In der Bezirksliga Süd hat die Union SRW Schlierbach am Samstagnachmittag bei der SPG Allhaming/Weißkirchen 1b einen 2:1-Sieg geholt. Ewald Hollinger sah eine "sehr gute Bezirksliga-Partie" mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten, in der seine Mannschaft vor der Pause den Ton angab und nach dem Seitenwechsel vor allem über Stabilität kam. Genau das war für den Sportlichen Leiter auch der Kern des Erfolgs: "Wir waren hinten stabil und vorne sehr effizient."

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Schlierbach legte die Basis für den Sieg in der ersten Hälfte. Hollinger stellte nach dem Spiel klar, wo er die Vorteile seiner Mannschaft gesehen hatte: "Die erste Halbzeit war ganz klar bei uns, in der zweiten Halbzeit waren die Allhaminger eine Spur besser." Schon in der 16. Minute brachte Simon Weiss die Gäste mit 1:0 in Front, in der 34. Minute legte David Winkler das 2:0 nach. Für Hollinger war dabei auch die Art der Treffer bezeichnend. "Wir sind mit der ersten Chance in Führung gegangen, haben dann das 2:0 nachgelegt", sagte er. Beide Tore liefen laut seiner Schilderung über die linke Seite des Schlierbacher Spiels. "Beide Tore sind über unsere linke Seite gefallen, beide nach Flanken. Einmal mit dem Fuß abgeschlossen, einmal mit dem Kopf." Damit hatte sich Schlierbach zur Pause eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet.
Mit dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel aber spürbar. Die Gastgeber kamen besser hinein, machten mehr Druck und zwangen Schlierbach zu deutlich mehr Defensivarbeit als noch vor der Pause. In der 60. Minute verkürzte Felix Hoflehner auf 1:2, und damit war die Partie wieder offen. Hollinger verschwieg diese Phase nicht, sondern ordnete sie sehr nüchtern ein: "In der zweiten Halbzeit waren Allhaming dann besser." Vor allem bei Standards wurde es für die Gäste heikel. "Es waren einige Eckbälle, die immer wieder von links und von rechts hereingeflogen sind", schilderte er. Gerade deshalb maß er der Arbeit gegen den Ball große Bedeutung bei. "Viele Standardsituationen für Allhaming haben wir bis auf eine sehr gut wegverteidigt." Dass es nach dem 2:0 noch einmal eng wurde, passte damit durchaus zu seiner Einschätzung dieses Spielabschnitts.
Am Ende blieb bei Hollinger vor allem hängen, dass Schlierbach aus vergleichsweise wenig sehr viel gemacht hat. Er sprach von einer "sehr ordentlichen Bezirksliga-Leistung" und kam in seiner Analyse mehrmals auf denselben Punkt zurück. "Hinten wenig zugelassen, vorne sehr effizient", fasste er zusammen, und genau das zog sich aus seiner Sicht durch den ganzen Abend. Auch die Chancenverwertung hob er noch einmal gesondert hervor: "Mit den wenigen Chancen, die wir gehabt haben, haben wir Tore gemacht und hinten sehr stabil gestanden." Gleichzeitig fand der Sportliche Leiter auch anerkennende Worte für den Gegner. Allhaming/Weißkirchen sei "auch eine ordentliche Bezirksligatruppe", sagte Hollinger, und in der Schlussphase hätten sich die Gastgeber "vielleicht sogar noch einen Punkt verdient gehabt". In der Nachspielzeit sah Dogukan Berberoglu noch die Rote Karte, am Sieger änderte das allerdings nichts mehr.
Für die Gäste zählt damit nicht nur der 2:1-Erfolg, sondern auch die Art, wie er zustande kam. Die Union Schlierbach nutzte seine starke erste Halbzeit, überstand die Druckphase nach der Pause und brachte den Vorsprung ins Ziel. Hollinger wollte die Erklärung dafür gar nicht kompliziert machen. "Das Ausschlaggebende war, dass wir hinten stabil und vorne sehr effizient waren. Darum haben wir auch gewonnen", sagte er. Dazu kam für ihn noch ein mentaler Aspekt, den er ebenfalls nicht unerwähnt ließ: "Wir wollten den Sieg vielleicht eine Spur mehr als der Gegner." Nach drei Runden steht Schlierbach damit bei sechs Punkten und nimmt aus diesem Auswärtsspiel vor allem eines mit: eine Partie, in der nicht alles leicht war, in der die eigenen Tore aber genau zur richtigen Zeit gefallen sind.