In der Bezirksliga Ost trennten sich ASKÖ Blaue Elf Linz und Union Freller Dach Schiedlberg mit 1:1. Nach einem 0:1 zur Pause steigerte sich die Blaue Elf deutlich und kam noch zum Ausgleich. Trainer Gheorge Cosmin Cibu sprach danach von einem „absolut gerechten Unentschieden“, weil Schiedlberg vor der Pause mehr vom Spiel hatte und seine Mannschaft erst nach dem Seitenwechsel richtig in die Partie fand.

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Die Linzer hatten sich für das Heimspiel einiges vorgenommen, konnten das aus Sicht ihres Trainers aber zunächst nicht auf den Platz bringen. „Wir wollten von Anfang an wieder die Intensität bringen, die wir in den letzten zwei Spielen gebracht haben. Das haben wir leider nicht so umsetzen können, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte Cibu nach der Partie. Genau das war für ihn auch der Grund, warum die Gäste in den ersten 45 Minuten Vorteile hatten. Schiedlberg habe sich besser bewegt, sei besser positioniert gewesen und sei deshalb auch verdient in Führung gegangen. Kurz vor der Pause fiel dann das 0:1 durch Marco Thomas Öhlinger, mit dem die Gäste ihren stärkeren ersten Durchgang auch auf die Anzeigetafel brachten.
Nach dem Seitenwechsel sah der Trainer seiner Mannschaft dann genau das, was er davor vermisst hatte. Die Blaue Elf brachte mehr Wucht in die Zweikämpfe, war aktiver gegen den Ball und fand auch nach vorne deutlich öfter Lösungen. Cibu formulierte es so: „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann endlich geschafft, die PS auf den Rasen zu bringen.“ Der Ausgleich zum 1:1 durch Toni Simunovic in der 67. Minute war für ihn daher die logische Folge dieser Steigerung. Ganz wollte er danach den ganz großen Griff nach dem Sieg aber nicht reklamieren. „Mit der rosaroten Blaue-Elf-Brille hätten wir die Partie vielleicht noch drehen können, aber das wäre aufgrund des Spielverlaufs heute nicht gerecht gewesen“, meinte der Linzer Coach.
Dass am Ende kein Sieger vom Platz ging, führte Cibu vor allem auf zwei Punkte zurück. Einerseits habe seine Mannschaft die nötige Schärfe schlicht zu spät gefunden. Andererseits sei sie nach dem 1:1 in den Situationen, die sich noch ergeben hätten, nicht ruhig genug geblieben. „Wir haben nach dem 1:1 die eine oder andere Halbchance vorgefunden, diese aber nicht ruhig zu Ende gespielt und daher keinen Ertrag davon getragen“, sagte er. Über den Gegner verlor der Trainer dabei kein schlechtes Wort. Schiedlberg sei „wie jede Mannschaft in dieser Liga sehr zweikampfstark, taktisch sehr gut geschult“ und bringe eine hohe Intensität auf den Platz. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete Cibu als „absolut okay“ und betonte, dass der Unparteiische die Partie sicher nicht entschieden habe.
So blieb es für die Blaue Elf nach acht Runden bei zwölf Punkten, und auch in der Einordnung nach Spielschluss klang bei Cibu weniger Ärger als Klarheit durch. Er sprach von einer „guten Partie“ und meinte, dass die Zuschauer trotz nur zweier Tore ein unterhaltsames Spiel gesehen hätten, in dem es immer wieder Szenen gegeben habe, „die den Puls in die Höhe getrieben haben“. Für seine Mannschaft nimmt er aus dem 1:1 vor allem einen Auftrag mit. Die Linzer müssen laut ihrem Trainer daran arbeiten, „dass wir uns in den nächsten Spielen besser präsentieren von der ersten Sekunde an und nicht erst nach der Halbzeit“. Genau dort lag aus seiner Sicht diesmal der Unterschied zwischen einem Punktgewinn und der verpassten Chance auf mehr.