Spielberichte

„Nach der Pause war für mich klar, dass nichts mehr passiert“ – SV Hohenzell fährt souveränen 3:0-Heimsieg ein

SV Hohenzell
Allhaming/Weißkirchen 1b

In der Bezirksliga Süd hat der SV Bögl Hohenzell am Sonntagnachmittag die SPG Allhaming/Weißkirchen 1b mit 3:0 besiegt und sich den Lohn für einen über weite Strecken kontrollierten Auftritt geholt. Vor allem die Phase nach dem Seitenwechsel hob Co-Trainer Lukas Machtlinger hervor. „Die Mannschaft war fokussiert auf den Sieg“, sagte er, und genau dieser Eindruck zog sich durch den zweiten Durchgang.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Früher Pfostenschuss, dann das 1:0 zur rechten Zeit

Hohenzell war nach den Worten von Machtlinger sofort gut in der Partie. Schon in der Anfangsphase stand nach einem langen Ball von Elias Riegler auf Stefan Glechner ein Pfostenschuss zu Buche, damit war früh zu sehen, dass die Gastgeber nach vorne kommen wollten. Danach wurde die Partie allerdings zäher. Machtlinger beschrieb diese Phase als „ein bisschen ligatypisch, ein hin und her im Mittelfeld“, weil sich beide Mannschaften einige Ballverluste leisteten und längere Zeit nicht wirklich zwingend vor das Tor kamen. Umso wichtiger war aus Sicht der Hausherren das 1:0 in der 38. Minute. Nach einem Fehler in der Gästeabwehr setzte Elias Riegler nach und schloss souverän ab. Für Machtlinger war das ein Treffer „zum günstigen Zeitpunkt“, weil Hohenzell mit der Führung in die Pause ging und kurz vor dem Seitenwechsel sogar noch die Möglichkeit auf das 2:0 hatte.

Nach der Pause ließ Hohenzell keine Zweifel aufkommen

Den entscheidenden Unterschied sah Machtlinger aber vor allem im Auftritt seiner Mannschaft nach dem Wiederanpfiff. „Wie die Mannschaft aus der Kabine herausgekommen ist, das war für mich der ausschlaggebende Punkt, dass nichts mehr passiert ist“, sagte der Co-Trainer. Hohenzell trat konstant auf, blieb am Drücker und drängte sofort auf den zweiten Treffer. Nach seiner Einschätzung war das Team nun klar dominant und diktierte das Spiel. In der 58. Minute fiel dann das 2:0, als Johannes Murauer eine Ecke von Elias Riegler verwertete. Die Gastgeber blieben weiter das aktivere Team und legten in der 75. Minute nach. Hannes Pramendorfer brachte den Ball von der linken Seite in den Rückraum, Simon Ness platzierte den Abschluss zum 3:0 ins lange Eck. Auch danach war Hohenzell noch nicht fertig und kam zu weiteren Möglichkeiten, mit denen das Ergebnis sogar noch höher hätte ausfallen können.

Kompakt gegen den Ball, variabel nach vorne

Im Zentrum der Hohenzeller Analyse stand die eigene mannschaftliche Geschlossenheit. Machtlinger gefiel, dass sein Team wieder viele Chancen kreierte und diesmal deutlich mehr daraus machte als noch zuletzt. „Wir haben viele Chancen kreiert und diesmal auch genutzt“, lautete seine Einschätzung, auch wenn er gleich dazusagte, dass in der Chancenauswertung „trotzdem noch ein bisschen Arbeit“ steckt. Entscheidend war für ihn, dass jeder defensiv seine Aufgaben erfüllte und Hohenzell nach vorne nicht nur auf eine Variante angewiesen war. „Ein Schlüssel war sicher die kompakte Mannschaftsleistung“, sagte er. Dazu kam, dass die Gastgeber in ihrem Offensivspiel unterschiedliche Lösungen fanden und dadurch schwer auszurechnen waren. Genau diese Mischung aus Konsequenz gegen den Ball und Zug zum Tor machte den Auftritt für ihn so rund und sorgte dafür, dass der Sieg über weite Strecken sehr kontrolliert wirkte.

Faire Partie und ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt

Den Gästen sprach Machtlinger die Qualität dabei keineswegs ab. Er sah bei der SPG eine verjüngte Mannschaft, die noch immer einige Schlüsselspieler in ihren Reihen hat und immer wieder versuchte, über Konter Nadelstiche zu setzen. „Sie haben schon probiert, ihre Nadelstiche zu setzen“, sagte er, zugleich betonte er aber auch, dass der SV Hohenzell diese Situationen „grundsätzlich souverän wegverteidigt“ habe. Deshalb blieb die Partie aus seiner Sicht bis auf wenige Diskussionen eine faire Angelegenheit. Insgesamt zeigte sich Machtlinger mit der Leistung von Schiedsrichter Prosl zufrieden, auch wenn man über die Gelb-Rote Karte für Kallinger kurz vor Spielende diskutieren kann. Unterm Strich stand für die Hohenzeller ein klares 3:0, bei dem die Gastgeber laut ihrem Co-Trainer „viel gefährlichere Chancen“ hatten und als Mannschaft geschlossen auftraten. Mitnehmen kann der SV aus diesem Nachmittag also einiges, auch weil Machtlinger trotz des klaren Heimsieges bewusst bodenständig blieb: „Da gibt es noch Schrauben, an denen wir drehen können.“ Genau das macht diesen Sieg für die nächsten Aufgaben umso wertvoller.

Bezirksliga Süd: Hohenzell : Allh./Weißk. 1b - 3:0 (1:0)

  • 75
    Simon Ness 3:0
  • 58
    Johannes Murauer 2:0
  • 38
    Elias Riegler 1:0