Spielberichte

Benjamin Troppmair (Trainer FC Spitz Attnang): „Matchplan umgesetzt, aber frühes 0:1 hat wehgetan“

FC Hertha Wels Amateure
FC Attnang

In Runde 21 der Bezirksliga Süd feierten die FC Hertha Wels Amateure einen 2:0-Heimsieg gegen den FC Spitz Attnang. Doppelpacker Muhammed Yigit traf früh und ganz spät. Attnang stand lange kompakt und arbeitete diszipliniert, kam aber nicht zum Ausgleich. Trainer Benjamin Troppmair brachte es auf den Punkt: „Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben defensiv sehr gut gearbeitet – unterm Strich aber 0:2 verloren.“

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Früher Rückstand prägt die Partie

Der Start lief aus Attnanger Sicht denkbar ungünstig. Bereits in der 8. Minute stellte Muhammed Yigit auf 1:0 für die Hertha. Für Benjamin Troppmair war das der Knackpunkt: „Das schnelle Gegentor hat unseren Matchplan ein bisschen über den Haufen geworfen.“ Dabei hatte sich sein Team genau darauf vorbereitet, gegen eine der spielstärksten Mannschaften der Liga tief und kompakt zu stehen. „Wir wollten wenig zulassen – das ist uns über weite Strecken sehr gut gelungen“, erklärte der Coach. Weil Wels den Ball stark laufen ließ und Attnang die Räume eng machte, blieb es bis zur Pause beim 1:0. „Eigentlich war ich mit der Leistung sehr zufrieden, nur das Ergebnis war am Ende negativ“, meinte Troppmair.

Beste Phase vor der Pause – der Lucky Punch blieb aus

Nach dem Rückstand suchte Attnang den Zugriff und fand ihn vor allem zwischen Minute 30 und der Halbzeit. „Da hatten wir mehr vom Spiel“, so Troppmair. In diese Phase fiel auch die große Möglichkeit auf den Ausgleich: „Wir hatten eine super Kopfballchance von Dominik Andrijevic, die der Torhüter leider gehalten hat.“ Der Trainer sprach von der einzig wirklich klaren Möglichkeit seiner Mannschaft, dazu kamen einige Halbchancen nach Standards. „Gegen so einen starken Gegner bekommst du nicht viele Chancen – und wenn du vorne keines machst, wird es schwierig“, sagte er. Attnang blieb bis zum Schluss bemüht und warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, um den Lucky Punch zu erzwingen. Genau da setzte Wels den Schlusspunkt: Erneut traf Muhammed Yigit in Minute 90+6 zum 2:0.

Respekt für Gegner und Schiedsrichter – und Anerkennung abseits des Rasens

Troppmair sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit Lob für den Tabellenführer. „Die Hertha hat unglaubliche Qualität, sie sind für mich die spielstärkste Mannschaft in der Liga. Man merkt, dass da ein Profiverein dahintersteht. Sie lassen den Ball sehr gut zirkulieren.“ Gleichzeitig betonte er: „Für unsere Verhältnisse haben wir es sehr gut gemacht und uns teuer verkauft.“ Auch der Unparteiische bekam gute Noten: „Der Schiedsrichter hat eine sehr, sehr gute Leistung geboten – und es war insgesamt ein faires Spiel.“ Abseits des Rasens gab es Extra-Lob für die Gastgeber: „Wir wurden top aufgenommen, sogar mit Freikarten für die zweite Bundesliga. In Wels arbeiten alle hochprofessionell und bodenständig – vom Ordner bis zur Kantine.“ Sportlich untermauert der Sieg die Position der Hertha an der Spitze (43 Punkte), Attnang hält bei 22 Zählern auf Rang zehn. Für Troppmair bleibt dennoch die Erkenntnis eines stabilen Auftritts: „Wir haben den Matchplan zu hundert Prozent umgesetzt – nur das frühe Gegentor hat wehgetan.“

Bezirksliga Süd: FC Hertha Wels Amateure : FC Attnang - 2:0 (1:0)

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    Muhammed Yigit 2:0
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    Muhammed Yigit 1:0