Spielberichte

„Der Nuller stand – Aslanidis hat sich das verdient“: Troppmair jubelt über Attnangs 1:0

FC Attnang
Union Eberstalzell

Zum Abschluss der Bezirksliga Süd setzte sich der FC Spitz Attnang zuhause mit 1:0 gegen die Union ETM Eberstalzell durch. Das einzige Tor fiel kurz vor der Pause, defensiv ließen die Attnanger aus dem Spiel so gut wie nichts zu. Trainer Benjamin Troppmair sprach von einem verdienten Dreier – und freute sich besonders für Schlussmann Alexandros Aslanidis, der bei seinem Abschiedsspiel zu null blieb und damit für einen runden Saisonabschluss sorgte.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Stabil hinten, eiskalt vor der Pause

Benjamin Troppmair machte gleich zu Beginn klar, worum es seiner Mannschaft ging: „Wir wollten das letzte Meisterschaftsspiel positiv bestreiten, um mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen – und das ist uns mit einem 1:0-Sieg verdient gelungen.“ Den Grund legte sein Team in der Arbeit gegen den Ball. „Defensiv sind wir sehr, sehr gut gestanden. Aus dem Spiel haben wir keine richtige Torchance zugelassen, gefährlich wurde Eberstalzell nur bei Standards“, erklärte der Coach. Vorne reichte eine sauber herausgespielte Aktion: In Minute 40 brachte Karim Ameti den Ball von halb rechts ins Zentrum, Mücahid Ceylan legte mustergültig quer, und Dominik Wartha drückte zum 1:0 über die Linie – so schilderte es Troppmair. Mit dieser Führung ging es in die Kabinen, und der Plan, das Saisonfinale über Stabilität zu entscheiden, war vorerst aufgegangen.

Die Null als Schlüssel und ein robuster Gegner

Nach dem Seitenwechsel blieb Attnang in der Ordnung, setzte punktuell Nadelstiche – der zweite Treffer wollte aber nicht fallen. „Offensiv hatten wir nicht viele Aktionen, aber die eine hat gereicht. Wir hätten vielleicht auch noch das 2:0 machen können oder sogar müssen. Weil das nicht passiert ist, blieb es bis zur 90. Minute spannend“, fasste Troppmair zusammen. Sein Blick auf den Gegner fiel respektvoll aus: „Man kennt natürlich den gegnerischen Trainer Nico Markow – ein Trainerfuchs. Eberstalzell ist robust, laufstark, stark in den Zweikämpfen. Bei Standards waren sie gefährlich, aber aus dem Spiel haben wir sie vom Tor weggehalten.“ Am Ende stand genau das Prädikat, auf das Attnang gebaut hatte: „Der Nuller ist wieder gestanden. Ich hatte das Gefühl, wir wollten den Sieg eine Spur mehr als der Gegner“, sagte Troppmair. Lob gab es auch für das Gespann: „Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Leistung gebracht und einen ruhigen Nachmittag verbringen können.“

Abschied für Aslanidis und ein versöhnlicher Schlusspunkt

Der Nachmittag bekam für Attnang eine besondere Note: Ersatzkeeper Alexandros Aslanidis stand über die vollen 90 Minuten im Tor – und verabschiedete sich mit einer weißen Weste. „Wir haben ihm heute die Minuten gegeben, weil er immer loyal war und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Er hat zu null gefangen und eine sehr gute Leistung gebracht“, betonte Troppmair. Emotionaler wurde der Trainer, als er Danke sagte: „Ich habe selten so einen loyalen Menschen kennengelernt. Es war irrsinnig schön, dass er sein letztes Spiel zu null gewinnen konnte.“ Der Sieg passte auch zur Gesamtentwicklung der Rückrunde. „Es war eine sehr anstrengende Saison. Wir wussten, dass es um den Klassenerhalt geht. Wir haben das gemeinsam als Verein geschafft“, so Troppmair.

Mit dem 1:0 schließt Attnang die Saison als Achter mit 31 Punkten ab, Eberstalzell landet mit 33 Zählern vor den Attnangern. Für die Pause überwiegt die Erleichterung und der Ausblick: „Wir sind froh, dass wir gerettet sind und im letzten Spiel noch einen Dreier geholt haben. Heute haben wir einen versöhnlichen Abschluss gefeiert.“

Bezirksliga Süd: FC Attnang : Eberstalzell - 1:0 (1:0)

  • 40
    Dominik Wartha 1:0