In der Bezirksliga Ost hat Union Freller Dach Schiedlberg das Derby gegen Union Zorn Gestra Bad Hall mit 6:0 klar für sich entschieden. Schon zur Pause lagen die Gastgeber 2:0 vorne, nach dem Seitenwechsel legten sie konsequent nach. Trainer Thomas Hinterreiter führte den klaren Heimsieg vor allem auf Präsenz in den Zweikämpfen, gewonnene zweite Bälle und das gewachsene Selbstvertrauen seiner Mannschaft zurück.

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Schiedlberg hat von Beginn an keinen Zweifel aufkommen lassen, in welche Richtung dieses Derby gehen würde. Schon nach vier Minuten brachte Erolind Gashi die Heimelf in Führung, und genau diesen Start hob Hinterreiter später besonders hervor. "Wir waren von Anfang an sehr präsent in den Zweikämpfen, haben im Mittelfeld Übergewicht gehabt und die zweiten Bälle gewonnen", sagte der Trainer. Für ihn war das nicht nur die Grundlage für das frühe 1:0, sondern auch für das klare Übergewicht in der ersten Halbzeit. Auch beim 2:0 durch Benjamin Schirl in der 16. Minute sah er genau diese Hartnäckigkeit. Mehrere Abschlüsse seien zunächst geblockt worden, Schiedlberg sei aber immer wieder beim nächsten Ball da gewesen. In der Schlussphase des ersten Durchgangs gab es zudem einige Abseitsentscheidungen, die Diskussionen auslösten, am Spielbild änderte das aber nichts mehr. Mit dem 2:0 zur Pause hatte sich Schiedlberg eine verdiente Ausgangslage geschaffen.
Nach Wiederbeginn zog Schiedlberg die Partie endgültig auf seine Seite. Julian Paul Fiala erhöhte in der 59. Minute auf 3:0, und auch dieser Treffer hatte für Hinterreiter besonderes Gewicht. "Da haben wir endlich unser erstes Kopfball-Standardtor gemacht", sagte er, und aus seiner Sicht war Bad Hall damit endgültig gebrochen. Dass die Gastgeber danach weiter am Drücker blieben, passte zum gesamten Nachmittag. Fabio Nagler stellte in der 78. Minute auf 4:0, ehe Marco Sturmberger in der 85. Minute zum 5:0 traf. Nur zwei Minuten später setzte Marcel Nagler mit dem 6:0 den Schlusspunkt. Gerade diese Schlussphase freute den Trainer besonders, weil von der Bank noch einmal viel Schwung kam und sich die Tore auf viele Schultern verteilten. Insgesamt standen am Ende sechs verschiedene Torschützen auf dem Spielbericht.
Für Hinterreiter lag der Unterschied nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft dieses Derby angenommen hat. "Wir waren nie so richtig unter Druck", sagte er, weil Schiedlberg defensiv sehr ordentlich stand und die Gäste im eigenen Aufbau kaum Gefahr entwickeln konnten. Bis auf eine Standardsituation habe seine Mannschaft hinten praktisch keine echte Torchance zugelassen. Vorne gefiel ihm vor allem das Umschalten. Er sprach von einer sehr agilen und spritzigen Leistung, von vielen gefährlichen Läufen in die Tiefe und davon, dass seine Mannschaft oft über den Gegner drübergekommen sei. Dazu kam für ihn ein weiterer Punkt, der sich schon seit Wochen bemerkbar mache: der interne Konkurrenzkampf. "Jeder spürt, dass er alles geben muss", meinte Hinterreiter. Genau diese Breite im Kader und die vielen wieder fit gewordenen Spieler seien ein wichtiger Grund dafür, dass Schiedlberg zuletzt so konstant auftrete.
Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte der Schiedlberg-Coach den Auftritt nicht als perfekte Vorstellung verkaufen. Er sprach davon, dass seine Mannschaft in manchen Situationen noch immer zu oft den schwierigen statt den einfachen Weg gehe und damit gute Möglichkeiten nicht sauber genug zu Ende spiele. Auch bei Standards sieht er weiterhin Entwicklungspotenzial, obwohl das 3:0 genau aus einer solchen Situation fiel. Umso zufriedener war er mit dem großen Bild. "Der positive Trend hat sich fortgesetzt", sagte Hinterreiter. "Man merkt, dass die Spieler immer mehr Selbstvertrauen haben." Nach elf Runden hält Schiedlberg damit bei 19 Punkten und bleibt in der oberen Tabellenhälfte gut dabei. Dieses 6:0 war für die Gastgeber deshalb mehr als nur ein klarer Derbyerfolg. Es war ein weiterer Hinweis darauf, dass die Abläufe immer besser sitzen und die Mannschaft gerade auf einem sehr stabilen Weg ist.