In der Bezirksliga Süd hat ASKÖ Vorchdorf gegen SPG Allhaming/Weißkirchen 1b mit 2:5 verloren. Ausschlaggebend war aus Sicht von Co-Trainer Wolfgang Wagner vor allem die Anfangsphase. „Wir haben die erste Halbzeit richtig verschlafen“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Nach einem 0:3-Rückstand kämpfte sich Vorchdorf zwar noch auf 2:3 heran, ließ die Wende aber liegen und wurde in der Schlussphase endgültig bestraft.

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Schon der Verlauf bis zur Halbzeit machte deutlich, warum Wagner nach dem Spiel so klar wurde. Vorchdorf fand von Beginn an kaum hinein und lag nach 23 Minuten zurück, als Isaak Ortner das 0:1 für die Gäste erzielte. Kurz vor dem Seitenwechsel folgte dann der nächste Nackenschlag, Hristo Krachanov stellte in der 45. Minute auf 0:2. Gerade dieses zweite Gegentor wog aus Sicht des Co-Trainers besonders schwer. „Wir sind nicht an die Leistungen herangekommen, die wir gegen Eberstalzell gezeigt haben. Wir haben die erste Halbzeit richtig verschlafen und da unnötige Tore bekommen“, sagte Wagner. Dass seine Mannschaft mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine ging, passte für ihn ins Bild einer ersten Hälfte, in der Vorchdorf nie wirklich den eigenen Rhythmus fand.
Der Co-Trainer machte die Niederlage nicht an einer einzigen Szene fest, sondern an mehreren Dingen, die zusammenkamen. „Der entscheidende Moment war, dass wir diese Griffigkeit vom Gegner nicht angenommen haben“, erklärte Wagner. Dazu seien Fehler im Spielaufbau gekommen, dazu ungenaue Zuspiele und insgesamt zu wenig Zugriff gegen einen Gegner, der aus seiner Sicht von Anfang an wacher wirkte. „Das gute Passspiel, das wir normal spielen können, hat nicht funktioniert. Die Selbstverständlichkeit war nicht da“, sagte er. Für Wagner war damit auch der Unterschied zwischen den beiden Teams erklärt. Allhaming/Weißkirchen sei griffiger und bissiger gewesen, außerdem habe man vom Anpfiff weg gesehen, „dass sie gegen uns bestehen wollen“. Genau diese Punkte ließen Vorchdorf in der ersten Hälfte nicht ins Spiel kommen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Partie dann zumindest vorübergehend. Wagner berichtete, dass seine Mannschaft taktisch umgestellt habe und damit besser in die Begegnung kam. Zunächst erhöhte aber Victor Dzhevov in der 51. Minute auf 0:3, womit die Ausgangslage noch schwieriger wurde. Vorchdorf gab sich trotzdem nicht auf. Gregor Steiner verkürzte in der 54. Minute auf 1:3 und sorgte mit seinem zweiten Treffer in der 67. Minute sogar für das 2:3. „Dann wurden wir besser, haben besser gespielt und mit guten Aktionen zwei Treffer erzielt“, fasste Wagner diese Phase zusammen. In dieser Aufholjagd lag laut dem Co-Trainer auch die große Möglichkeit auf den Ausgleich. „Wir hätten das 3:3 machen können, aber leider ist der Ball nur an die Stange gegangen“, sagte er. Weil Vorchdorf danach sehr offensiv blieb, nutzten die Gäste die Räume konsequent. Dzhevov traf in der 83. und 86. Minute noch zwei weitere Male und machte seinen Dreierpack perfekt.
Bei aller Enttäuschung wollte Wagner die Niederlage sachlich einordnen. Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn keine. „Die Schiedsrichterleistung war top, sehr gut gepfiffen“, sagte der Vorchdorfer Co-Trainer ausdrücklich. Wichtiger sei nun, die richtigen Schlüsse aus dem Spiel zu ziehen und rasch wieder zur eigenen Linie zurückzufinden. „Wir werden unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen“, kündigte Wagner an. Die Niederlage komme für ihn vielleicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weil in den nächsten drei Runden starke Gegner warten. In der Tabelle bleibt Vorchdorf nach acht Spielen zwar mit 13 Punkten im Spitzenfeld, doch das 2:5 war ein deutlicher Hinweis darauf, wie schwer es in dieser Liga wird, wenn man sich eine verschlafene erste Halbzeit erlaubt.