In der Bezirksliga Süd trennten sich der SV Bögl Hohenzell und Union HOVA Adlwang mit 0:0. Die Hausherren hatten nach eigener Einschätzung mehr vom Spiel, standen defensiv kompakt und suchten konsequent den Weg nach vorn, fanden aber nicht die letzte Durchschlagskraft. Co-Trainer Werner Sickinger sprach von einer ersatzgeschwächten, dennoch aktiven Mannschaft und lobte gleichzeitig den starken Gästetorwart. Am Ende blieb es beim torlosen Remis, das sich über weite Strecken anbahnte, obwohl Hohenzell die klareren Möglichkeiten fand und sich für den betriebenen Aufwand nicht belohnte.

Foto von Mick Haupt auf Unsplash
Von Beginn an versuchte Hohenzell, das Spiel an sich zu ziehen. Die Gastgeber griffen früh an, gewannen viele zweite Bälle und setzten Adlwang über weite Strecken in der eigenen Hälfte fest. Werner Sickinger ordnete das so ein: „Wir waren ersatzgeschwächt, aber wir haben es gut gemacht und waren insgesamt die aktivere Mannschaft mit den besseren Chancen.“ Zur Pause stand es trotzdem 0:0, und genau dieses Bild zog sich nach dem Wechsel fort. Hohenzell blieb am Drücker, Adlwang verteidigte diszipliniert und hatte einen Torhüter, der einen Sahnetag erwischte. „Der Torwart von Adlwang hat einen sehr guten Tag gehabt“, betonte der Co-Trainer und ergänzte: „Wir hatten zwei, drei Hochkaräter, die er zunichtegemacht hat.“ Auch in der Schlussphase suchten die Gastgeber den Sieg, doch die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte.
In der Analyse hob Sickinger die solide Defensivleistung seiner Mannschaft hervor. „Die Kompaktheit war in Ordnung. Wir haben nicht wirklich Großartiges zugelassen, es waren eher Halbschancen“, sagte er. Genau deshalb überwog nach dem Schlusspfiff das Gefühl, zwei Punkte liegengelassen zu haben. „Was uns gefehlt hat, war die Chancenauswertung“, brachte es der Hohenzeller Co-Trainer auf den Punkt. Den Gegner sah er so, wie erwartet: „Adlwang hat sich genauso präsentiert, wie wir es erwartet haben: eine kompakte, gute Mannschaft, die eher überraschend im Abstiegskampf steckt.“ Ein Sonderlob gab es für das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war absolut in Ordnung. Auf beiden Seiten keine Fehlentscheidungen ruhig geführt – das war gut.“ Insgesamt passte vieles, außer dem letzten Schritt vor dem Tor.
Trotz des verpassten Dreiers nahm Hohenzell auch etwas sehr Positives mit. Besonders freute sich Sickinger über einen jungen Mann aus dem eigenen Stall: „Was uns besonders freut, ist das Debüt von unserem Moritz Gattringer. Er hat zum ersten Mal in der Kampfmannschaft begonnen, das hat er sehr gut gemacht.“ Für den Verein ist das ein wichtiges Zeichen. „Es ist eine Freude, dass die jungen Spieler nachrücken“, sagte der Co-Trainer.
Sportlich gilt der Fokus nun darauf, die gute Grundordnung zu halten und im letzten Drittel zuzulegen. Die Ansage bleibt klar: weiter aktiv auftreten, die heraus gespielten Möglichkeiten ruhiger zu Ende spielen und sich für die Arbeit belohnen. Dann soll aus einem soliden 0:0 schon bald wieder ein voller Erfolg werden.