In der Bezirksliga Süd hat sich SPG Allhaming/Weißkirchen 1b im Heimspiel gegen FC Hertha Wels Juniors noch ein 1:1 geholt. Nach dem 0:1 zur Pause gegen den spielstarken Favoriten blieb die Elf von Trainer Andreas Pröller bei ihrem Plan, verteidigte kompakt und belohnte sich in der Nachspielzeit. Genau dieses Dranbleiben war für den Coach der Kern eines Punktgewinns, der sich für ihn insgesamt gerecht anfühlte.

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Der Spielverlauf passte genau zu dem Bild, das Andreas Pröller nach dem Abpfiff schilderte. Wels hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz und wollte die Partie kontrollieren, die Gastgeber stellten dem eine enge und fleißige Defensivarbeit entgegen. „Wels hatte sehr viel Ballbesitz. Wir haben sehr gut defensiv verteidigt, sind kompakt gestanden und haben auf unsere Konterchancen gelauert“, sagte der Trainer. Trotzdem geriet seine Mannschaft in der 25. Minute in Rückstand, als Mustafa Arsalah das 0:1 erzielte. Zur Pause lag die SPG damit 0:1 hinten, blieb aber im Spiel und hielt an ihrer Linie fest. Pröller hob genau diese Reaktion hervor: „Wir sind natürlich in Rückstand gegangen. Nichtsdestotrotz haben wir da nicht aufgegeben, sind drauf geblieben und haben uns so mehr oder weniger den Ausgleich erarbeitet.“ Der Lohn kam erst ganz spät, als Matteo Christiano Pröller in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zum 1:1 traf.
Dabei hätte das Spiel laut Pröller gerade in der Anfangsphase auch eine andere Richtung nehmen können. Allhaming/Weißkirchen kam zu zwei guten Umschaltmomenten, die aus Sicht des Trainers mehr hätten bringen können. „Speziell am Anfang hatten wir zwei gute Umschaltmomente. Die hätten wir nutzen können und eventuell in Führung gehen können. Dann schaut ein Spiel immer ganz anders aus, wenn man mit 1:0 in Führung geht“, sagte er. Genau dort lag für ihn auch jener Bereich, in dem seine Mannschaft noch zulegen muss. Nach dem Ballgewinn war die Ausgangslage immer wieder ordentlich, im letzten Drittel fehlte aber noch die letzte Konsequenz. Pröller sprach von mehr Entschlossenheit und auch von Erfahrung, die seiner Mannschaft in solchen Situationen noch helfen würde. Sein Eindruck war klar: Nach vorne war mehr möglich, wenn die letzten Aktionen sauberer und mutiger ausgespielt werden.
Dass es am Ende trotzdem zu einem Zähler reichte, führte der Trainer vor allem auf die Ordnung seiner Mannschaft zurück. „Besonders gut funktioniert haben die Abstände zwischen Mittelfeld, Abwehr und Sturm, die kompakte Einheit, die Kampfbereitschaft und die Laufbereitschaft“, erklärte Pröller. Gerade gegen einen Gegner wie Wels war das für ihn die Basis. Über die Welser sagte er: „Das ist eine technisch hervorragende, läuferisch starke, junge Truppe, natürlich ein Titelfavorit in dieser Liga.“ Dazu kamen noch zwei Elfmetersituationen, die aus seiner Sicht zumindest Gesprächsstoff boten. „Den ersten kann man vielleicht diskutieren. Der zweite war ganz klar ein Elfmeter, den unser Tormann dann souverän gehalten hat“, so Pröller, der auch mit der Spielleitung zufrieden war und von einer „unauffälligen, guten Partie“ des Schiedsrichters sprach.
Unter dem Strich blieb beim Coach deshalb ein insgesamt stimmiges Bild zurück. „Grundsätzlich war ich sehr zufrieden mit dem Spiel“, sagte Pröller nach dem Abpfiff. Die Gastgeber nahmen gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe einen Punkt mit und bestätigten dabei den eigenen Plan über weite Strecken. Für Allhaming/Weißkirchen, das nach fünf Runden nun bei zwei Punkten hält, kann dieses späte 1:1 vor allem wegen der Art und Weise Gewicht bekommen. Die Mannschaft ließ sich vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, blieb kompakt und kam noch zurück. Deshalb fiel auch Pröllers Schlussurteil entsprechend nüchtern, aber passend aus: „Am Ende des Tages war der Punkt für beide gerecht.“