In der Bezirksliga Süd hat die Union ETM Eberstalzell am Freitagabend gegen den TSV Baugruppe Schmid Frankenburg einen frühen Rückstand in einen 6:1-Kantersieg verwandelt. Sportchef Thomas Pölz sprach nach dem dritten Erfolg im dritten Spiel von einem zunächst unerwarteten Gegentor, danach aber von einer Partie, in der seine Mannschaft immer aktiver wurde und den Aufsteiger letztendlich „beinahe überlaufen“ habe.

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Aus Sicht von Pölz begann die Partie genau so, wie man es sich als Heimteam wünscht. „Wir sind eigentlich gut in die Partie gestartet und haben gleich zwei Großchancen gehabt. Daraus hätten wir das 1:0 machen müssen“, sagte er nach dem Spiel. Statt der frühen Führung setzte es aber in der 7. Minute den Rückschlag, als Balázs Szemere zum 0:1 für Frankenburg traf. Gerade deshalb sprach Pölz von einem unerwarteten Gegentor, weil seine Mannschaft von Beginn an gut im Spiel gewesen sei. Einen echten Knackpunkt wollte er darin aber nicht sehen. „Wir haben uns vom Gegentor nicht verunsichern lassen, sind völlig cool geblieben und haben unseren Matchplan einfach konsequent durchgezogen.“, meinte der sportliche Leiter. Genau so stellte sich der weitere Verlauf auch dar: Fabian Breitwimmer gelang in der 14. Minute das 1:1, und nur zwei Minuten später drehte Patrick Michetschläger die Partie mit dem 2:1. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.
Die knappe Führung zur Halbzeit war für Eberstalzell nur die Grundlage für eine zweite Hälfte, in der die Gastgeber das Spiel dann endgültig auf ihre Seite zogen. Michetschläger legte in der 49. Minute das 3:1 nach und erhöhte nur vier Minuten später auch noch auf 4:1. Damit war nicht nur der Vorsprung deutlich, sondern auch sein Dreierpack perfekt. Frankenburg kam in dieser Phase kaum mehr dazu, die Partie noch einmal offen zu gestalten, weil Eberstalzell am Drücker blieb und weiter nach vorne spielte. Manuel Karlsberger stellte in der 56. Minute auf 5:1, Florian Herndler setzte in der 69. Minute mit dem 6:1 den Schlusspunkt. Pölz wollte nach dem Spiel kein einzelnes Tor besonders herausheben, obwohl die Treffer in kurzer Abfolge natürlich den Unterschied ausmachten. „Unsere Tore sind zum Teil durch starke Kombinationen entstanden. Es gibt kein Tor, das ich besonders herausheben würde. Das war insgesamt eine mannschaftlich geschlossene Leistung“, sagte er. Genau dieses Gesamtbild war für ihn entscheidend, nicht ein einzelner Moment.
Dass Eberstalzell die Partie nach dem Rückstand so deutlich drehte, führte Pölz vor allem auf die Arbeitsweise seiner Mannschaft zurück. „Wir haben gearbeitet und sind gelaufen wie die Tiere. Es hört sich vielleicht komisch an, aber wir hätten sicher noch zwei, drei Tore mehr machen können“, sagte er. Die Aussage passt zu einer Mannschaft, die derzeit mit viel Selbstvertrauen auftritt, sich aber ihren Lauf nach Einschätzung des sportlichen Leiters hart erarbeitet hat. Pölz verwies auf eine intensive Vorbereitung und darauf, dass sich die Arbeit nun bezahlt mache. Auch die Leistung des Gegners ordnete er ohne große Nebengeräusche ein. Frankenburg sei sicher motiviert gewesen und habe sich einiges vorgenommen, sei aber mit der aktiven Spielweise der Gastgeber nicht gut zurechtgekommen. „Ich glaube, dass wir aktuell nicht leicht zu bespielen sind. Wir haben Frankenburg relativ früh unseren Stempel aufgedrückt und sie nicht ins Spiel kommen lassen“, sagte Pölz. Diskussionen abseits des Ergebnisses gab es für ihn keine. Er sprach von einem fair geführten Spiel und lobte auch den Schiedsrichter: „Die Entscheidungen waren in Ordnung. So wünscht man es sich.“
Mit neun Punkten aus drei Spielen steht die Union Eberstalzell nach Runde drei an der Spitze der Tabelle, und genau diese Serie ist auch im Umfeld des Vereins natürlich ein Thema. Pölz gab offen zu, dass man mit drei Siegen aus drei Spielen in dieser Form nicht unbedingt gerechnet habe. Gleichzeitig klang bei ihm auch an, dass sich die Ausgangslage nun verändern könnte. „Die Zeiten, dass uns Gegner nach drei Siegen aus drei Spielen unterschätzen, sind womöglich vorbei“, sagte er. Trotzdem wollte er den Lauf nicht größer machen, als er aktuell ist. Der sportliche Leiter betonte, dass man von Spiel zu Spiel schauen wolle. Stolz ist er nicht nur auf die Kampfmannschaft, sondern auch auf die 1b, die ebenfalls mit zwei Siegen aus drei Spielen gut aus den Startlöchern gekommen ist. Für die erste Mannschaft wartet nun mit dem Auswärtsspiel gegen die Hertha Wels Juniors die nächste Aufgabe. Nach einem 6:1 wie gegen Frankenburg fährt die Union jedenfalls mit breiter Brust in die Messestadt, ohne den Boden unter den Füßen verlieren zu wollen.