In der Bezirksliga Süd nahm der SV Eberschwang beim TSV Baugruppe Schmid Frankenburg ein 1:1-Unentschieden mit, wirklich zufrieden war man damit nach dem Schlusspfiff aber nicht. Die Gäste lagen nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte durch ein Eigentor zurück, kamen nach der Pause stark zurück und glichen durch Moritz Bleckenwegner aus. Weil Eberschwang danach die aktivere Mannschaft war, sprach Sportchef Roland Brandstätter eher von zwei verlorenen Punkten als von einem gewonnenen.
Brandstätter sah zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. „Grundsätzlich war die erste Halbzeit eher ausgeglichen“, sagte der Sportliche Leiter. Auf dem großen Platz hatte er den Aufsteiger genauso erwartet, mit viel Spiel über die Seiten, und lange hielt Eberschwang dagegen. Trotzdem gerieten die Gäste in Rückstand. Aus Eberschwanger Sicht war das Gegentor in der 30. Minute vermeidbar, weil man die Situation davor nicht sauber genug klärte. So stand am Ende ein Eigentor von Roland Moser zum 1:0 für Frankenburg. Noch bitterer wurde es kurz vor der Pause, als Eberschwang laut Brandstätter den vermeintlichen Ausgleich erzielte, der Treffer aber wegen Abseits nicht zählte. „Das war sehr knapp“, sagte er über diese Szene, mit der es statt 1:1 mit einem 0:1 in die Kabinen ging.
Was dann folgte, gefiel den Gästen deutlich besser. Eberschwang kam, wie Brandstätter es formulierte, „super aus der Halbzeit raus“ und stellte schon in der 52. Minute auf 1:1. Moritz Bleckenwegner traf zum Ausgleich, und für den Sportlichen Leiter war es „ein Traumtor“. Vor allem aber veränderte sich das Spiel danach klar in Richtung der Gäste. „Dann haben eigentlich wir die zweite Halbzeit dominiert“, sagte Brandstätter. Er sprach von einer klaren Feldüberlegenheit und davon, dass seine Mannschaft gegen Ende Chancen im Minutentakt hatte. Gleichzeitig hatte er den Eindruck, dass Frankenburg in dieser Phase etwas die Kraft ausging. Der Siegtreffer fiel aber nicht mehr, weil Eberschwang vor dem Tor zu wenig Konsequenz zeigte und Frankenburgs Tormann nach Brandstätters Einschätzung ebenfalls einen guten Tag erwischte.
Gerade deshalb blieb nach dem Schlusspfiff ein doppeltes Gefühl zurück. Einerseits kann Eberschwang mit dem Auswärtspunkt leben. Andererseits war für Brandstätter klar zu hören, dass ihm dieses 1:1 zu wenig war. „Da müssen wir uns mehr belohnen für den Aufwand, den wir betreiben. Das ist momentan unser Manko“, sagte er. Er lobte zwar den Willen, nach vorne Fußball zu spielen und spielerische Lösungen zu suchen, machte aber auch deutlich, wo seine Mannschaft ansetzen muss. Vorne dürfe man die Angriffe nicht zu schön fertigspielen, hinten müsse man manche Bälle „einfach mal dreckiger wegverteidigen“. So überwog trotz des Unentschiedens der Eindruck, dass mehr drin gewesen wäre. Der Fokus geht bei den Eberschwangern nun schon auf das nächste Heimspiel. Brandstätter erinnerte daran, dass in dieser Liga „jeder jeden schlagen kann“ und der Spielverlauf oft den Unterschied macht.