Spielberichte

Adlwang rettet nach 1:4 noch ein 4:4 – „Die Mannschaft hat Moral bewiesen“

Union Adlwang
SPG Windischgarsten/Spital

In der Bezirksliga Süd erlebte Union HOVA Adlwang gegen SPG Windischgarsten/Spital ein 4:4, das wie zwei Spiele in einem wirkte. Adlwang legte einen Blitzstart hin, lag zur Pause aber deutlich zurück und schien nach dem 1:4 kurz nach Wiederbeginn geschlagen. In der Schlussphase drehte das Heimteam noch einmal auf und holte mit einem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt. Sektionsleiter Mario Schoißwohl sprach von einem „Wechselbad der Gefühle“ und lobte vor allem die Moral seiner Mannschaft.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Jubel, tiefer Sturz und eine irre Aufholjagd

Adlwang erwischte einen Traumstart: Nach nicht einmal zwei Minuten stellte Lukas Holzinger auf 1:0 und die Hausherren blieben am Drücker. „Wir sind nach Maß gestartet, gehen 1:0 in Führung und müssen eigentlich das 2:0 und 3:0 machen“, blickte Mario Schoißwohl zurück. Stattdessen kippte die Partie. In Minute 20 glichen die Gäste durch Jürgen Gressenbauer aus – „In der 20. Minute hatten wir einen Elfer gegen uns, der das Spiel auf den Kopf stellte“, so Schoißwohl. Windischgarsten/Spital nutzte das Momentum eiskalt: Andreas Gösweiner erhöhte in der 25. Minute auf 1:2, Florian Wankmüller legte in der 31. Minute das 1:3 nach. „Wir haben danach komplett den Faden verloren“, sagte der Adlwanger Sektionsleiter. Kurz nach der Pause schraubte Rene Gressenbauer auf 1:4 (48.). Doch Adlwang gab nicht auf: Joker Christian Borac traf zum 2:4 (74.) und 3:4 (84.). „Mit dem 3:4 hatten wir wieder Hoffnung, den so wichtigen Punkt doch noch zu holen“, meinte Schoißwohl. Und tatsächlich: In der 90.+1 Minute drückte Ivan Dramac den Ball zum umjubelten 4:4 über die Linie.

Schoißwohl lobt Moral und nennt die Knackpunkte

Der Sektionsleiter ordnete den wilden Abend klar ein. „Wenn du so früh zurückliegst und es 1:4 steht, glaubst du normalerweise nicht mehr an eine Wende. Aber die Mannschaft hat Moral bewiesen und das Unmögliche möglich gemacht. Großes Kompliment zum wichtigen Punkt.“ Gleichzeitig benannte er die Phasen, in denen Adlwang das Spiel in der eigenen Hand hatte: „Die ersten 20 Minuten waren sehr gut, und die letzten 20 Minuten waren auch wieder sehr gut.“ Als Schlüsselmomente sah Schoißwohl die Strafstöße auf beiden Seiten: „Entscheidend war auch der Elfmeter für uns, den der Windischgarstner Tormann zuerst pariert hat und dann von Schiedsrichter wiederholt wurde, da der Schlussmann nicht auf der Linie stand. Mit dem 3:4 war wieder Leben drin.“ Dass am Ende „nur“ ein  glücklicher Zähler blieb, führte er auf die verpasste Kaltschnäuzigkeit zu Beginn zurück: „Was gefehlt hat zum dreier? Dass wir in der starken Anfangsphase gleich das 2:0 oder 3:0 nachlegen."

Gegner, Schiri und Tabelle 

Auch für den Gegner fand Schoißwohl klare Worte. „Der Gegner war, wie erwartet, schwierig unangenehm zu bespielent. Sie sind defensiv gut gestanden und auf Konter gegangen.“ Genau dieses Rezept machte Adlwang zwischen Minute 20 und 50 das Leben schwer. „Man hat gemerkt, in den letzten 20 Minuten ist ihnen ein bisschen die Kraft und die Luft ausgegangen“, sagte er zur Schlussphase, in der die Hausherren den Druck stetig erhöhten. Ein Streitthema blieb aus: „Der Schiedsrichter hat das eigentlich sehr gut gemacht“, so der Sektionsleiter. In der Tabelle bringt das 4:4 beiden Rivalen einen Zähler im engen Feld: Adlwang hält nach 25 Runden bei 26 Punkten auf Rang elf, Windischgarsten/Spital bei 25 Zählern auf Platz zwölf. Für Adlwang fühlt sich das Resultat deshalb wie ein kleiner Sieg an – auch, "weil es Mut für das letzte Spiel im Derby gegen Schlirbach gibt und zeigt, dass die Mannschaft bis zur letzten Sekunde an sich glaubt. Für mich die geilste Manschaft mit tollen Charakteren, die wieder mal über sich hinaus gewachsen ist." 

Bezirksliga Süd: Adlwang : Windischgarsten/Spital - 4:4 (1:3)

  • 91
    Ivan Dramac 4:4
  • 84
    Christian Borac 3:4
  • 74
    Christian Borac 2:4
  • 48
    Rene Gressenbauer 1:4
  • 31
    Florian Wankmüller 1:3
  • 25
    Andreas Gösweiner 1:2
  • 20
    Jürgen Gressenbauer 1:1
  • 2
    Lukas Holzinger 1:0