Spielberichte

„Zurück in der Spur“: Union Eberstalzells Plan geht bei 4:2-Erfolg auf

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Union Eberstalzell
Union Mondsee Juniors

In der Bezirksliga Süd setzte sich die Union ETM Eberstalzell am Freitagabend mit 4:2 gegen die Union Mondsee Juniors durch und hatte damit den nächsten starken Abend auf eigener Anlage. Sportchef Thomas Pölz sah ein „schnelles, intensives Spiel“ und machte vor allem jene Standardsituationen zum Thema, an denen in den letzten Wochen gearbeitet worden war. Genau daraus zog Eberstalzell diesmal viel Nutzen.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Frühe Führung, dann passende Antwort auf Mondsees Phase

Die Partie entwickelte sich laut Pölz von Beginn an mit viel Tempo und war für die Zuschauer „spannend zu verfolgen“. Dabei waren es zunächst die Gäste, die besser hineinfanden. „Mondsee ist grundsätzlich gut in das Spiel gestartet, technisch eine sehr gute Mannschaft“, sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Auch bei der Einordnung des Gegners blieb er bei dieser Linie und meinte, die Juniors seien „technisch gut“ und eine Mannschaft, „die versucht, spielerische Lösungen zu finden“. Die ersten zehn bis 15 Minuten gingen aus seiner Sicht bei den Spielanteilen eher an Mondsee, allerdings ohne richtig zwingend zu werden. Eberstalzell hielt mit seinem bekannten Stil dagegen und ging dann in der 12. Minute durch Simon Kiesenhofer mit 1:0 in Führung. Das 2:0 durch Maximilian Krumphuber nach 29 Minuten brachte die Gastgeber noch besser ins Spiel. Ganz sauber herunterspielen konnten die Gastgeber die erste Hälfte aber nicht, denn David Bogesic verkürzte für Mondsee in der 35. Minute auf 2:1. So blieb die Partie zur Pause offen, obwohl Eberstalzell davor schon vieles in die für sich richtige Richtung gelenkt hatte.


Standards als Schlüssel: „Umso erfreulicher, dass es jetzt funktioniert“

Dass Eberstalzell das Spiel am Ende trotzdem mit zwei Toren Vorsprung über die Linie brachte, führte Pölz vor allem auf einen Punkt zurück. „Wir haben über weite Strecken des Spiels die Intensität hochgehalten“, sagte er, und diesmal sei auch das aufgegangen, was man sich davor ganz bewusst vorgenommen habe. „Wir haben zwei Tore aus Standards erzielt. Das freut uns umso mehr, dass diese Sachen aufgehen, die man sich vornimmt.“ Pölz erklärte dazu, dass man in den vergangenen Wochen speziell an diesen Situationen gearbeitet habe. „Der Trainer hat auch gefordert, dass wir bei den Standards besser werden. Umso erfreulicher ist es, dass es jetzt funktioniert.“ Auf dem Feld zeigte sich das direkt nach Seitenwechsel. Patrick Michetschläger erhöhte in der 51. Minute auf 3:1, ehe Simon Kiesenhofer nur vier Minuten später mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 4:1 folgen ließ. Damit hatte sich Eberstalzell in jener Phase belohnt, in der die Gastgeber wieder mehr Zugriff bekamen und ihre Möglichkeiten konsequent nutzten. Gerade dieser Abschnitt nach der Pause war entscheidend, weil er aus einem knappen Zwischenstand wieder eine klare Führung machte.

Hohe Intensität als Stärke, Passivität als Thema

Pölz lobte an seiner Mannschaft vor allem, dass sie ihre Linie erneut über weite Strecken durchbringen konnte. „Positiv war, dass wir nach schwächeren Phasen immer wieder in die Spur zurückgefunden und unser gewohntes Spiel aufziehen konnten“, sagte er. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass es auch diesmal Phasen gab, die ihm weniger gefielen. „Leider hatten wir auch dieses Mal wieder Phasen, in denen wir zu passiv wurden. Das ist ein bekanntes Problem, an dem wir weiter arbeiten müssen.“ Genau darin sah er den Grund, warum die Gäste im Spiel blieben. Mondsee nutzte seine Momente, gab sich nie geschlagen und kam in der 69. Minute durch den zweiten Treffer von David Bogesic noch einmal auf 4:2 heran. Pölz hob auch das hervor: „Sie lassen sich nicht hängen. Sie geben nicht auf.“ Dass Eberstalzell trotz dieser Hänger immer wieder zurückkam, wertete er wiederum als große Stärke. „Wir sind nach einigen Hängern immer wieder zurückgekommen und konnten die Intensität so hochhalten. Das bereitet dann jedem Gegner in dieser Liga Schwierigkeiten.“ In diese Einschätzung passt auch seine Erklärung zum generellen Unterschied zwischen den Teams. „Wenn man auf einem positiven Weg ist, dann fällt natürlich alles etwas leichter. Gefühlt ist das bei uns gerade die Situation. Uns gehen viele Aktionen auf, wir erarbeiten uns diese aber auch.“

Faire Partie und im Sptzenfeld gefestigt

Unter dem Strich blieb für die Union Eberstalzell ein verdienter Heimsieg in einem Spiel, das zwar intensiv, laut Pölz aber jederzeit fair war. „Wie in jedem Spiel gibt es natürlich ein paar robustere Zweikämpfe, aber nichts, was irgendwie unfair gewesen wäre“, meinte er zur Gangart auf dem Platz. Auch die Leistung von Schiedsrichter Hofinger ordnete er nüchtern ein: „Im Grunde in Ordnung, vielleicht in manchen Aktionen etwas zu kleinlich.“ Die Rote Karte gegen Nino Bresnig in der 87. Minute änderte am Ergebnis nichts, rundete aber einen Abend ab, an dem bei den Gastgebern vor allem die Effizienz und die Standardstärke hängen blieben. Mit dem 4:2 baut Eberstalzell sein Punktekonto weiter aus und steht nach fünf Runden bei zwölf Zählern. Noch wichtiger als die nackten Zahlen dürfte für die Gastgeber sein, dass sich genau jene Dinge ausgezahlt haben, an denen zuletzt gearbeitet wurde. Das war auch die Kernaussage von Thomas Pölz nach einem Spiel, in dem seine Mannschaft nicht alles perfekt machte, am Ende aber wieder genug Druck, Tempo und Zielstrebigkeit auf den Platz brachte.

Bezirksliga Süd: Eberstalzell : Mondsee Juniors - 4:2 (2:1)

  • 69
    David Bogesic 4:2
  • 55
    Simon Kiesenhofer 4:1
  • 51
    Patrick Michetschläger 3:1
  • 35
    David Bogesic 2:1
  • 29
    Maximilian Krumphuber 2:0
  • 12
    Simon Kiesenhofer 1:0