Ein intensiver und bis in die Schlussminuten offener Nachmittag in Mondsee: Die Partie zwischen Union Mondsee Juniors und SPG ASV St. Marienkirchen/Wallern 1b in der Bezirksliga Süd blieb bis zum Abpfiff auf Messers Schneide. Für Simon Aigner überwog nach dem 3:2 die Zufriedenheit mit dem Auftritt seiner Elf: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ausgang, nachdem wir in einer hitzigen Schlussphase den knappen 3:2 Sieg einfahren konnten.“ Den Kollektivgedanken stellte der Trainer klar in den Mittelpunkt: „Heute war’s die gesamte Mannschaft, die am Ende des Tages die drei Punkte geholt hat.“ Auf Einzel-Lob verzichtete Aigner bewusst: „Ich möchte heute keinen Spieler hervorheben, jeder einzelne hat leidenschaftlich für das Team gearbeitet.“

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Zur ersten Hälfte fiel Aigners Bilanz eindeutig aus: „Wir hatten in der ersten Halbzeit einige sehr gute Chancen und haben deshalb verdient 2:1 geführt.“ Nach Wiederbeginn stellte St. Marienkirchen/Wallern 1b auf 3:1 (Torschütze: Dennis Sabic), ehe die Juniors in der 85. Minute durch Dominik Ablinger auf 3:2 verkürzten. Aigner ordnete die Dramaturgie so ein: „Wir haben es speziell in der ersten Halbzeit verabsäumt das eine oder andere Tor mehr zu erzielen, weshalb es in der Schlussphase noch sehr spannend geworden ist.“
Zur Verteilung der Spielanteile sagte Aigner: „Speziell in der ersten Halbzeit waren wir über weite Strecken im Spiel mit Ball überlegen.“ In der zweiten Hälfte, zu Beginn und in den letzten 15 Minuten, sei Mondsee „sehr stark gewesen“ und habe phasenweise etwas mehr vom Spiel gehabt. Das Finish war hektisch, geprägt von vielen langen Bällen – entsprechend blieb es bis zum Ende knapp. Die Partie lief insgesamt 96 Minuten; in der 93. Minute sah Andreas Horwath die Gelb-Rote Karte, was die ohnehin aufgeheizte Schlussphase zusätzlich anheizte.
„Über weite Strecken haben wir uns im Spiel gegen den Ball sehr ordentlich verhalten und die taktischen Vorgaben gut umgesetzt“, erklärte Aigner. „Wir haben aber immer wieder kurze Phasen, in denen wir dem Gegner zu viele Spielanteile geben. Hier müssen und werden wir daran arbeiten, noch abgeklärter zu werden. Im Spiel mit Ball festigen sich aktuell von Woche zu Woche unsere Abläufe und wir schaffen es immer öfter mit Plan in das letzte Drittel zu kommen. Aber auch hier haben wir noch viel Arbeit vor uns.“ Zum Gegner fand Aigner anerkennende Worte: „Die Mondsee Juniors waren wie immer ein sehr starker Gegner. Vor allem wenn sie es schaffen, schnell in die Tiefe zu kombinieren, wird es gefährlich – das haben sie heute phasenweise gut gemacht. Das ist eine sehr gut organisierte, talentierte Truppe!“ Personell bleibt die Lage angespannt, aber kontrollierbar: „Wir haben aktuell drei bis vier Spieler, die nicht einsatzfähig sind; zwei waren am heutigen Tag krank, dazu kommen ein bis zwei muskuläre Verletzungen bzw. eine Schulterverletzung. Zum Glück nichts Längerfristiges.“ Der Blick bleibt nach vorn: „Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit unserem Start in die Rückrunde, wissen aber auch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben und wollen dabei konsequent unser Spiel verbessern.“