Spielberichte

„Gegen einen tief stehenden Gegner haben wir zu wenig Tiefenläufe durchgeführt“ – Union Schiedlberg nimmt Nullnummer in Adlwang mit

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Union Adlwang
Union Schiedlberg

In der Bezirksliga Ost hat sich die Union HOVA Adlwang am Samstagnachmittag von der Union Freller Dach Schiedlberg mit einem torlosen Remis getrennt. Für Trainer Thomas Hinterreiter war es über weite Strecken genau die Partie, die das Ergebnis vermuten lässt: wenig Höhepunkte, kaum klare Chancen und gegen tief stehende Gastgeber zu wenig Ideen im eigenen Ballbesitz. Weil in der Schlussphase auch noch Torhüter Stefan Herbst eine große Doppelchance entschärfte, konnte der Gast mit dem Punkt leben.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media


Kaum Tempo, kaum klare Chancen

Hinterreiter sagte gleich zu Beginn des Gesprächs mit einem Lachen: „Es hat keine entscheidenden Phasen gegeben, weil es ja 0:0 ausgegangen ist.“ Ganz so lapidar wollte er die 90 Minuten dann aber doch nicht stehen lassen, denn aus seiner Sicht hatte die Partie früh eine klare Richtung. Adlwang stand tief, ließ Schiedlberg am Ball und wartete darauf, dass sich Räume für Umschaltmomente öffnen. Die Gäste wiederum fanden dagegen kaum Mittel. „Wir haben kaum unsere Ideen umgesetzt, haben keine Läufe oder wenig Läufe in die Tiefe gemacht. Und die, die wir gemacht haben, haben wir selten bespielt“, fasste der Trainer die Probleme seiner Mannschaft treffend zusammen. Dass es schon zur Pause 0:0 stand, passte deshalb ins Bild einer Begegnung, in der lange wenig zusammenlief. Auch bei Standards blieb laut Hinterreiter auf beiden Seiten vieles Stückwerk: „Über Standards waren beide Mannschaften nicht wirklich gefährlich.“

Schiedlberg fehlten Laufbereitschaft und Tiefe

Gerade mit dem eigenen Ballbesitz war der Schiedlberger Coach nicht zufrieden. Defensiv sei das Auftreten seiner Mannschaft noch „ganz okay“ gewesen, sobald Adlwang den Ball hatte. Mit dem Spiel nach vorne konnte er dagegen wenig anfangen. „Im eigenen Ballbesitz haben wir keine Bewegung reingebracht“, sagte Hinterreiter, der vor allem das statische Spiel seiner Elf kritisierte. Zu selten wurde die Tiefe gesucht, zu selten wurde das Spiel verlagert, und genau das machte es gegen kompakte Gastgeber besonders mühsam. „Gegen einen tief stehenden Gegner haben wir kaum Ideen gehabt. Viel zu statisch alles“, so seine klare Analyse. Nach der Pause kam über links zwar etwas mehr Schwung hinein, weil Öhlinger frische Akzente setzten und auch zu einem guten Abschluss kam. Die beste Schiedlberger Möglichkeit, die Hinterreiter konkret nannte, entstand aber nach einem ruhenden Ball: Julian Fiala kam bei einem Kopfball relativ frei zum Abschluss, traf den Ball aber nicht sauber, wodurch auch diese Szene ungenutzt blieb.

Adlwang wird gefährlicher, Schiedlberg nimmt Punkt an

Während die Union Schiedlberg über weite Strecken nach Lösungen suchte, sah Hinterreiter im Verlauf der zweiten Halbzeit auch die Union Adlwang aktiver werden. Die Gastgeber spielten offensiver und brachten ihre Umschaltmomente aus seiner Sicht besser zu Ende. Deshalb war für ihn auch klar, dass sein Team mit dem Remis nicht unzufrieden sein durfte. „Adlwang hat am Schluss den Matchball gehabt und den haben sie nicht reingebracht“, sagte der Trainer und meinte damit jene späte Doppelchance, in der Schiedlberg-Torhüter Stefan Herbst mit zwei starken Aktionen die Niederlage verhinderte. Genau diese Szene gab der Einschätzung des Coaches noch mehr Gewicht, dass „der Punkt für uns durchaus in Ordnung geht“. Nebenbei sprach Hinterreiter auch von mehreren Pfiffen, die seinem Team mögliche Umschaltsituationen genommen hätten, schob aber selbst sofort nach, dass das nicht spielentscheidend gewesen sei. Wichtiger war ihm die eigene Lehre aus dem 0:0: „Wir müssen in die Tiefe einfach mehr Druck machen.“ Nach einer Phase mit vielen Toren war Schiedlberg diesmal vorne zu harmlos, konnte sich aber immerhin auf die Defensive und einen Torhüter verlassen, der in der Schlussphase den Zähler festhielt.