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"Wir sind aus der Halbzeit extrem giftig gekommen" – Mitterkirchen macht mit starkem Nachlegen das 3:1 klar

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Union Mitterkirchen
Blaue Elf Linz

In der Bezirksliga Ost hat Union Mitterkirchen am Samstag gegen ASKÖ Blaue Elf Linz einen verdienten 3:1-Heimsieg gefeiert. Nach einer starken Anfangsphase, dem schnellen Ausgleich und der erneuten Führung vor der Pause legten die Gastgeber vor allem nach dem Seitenwechsel zu. Trainer Kevin Eder sah genau dort den Schlüssel: mehr Präsenz, mehr Druck und deutlich mehr Kontrolle über das Spiel.

Fußball liegt im Tornetz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung und die richtige Antwort vor der Pause

Kevin Eder hatte genau den Start gesehen, den er sich nach dem Erfolg der Vorwoche gewünscht hatte. "Wir wollten von Beginn weg dominanter auftreten", sagte der Trainer, und genauso begann Mitterkirchen auch. Die Gastgeber fanden sofort gut in die Partie, setzten Blaue Elf früh unter Druck und waren mit den ersten Aktionen gleich auf der richtigen Seite. Schon in der 6. Minute brachte Stefan Graf seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Eder schilderte die Szene so, dass sein Team einen Fehler im gegnerischen Spielaufbau ausnutzte und daraus Kapital schlug. Mit der Führung im Rücken verlor das Spiel dann ein wenig an Tempo und wurde ausgeglichener. Die Linzer kamen besser hinein und glichen in der 14. Minute durch Riste Atanasov nach einer Standardsituation zum 1:1 aus. Eder sprach von einer unübersichtlichen Szene bei einem Eckball auf die zweite Stange, die nur schwer zu verteidigen gewesen sei. Entscheidend aus seiner Sicht war aber die Reaktion seiner Mannschaft. "Wir haben nach diesem Gegentor nicht aufgesteckt", betonte er. Mitterkirchen wurde wieder aktiver, setzte noch zwei Weitschüsse knapp neben das Tor und belohnte sich in der 43. Minute. Nach einer Kombination von ganz hinten heraus über das Zentrum stellte erneut Stefan Graf auf 2:1, was Eder zu diesem Zeitpunkt als völlig verdient einordnete.


Nach dem Seitenwechsel blieb Mitterkirchen am Drücker

Die Phase, in der die Partie endgültig in Richtung der Gastgeber kippte, begann für Eder direkt nach der Halbzeit. "Wir sind aus der Halbzeit extrem giftig gekommen", sagte er, und diese Worte passten zum Bild der zweiten 45 Minuten. Mitterkirchen war sofort präsent, gewann die Zweikämpfe, war bei den zweiten Bällen hellwach und kam immer wieder gefährlich nach vorne. Eder sprach davon, dass nahezu jeder Schnittball auf seiner Seite gewesen sei und seine Mannschaft im Minutentakt gut vor das Tor gekommen sei. Trotzdem blieb es lange beim 2:1, weil der dritte Treffer zunächst nicht fallen wollte. Einmal landete der Ball an der Latte, dazu gab es zwei Eins-gegen-eins-Situationen, in denen der gegnerische Torhüter stark parierte. "Wir haben es ein bisschen verabsäumt, das Spiel früher in ruhigere Gewässer zu leiten", räumte Eder ein. Gerade deshalb blieb die Partie mit nur einem Tor Vorsprung noch offen. Umso wichtiger war für den Trainer, dass seine Mannschaft defensiv kaum etwas zuließ. Aus dem Spiel heraus habe Blaue Elf in der zweiten Halbzeit keine echte Torszene gehabt, sagte Eder. Gefährlich wurde es aus seiner Sicht nur dann, wenn die Gäste über Standards etwas erzwingen wollten. Mitterkirchen verteidigte diese Situationen aber konzentriert weg und setzte in der 88. Minute den Schlusspunkt. Clemens Kilian traf zum 3:1 und machte damit den Heimsieg endgültig fix.

"Das Wir ist wieder im Vordergrund"

Dass dieser Sieg für Eder mehr war als nur das Ergebnis, wurde in seiner Einordnung deutlich. Der Trainer wollte den Erfolg nicht an einer einzelnen Aktion festmachen, sondern an der Leistung über die vollen 90 Minuten. "Einzelne Szenen finde ich gar nicht so richtig ausschlaggebend", sagte er. Entscheidend sei gewesen, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit körperlich, geistig und spielerisch noch einmal zulegen konnte und dabei eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive fand. "Wir waren gegen den Ball präsent, sehr kompakt und stabil", fasste Eder die Stärken seines Teams zusammen. Auch den Gegner ordnete er sachlich ein: Blaue Elf sei eine kompakte Mannschaft, die ihren Erfolg vor allem über Standardsituationen und Umschaltmomente suche. An diesem Tag sei Mitterkirchen aber "einfach um den Ticken besser" gewesen. Besonders wichtig ist für den Trainer die Entwicklung der letzten beiden Wochen. "Das Wir ist wieder im Vordergrund", sagte Eder, der davon sprach, dass seine Mannschaft wieder mehr Selbstvertrauen und Selbstverständnis gefunden habe. Mit diesem Gefühl soll es nun in die letzten beiden Aufgaben gegen Neuzeug und Kematen gehen. Die Richtung, so Eder, sei klar: Wenn seine Mannschaft auf sich schaut und ihre Leistung auf den Platz bringt, "dann ist richtig viel möglich".

Bezirksliga Ost: Mitterkirchen : BE Linz - 3:1 (2:1)

  • 88
    Clemens Kilian 3:1
  • 43
    Stefan Graf 2:1
  • 14
    Riste Atanasov 1:1
  • 6
    Stefan Graf 1:0