In der Bezirksliga Süd drehte die Union Mondsee Juniors beim Vöcklabrucker Sportclub ein frühes 0:1 in einen 2:1-Auswärtssieg. Matchwinner Nico Feusthuber traf doppelt nach der Pause. Co-Trainer Ermal Dervishi sprach von einer kontrollierten Reaktion, betonte die starke Kondition seiner Elf und ärgerte sich trotz der drei Punkte über liegen gelassene Chancen. Frühschock, Geduld und Tempo – so ließ Mondsee die Partie kippen und nahm nach zäher erster Phase verdient alle Zähler mit.

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Die Partie begann denkbar ungünstig für die Juniors: Bereits in Minute 3 stellte Abid Mujagic für den Vöcklabrucker SC auf 1:0. „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet und haben sehr früh das 1:0 bekommen. Bis zur 20. Minute haben wir gebraucht, um reinzukommen“, ordnete Co-Trainer Ermal Dervishi später ein. Vöcklabruck nahm die Führung mit in die Pause, doch nach dem Seitenwechsel legten die Gäste sichtbar zu. Nico Feusthuber glich in der 53. Minute aus und traf zwölf Minuten später erneut zum 1:2 (65.). Mondsee hatte nun mehr vom Spiel, blieb am Drücker und suchte sogar das dritte Tor. „Wir wollten unbedingt das 3:1, aber wir haben die Chancen nicht genutzt“, so Dervishi, der dennoch ein sattes Plus an Möglichkeiten aufseiten seiner Elf sah.
Aus Trainersicht lag der Knackpunkt nach einer zähen Anfangsphase klar in der Mondseer Steigerung und im Ausgleich. „Wir haben uns zahlreiche Chancen erspielt. Das 1:1 war sehr wichtig, weil wir noch genug Zeit fürs 2:1 hatten“, erklärte Dervishi. Die Juniors traten nach der Pause entschlossener auf, kombinierten sauberer und setzten Vöcklabruck unter Druck. „Der Gegner ist sehr gut gestartet und ist verdient 1:0 in Führung gegangen. Mit zunehmender Spieldauer konnten wir das Ruder aber an uns reißen und spielbestimmender agieren“, sagte der Co-Trainer. Entscheidend war für ihn auch die Physis: „Man hat gemerkt, dass meine Mannschaft konditionell gut aufgestellt ist. Am Ende hatten wir mehr Kraft und mehr Szenen.“ Nach dem 2:1 habe man spüren können, „dass die Vöcklabrucker etwas müde waren“ – das dritte Tor blieb allerdings aus.
Trotz des Sieges blieb Dervishi selbstkritisch. „Leider zieht sich das durch: Wir sind bei der Chancenauswertung fahrlässig und brauchen sehr viele Chancen für ein Tor“, hielt er fest. Das passt auch zum Spielbild: Mondsee legte nach der Pause zu, nutzte die Gelegenheiten durch Doppelpacker Feusthuber, ließ aber den Deckel liegen. Positiv: Die Begegnung lief ruhig ab. „Es war eine sehr faire Partie, der Schiedsrichter hatte einen ruhigen Nachmittag“, so Dervishi. In der Tabelle stehen die Juniors nun bei 45 Punkten und bleiben als Vierter dran an den Top-Teams. Der Blick geht auf die letzte Heimaufgabe: „Wir wollen nächste Woche das letzte Heimspiel erfolgreich bestreiten, um die Saison versöhnlich zu Ende zu bringen.“ Für den Vöcklabrucker SC, der bei 27 Zählern hält, blieb nach starkem Start am Ende nichts Zählbares übrig.