Spielberichte

Lange in Unterzahl: TSV Frankenburg nimmt den Punkt mit

TSV Frankenburg
SPG Windischgarsten/Spital

In der Bezirksliga Süd hat sich der TSV Baugruppe Schmid Frankenburg am zweiten Spieltag von der SPG Windischgarsten/Spital mit 0:0 getrennt. Entscheidend war aus Sicht von Sebastian Burgstaller die lange Unterzahl der Hausherren, die dem Spiel eine klare Richtung gab. Weil der Aufsteiger nach der gelb-roten Karte über weite Strecken nur noch verteidigen musste, fühlte sich das Remis am Ende dennoch wie ein brauchbarer Punkt an.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Bis zur Karte war die Partie offen

Frankenburgs sportlicher Leiter sah zunächst ein Spiel, in dem beide Mannschaften ordentlich in die Partie fanden. "In den ersten Minuten war das Spiel sehr ausgeglichen, mit Offensivaktionen auf beiden Seiten", sagte Burgstaller. Auch bei den Möglichkeiten habe es auf beiden Seiten etwas gegeben, darunter laut Burgstaller eine sehr gute Chance der Gäste, aber auch eine aussichtsreiche Situation für die Heimelf. Ab etwa der 20. Minute kam Frankenburg dann besser hinein und hatte mehr vom Spiel. Dazu kam ein Treffer der Gastgeber, der allerdings wegen Abseits nicht zählte. Bis dahin hatte die Partie für Burgstaller noch alle Richtungen offen, ehe sich das Bild durch die Hinausstellung vor der Pause entscheidend veränderte. Mit dem 0:0 ging es schließlich auch in die Halbzeit.

Defensiv gefordert, nach vorne kaum mehr Entlastung

Den Knackpunkt des Nachmittags machte Burgstaller sehr klar an einer Szene fest. "Die entscheidende Szene war die gelb-rote Karte um die 35. Minute", sagte er. Danach sei es gegen einen gut organisierten Gegner naturgemäß schwierig geworden, selbst noch zu Chancen zu kommen. Frankenburg war in der Folge vor allem mit Verteidigen beschäftigt. "Wir waren in der zweiten Halbzeit eher defensiv aktiv und hatten mehr mit der Abwehr zu tun", so Burgstaller. Gerade deshalb bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft hinten heraus positiv. Die Gastgeber ließen nach seiner Einschätzung trotz der langen Unterzahl keine wirklich großen, zwingenden Möglichkeiten zu. "Ganz zwingende Torchancen konnten wir vereiteln", meinte Burgstaller, der deshalb von einer "defensiv sehr guten Leistung" sprach. Nach vorne fehlte Frankenburg dagegen der Raum und auch die Präsenz. "Offensiv sind wir nicht mehr wirklich in Erscheinung getreten", brachte er es auf den Punkt.

Warum das 0:0 für Sportchef Burgstaller in Ordnung geht

Dass am Ende kein Sieger feststand, war für Burgstaller daher gut erklärbar. "Aus meiner Sicht geht das Unentschieden in Ordnung, weil wir defensiv eine gute Leistung geboten haben und auch nicht die großen zwingenden Chancen der Gäste zugelassen haben", sagte er. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er das Spiel ohne die lange Unterzahl anders erwartet hätte. "Wenn wir 90 Minuten elf gegen elf gespielt hätten, wäre das Spiel anders ausgegangen", sagte der Funktionär. Den Gegner erlebte er offensiv als variantenreich und defensiv als sehr kompakt, dazu habe die SPG Windischgarsten/Spital vor allem über den linken Flügel immer wieder gute Szenen gehabt. Weil aber auch bei den Gästen die ganz großen Möglichkeiten fehlten, blieb es beim torlosen Remis. Mit der Leistung des Schiedsrichterteams war Burgstaller ausdrücklich einverstanden: "Da gibt es nichts zu kritisieren." Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht, denn der Blick geht schon weiter. "Am Freitag ist das nächste Spiel und da versuchen wir wieder anzuschreiben", sagte Burgstaller.