In der Bezirksliga Ost hat die Union HOVA Adlwang gegen die ASKÖ Blaue Elf Linz eine klare 0:4-Heimniederlage hinnehmen müssen. Auf tiefem Boden entwickelte sich zunächst ein schwieriges Spiel für beide Seiten, doch der Aufsteiger fand laut Trainer Gheorge Cibu früh die Kontrolle, gingen nach einer Standardsituation in Führung und legten nach der Pause entscheidend nach. Am Ende sprach der Coach von „drei absolut verdienten Punkten“ und einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“.

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Für Cibu begann die Partie so, wie er sie sich vorgestellt hatte. Der Trainer sprach von einem schweren Geläuf und davon, dass es viele Rutschphasen gegeben habe, trotzdem habe seine Mannschaft zunächst den besseren Zugriff gefunden. „Wir haben das Spiel von Anfang an gut kontrollieren können, gut diktieren können“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Die Führung passte daher ins Bild: In der 10. Minute brachte Riste Atanasov die Blaue Elf nach einer Standardsituation mit 1:0 nach vorne. Gerade dieser Treffer war aus Sicht des Trainers wichtig, weil man vorab gesehen habe, dass Adlwang bei ruhenden Bällen Räume offenlässt. Ganz störungsfrei lief die erste Hälfte aber nicht weiter. Ab etwa der 20. bis 25. Minute gaben die Linzer das Spiel laut Cibu „ein bisschen aus der Hand“, weil sich individuelle Fehler einschlichen, „die nicht notwendig waren“. Damit kam Adlwang wieder besser in die Partie und zu der einen oder anderen Chance. Dass die Gäste trotzdem mit dem 1:0 in die Kabine gingen, war für ihren Trainer ein wichtiger Zwischenstand.
In der Halbzeit wurde laut Cibu klar angesprochen, worauf seine Mannschaft den Fokus wieder richten müsse. Die Reaktion gefiel dem Trainer dann deutlich besser als die Phase vor dem Seitenwechsel. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit wesentlich besser gemacht. Wir sind wieder druckvoll aus der Kabine rausgekommen“, sagte er. Diese Druckphase zahlte sich in der 60. Minute aus, als Antonio Dakovic das 2:0 erzielte. Cibu hob diesen Treffer besonders hervor, weil er „für die Moral der Mannschaft ganz wichtig“ gewesen sei. Nur sechs Minuten später legten die Linzer nach. Toni Simunovic traf in der 66. Minute zum 3:0, und genau dieses Tor beschrieb der Trainer als den Moment, in dem „der Deckel drauf“ war. Dazu passte auch seine Schilderung des Abschlusses: Simunovic habe „tadellos ins Kreuzeck abgeschlossen“. Weil die Gäste danach am Drücker blieben, fiel in der 88. Minute auch noch das 4:0 durch Dominik Neuhold. Für Cibu war damit endgültig belegt, dass seine Mannschaft „jede Herausforderung annimmt“.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, führte der Linzer Trainer vor allem auf das geschlossene Auftreten seiner Mannschaft zurück. „Es hat wieder sehr gut funktioniert, genauso wie letzte Woche gegen Bad Hall: die Kompaktheit, das Zusammenspiel, das Miteinander, das Füreinander, kämpfen, kratzen, beißen, was wir in dieser Liga brauchen“, sagte Cibu. Genau darin sah er auf schwierigem Boden den entscheidenden Punkt. Adlwang schrieb er die klare Niederlage dabei keineswegs einfach zu. Die Gastgeber seien „eine spielerisch sehr gute Mannschaft“ und hätten gute Einzelspieler, erklärte er. Die Blaue Elf habe aber gewusst, „welche Spieler wir aus dem Spiel rausnehmen müssen“, und das sei über weite Strecken gut gelungen. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war Cibu einverstanden. Bei einer intensiven Partie gebe es zwar immer wieder Diskussionen, insgesamt habe der Unparteiische die Begegnung aber „souverän geleitet“.
Der Auswärtssieg war für die Linzer damit mehr als nur ein deutliches Resultat. Aus Sicht ihres Trainers war er auch ein weiterer Schritt in einer Liga, in der sich seine Mannschaft weiter behaupten will. „Grundsätzlich geht es uns darum, wie wir uns am Platz präsentieren“, sagte Cibu. Ihm gehe es darum, „wie wir als Mannschaft auftreten, wie wir unseren Verein in dieser neuen Umgebung präsentieren. Und das machen wir sehr gut.“ Nach sieben Runden hält die ASKÖ Blaue Elf Linz damit bei elf Punkten und bleibt in Schlagdistanz zur oberen Tabellenhälfte. Vor allem aber nahm sie aus Adlwang genau das mit, was Cibu in seinem ersten Satz angesprochen hatte: „drei absolut verdiente Punkte“ nach einem Auftritt, der trotz einer kurzen wackligen Phase insgesamt klar in Richtung der Gäste ging. Entsprechend deutlich fiel auch sein Schlusswort aus: „Ich bin sehr stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein.“