In der Bezirksliga Süd setzte sich der Vöcklabrucker Sportclub bei der Union Thalheim mit 2:0 durch. Entscheidend aus Sicht von Trainer Edis Kenjar: „Das 1:0 war der Knackpunkt.“ Weil der Abstieg für seine Elf kein Thema mehr sei, habe man „befreit Fußball gespielt“. Dragan Marojevic und Abid Mujagic schossen schon vor der Pause den Vorsprung heraus, danach kontrollierte Vöcklabruck die Partie und ließ Thalheim kaum mehr ins Spiel kommen.

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Die Anfangsphase war offen, beide Teams waren im Spiel. Das bestätigte auch Edis Kenjar: „Bis zum 1:0 hat Thalheim gut mitgehalten und auch Chancen gehabt.“ Dann kippte die Partie. In Minute 31 brachte Dragan Marojevic die Gäste mit 1:0 in Front. Kenjar schilderte die Entstehung so: „Nach einem gewonnenen Kopfballduell auf Höhe der Mittellinie kam Abid Mujagic an den Ball. Unser Stürmer Fatlum ist rechts gegangen, hat links aufgerissen. Abid hat Dragan perfekt steil geschickt, und der hat eiskalt eingeschoben.“ Thalheim war davon sichtbar getroffen, und Vöcklabruck legte noch vor der Pause nach: In der 42. Minute stellte Abid Mujagic auf 2:0. „Nach deren Abstoß wollten sie hinten rausspielen. Wir haben rechts gut gepresst, Dawud Rezai hat sich den Ball erkämpft, überlegt quergelegt, und Abid hat mit einem Haken den Gegenspieler stehen lassen und eingeschoben“, erklärte Kenjar. Mit dem 0:2 ging es auch in die Kabinen.
Aus Vöcklabrucker Sicht war die Führung der Türöffner zu einem reifen Auswärtsauftritt. „Das 1:0 war der Knackpunkt für Thalheim. Danach haben wir das 2:0 nachgelegt und das Spiel kontrolliert“, sagte Kenjar. Er führte den klaren Auftritt auch auf die Ausgangslage vor der Partie zurück: „Wir konnten befreit aufspielen, weil der Abstieg vom Tisch war. Thalheim war in den letzten Wochen verunsichert und steht auf dem Relegationsplatz.“ Nach dem Doppelschlag habe seine Mannschaft „sehr viel Ballbesitz gehabt, den Gegner laufen lassen und immer wieder gefährlich agiert“. Sein Fazit fiel deutlich aus: „Wir hatten mehr vom Spiel und haben verdient gewonnen.“ Das deckt sich mit der Tabelle nach Runde 26: Vöcklabruck schließt mit 30 Punkten auf Rang neun ab, während Thalheim mit 22 Zählern auf Platz 13 liegt.
Nach dem gelungenen Abschluss blickt Kenjar bereits voraus: „Jetzt ist Sommerpause. Wir müssen Kräfte sammeln, schauen uns am Transfermarkt um, wollen aber die Mannschaft weitgehend beisammenhalten.“ Der Plan für die neue Saison ist klar formuliert: „Wir wollen uns nach vorne orientieren und so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“ Ein Lob hatte der Trainer auch für den Unparteiischen parat: „Der Schiedsrichter war ganz okay. Zwei Minuten vor Schluss hat er bei einer Szene Gelb gezeigt, das war richtig – auch mit Blick auf Thalheims Relegationsspiele.“ Insgesamt sah Kenjar eine geschlossene Teamleistung, getragen von Laufbereitschaft und gutem Zusammenspiel: „Chancen erarbeitet, viel vom Spiel gehabt – das passt. Der Sieg ist verdient.“