Spielberichte

Eberschwang erzwingt 3:2 nach spätem Eckball

SV Eberschwang
Union Eberstalzell

In der Bezirksliga Süd feierte der SV Eberschwang einen 3:2-Heimsieg gegen die Union ETM Eberstalzell. Nach einem zähen Beginn entwickelte sich ein offenes Match, in dem der Gastgeber zweimal antwortete und am Ende dank eines späten Eckballs die drei Punkte daheim behielt. Matchwinner war Mihail Jacimovic mit einem Doppelpack, das zweite Tor zum 3:2 fiel spät in der Partie. Trainer Josef Bögl sprach von einem ausgeglichenen Spiel – entschieden habe letztlich der Wille und ein Standard.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zäher Start, offenes Spiel – Eberschwang gleicht vor der Pause aus

Die Partie brauchte Anlauf. „Am Anfang war es zaghaft, ein Abtasten. Von den Spielanteilen war es ausgeglichen“, ordnete Josef Bögl die ersten Minuten ein. Die Gäste nutzten jedoch den ersten wirklichen Stich: Patrick Michetschläger traf in der 27. Minute zum 0:1. Eberschwang ließ sich davon nicht beirren. „Wir haben uns vom Rückstand nicht irritieren lassen. Wir haben unser Spiel durchgezogen“, sagte Bögl. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde der Aufwand belohnt: Mihail Jacimovic besorgte in Minute 40 das 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen (45.), und das fühlte sich auch für den Eberschwang-Trainer folgerichtig an: „Unter dem Strich hätte es unentschieden ausgehen können – so ausgeglichen war es.“

Nach der Pause Antworten auf jeden Rückschlag – der Eckball bringt die Entscheidung

Aus der Pause kam Eberschwang schwungvoll. „In der zweiten Halbzeit war wieder Tempo drin, eine richtige Bezirksliga-Partie“, so Bögl. Der Gastgeber drehte das Match zunächst durch Ladislav Janda, der in der 59. Minute zum 2:1 traf. Doch Eberstalzell blieb dran und kam erneut durch Patrick Michetschläger zum Ausgleich – 2:2 in der 77. Minute. Eberschwang schüttelte sich kurz und setzte noch einmal alles auf Sieg. „Das 3:2 war das Entscheidende. Das war ein Eckball, den haben wir mit aller Gewalt reingedrückt. Wir haben nie aufgegeben“, beschrieb Bögl den Schlüsselmoment. Drei Minuten nach dem Ausgleich wuchtete Mihail Jacimovic den Ball zum 3:2 ins Netz (80.) – sein zweiter Treffer an diesem Abend und die Erlösung für die Hausherren, die nach dem erneuten Ausgleich drangeblieben waren.

„Geschlossenheit“ als Schlüssel – Respekt für den Gegner, Blick nach vorne

In seiner Analyse hob Bögl besonders die mannschaftliche Haltung hervor. „Unsere größte Stärke ist die Geschlossenheit – das zieht sich durch die ganze Saison“, sagte er. Selbst Ausfälle konnten abgefedert werden: „Der ‚Oberchef‘ hat heute gefehlt, und wir haben ihn bravourös ersetzt. Zwei, drei angeschlagene Spieler haben durchgebissen, weil wir unbedingt den sechsten Platz fixieren wollten.“ Zugleich zollte er Eberstalzell Anerkennung: „Der Gegner war ebenbürtig. Ein Remis wäre nicht ungerecht gewesen. Wir wollten den Sieg einfach mehr.“ Zu den Unparteiischen äußerte er sich bewusst nicht: „Die machen ihren Job, das passt so.“ Besonders freute ihn die Rückkehr des Doppel-Torschützen: „Ich finde es cool, dass Mihail Jacimovic, der zwei Tore geschossen hat, gleich wieder in die Startelf gefunden hat.“

Der Trainer zog zudem ein Zwischenfazit: „Ich bin sehr stolz auf Mannschaft und Trainerteam. Wir haben 39 Punkte, in der Rückrunde 20 geholt – die Frühjahrstabelle spricht für uns.“ Für die kommenden Wochen kündigte er an, angeschlagene Spieler nicht mehr „ins Feuer zu schicken“, aber trotzdem auf Sieg zu spielen – der Auftritt gegen Eberstalzell liefert dafür Rückenwind genug.

Bezirksliga Süd: Eberschwang : Eberstalzell - 3:2 (1:1)

  • 80
    Mihail Jacimovic 3:2
  • 77
    Patrick Michetschläger 2:2
  • 59
    Ladislav Janda 2:1
  • 40
    Mihail Jacimovic 1:1
  • 27
    Patrick Michetschläger 0:1