In der Bezirksliga Süd setzte sich Union SRW Schlierbach in der 25. Runde mit 2:1 gegen die FC Hertha Wels Amateure durch. Nach torloser erster Hälfte traf zunächst Muhammed Yigit (61.) für die Gäste, ehe Fabian Neubauer (82.) ausglich und Andreas Tiefenthaler (86.) per Kopf das Spiel endgültig drehte. Sportchef Ewald Hollinger sprach von einem „Sieg des Kollektivs“ und hob die Hartnäckigkeit seiner Elf hervor, die sich gegen den lange dominanten Tabellenzweiten nicht beirren ließ.

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Die Partie brauchte nicht lange, um ihre Richtung zu zeigen: Hertha Wels hatte von Beginn an mehr vom Ball und drückte Schlierbach über weite Strecken in die eigene Hälfte. Ewald Hollinger ordnete es deutlich ein: „Hertha Wels war in der ersten Halbzeit sehr spielbestimmend und hatte die besseren Chancen.“ Weil die Gäste ihre Möglichkeiten aber nicht nutzten, ging es mit 0:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Trend zunächst fort – und diesmal klingelte es auch: Muhammed Yigit traf in Minute 61 zur verdienten 1:0-Führung für die Amateure. Hollinger zollte Respekt: „Das 0:1 war eine starke Einzelleistung von Yigit. Hertha ist eine super Mannschaft, das muss man sagen.“ Anstatt zu kippen, blieb Schlierbach jedoch stabil, hielt defensiv dagegen und wartete auf den Moment, um selbst zuzuschlagen.
Die Gastgeber ließen sich vom Rückstand nicht beeindrucken. „Wir haben nie aufgegeben, wir haben immer weitergemacht“, betonte Hollinger. Der Ausgleich in der 82. Minute passte genau zu diesem Bild: „Ein langer Ball, eine Verlängerung – und unser ganz junger Stürmer hat den Torhüter souverän überhoben.“ Der Torschütze hieß Fabian Neubauer, der das 1:1 besorgte und die Arena neu entzündete. Schlierbach blieb am Drücker und setzte nur vier Minuten später den entscheidenden Stich. Hollinger schilderte den Siegtreffer plastisch: „Eine Flanke von links, und unser Stürmer Andreas Tiefenthaler hat ihn mit dem Kopf hineingewuchtet – 2:1 für Schlierbach.“ Die späte Wende war nicht unverdient, weil die Hausherren nach dem Rückstand mutiger wurden, Zweikämpfe enger führten und ihre wenigen klaren Möglichkeiten eiskalt nutzten.
Im Rückblick machte Hollinger den Unterschied klar fest: „Unsere Schlierbacher Tugenden waren ausschlaggebend: nie aufgeben, immer weitermachen und daran glauben, dass ein Sieg möglich ist – egal gegen wen.“ Gegen den vor der Runde zweitplatzierten Gegner sah er die größere Gier auf Seiten seiner Elf: „Hertha hat viele richtig gute Kicker, aber wir kamen über das Kollektiv – das hat entschieden.“ Auch zur Linie des Spiels blieb er sachlich: „Der Schiedsrichter war schwer in Ordnung.“ Zufrieden ist man in Schlierbach auch mit der Entwicklung: „Wir haben neun Spiele jetzt nicht verloren. Wenn wir unter der Woche wieder nachlegen, sind es zehn.“