen Schritt zu spät gewesen. Gleichzeitig sprach Hintersteiner dem Gegner ein großes Lob aus: Admira habe mehr investiert, mehr Zweikämpfe gewonnen und sei über weite Strecken die bessere Mannschaft gewesen. Trotz der ersten Niederlage bleibt Kematen an der Spitze, doch der Trainer nahm aus dem Abend eine klare Botschaft mit: „Jede Mannschaft will uns schlagen. Darauf müssen wir uns in Zukunft einstellen.“

Bezirksliga Ost: SK ADmira : Kematen-Piberbach/Rohr - 2:1 (0:0)

  • 85
    Severin Karl Stadler 2:1
  • 64
    Eigentor durch Raphael Zeilinger 2:0
  • 61
    Jakub Rottner 1:0