Spielberichte

Ein Konter bringt die Wende: „Der Wille für die drei Punkte war in Schlierbach größer“

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Union Schlierbach
UFC PTA

In der Bezirksliga Süd hat sich die Union SRW Schlierbach am Sonntagnachmittag in einer engen Partie mit 2:1 gegen den UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt durchgesetzt. Nach dem 0:1-Rückstand drehte Schlierbach die Partie, weil die Gastgeber laut Obmann-Stellvertreter Helmut Kaiser bis zum Schluss dranblieben. „Der Wille für die drei Punkte war in Schlierbach größer“, brachte er den Nachmittag nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Felbermair sorgt noch vor der Pause für den Ausgleich

Viel trennte die beiden Mannschaften an diesem Nachmittag nicht. Kaiser sprach rückblickend von einem „ausgeglichenen Spiel“, und genau so entwickelte sich die Begegnung auch über weite Strecken. Der Aufsteiger ging in der 17. Minute durch Christoph Geisböck in Führung, nachdem der UFC laut Kaiser vor allem in der Anfangsphase einen guten Eindruck hinterließ. „Es ist eine gute Mannschaft, vor allem in den ersten zwanzig Minuten“, sagte er. Schlierbach ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, blieb in der Partie und arbeitete sich wieder heran. Kurz vor dem Seitenwechsel fiel dann auch der verdiente Lohn: Julian Felbermair traf in der 43. Minute zum 1:1, womit die Partie zur Pause wieder völlig offen war.


In der 72. Minute kippt Spiel auf Seite der Gastgeber

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eng, doch Schlierbach hielt das Spiel offen und wartete auf seine Gelegenheit. Für Kaiser lag der entscheidende Moment in einer Szene, die seine Mannschaft sofort zu nutzen wusste. „Die gegnerische Mannschaft hat einen Elfmeter gefordert, und beim Gegenzug ist das 2:1 passiert“, schilderte er die Schlüsselszene aus seiner Sicht. Dass die Gäste in dieser Phase noch mit der vorangegangenen Aktion beschäftigt waren, spielte den Hausherren in die Karten. In der 72. Minute kamen dann gleich zwei spielentscheidende Einträge zusammen: Für die Gäste war nach der Roten Karte gegen Patrick Petershofer plötzlich Unterzahl angesagt, und fast gleichzeitig stellte Andreas Tiefenthaler auf 2:1 für Schlierbach. Genau in dieser hektischen Phase holten sich die Gastgeber den entscheidenden Vorteil.

Einstellung stimmt, personell wird es langsam wieder breiter

Gerade weil das Spiel lange auf Messers Schneide stand, maß Kaiser der Haltung seiner Mannschaft große Bedeutung bei. „Die Einstellung war super“, sagte der Schlierbacher Funktionär, der darin einen wesentlichen Grund sah, warum seine Elf nach dem Rückstand nicht den Faden verlor. Dazu kam aus seiner Sicht, dass sich auch die personelle Lage langsam entspannt. „Schön langsam kommen die Verletzten wieder zurück“, erklärte er. Das passt zu einem Nachmittag, an dem Schlierbach nicht durch einen klaren Klassenunterschied gewann, sondern durch Beharrlichkeit und die Bereitschaft, in einem engen Spiel bis zum Ende dranzubleiben. Den Gegner ordnete Kaiser dabei fair ein. Er sei „eine gute Mannschaft“, habe aber „in der zweiten Halbzeit nachgelassen“, wie er meinte.

Funktionär Kaiser rückt Willen in den Mittelpunkt

Unter dem Strich blieb bei Kaiser vor allem ein Eindruck hängen, der für ihn das Ergebnis erklärt. „Der Wille für die drei Punkte war in Schlierbach größer“, sagte er, und damit fasste er den Unterschied in einem Spiel zusammen, das über weite Strecken auf Augenhöhe verlief. Diskussionen um einzelne Entscheidungen wollte er dabei gar nicht unnötig aufblasen. „Der Schiedsrichter wird zu viel kritisiert. Es ist eine Tatsachenentscheidung. Natürlich hat jeder seine Vereinsbrille auf. Die Leistung vom jungen Referee Zahirovic war in Ordnung“, stellte Kaiser klar. Für die Union Schlierbach steht damit ein 2:1-Heimsieg zu Buche, nach acht Runden hält die Mannschaft bei zehn Punkten. Dazu kommt aus Sicht des Vereins, dass wieder mehr Spieler zurückkehren und die Möglichkeiten damit langsam größer werden.

Bezirksliga Süd: Schlierbach : UFC PTA - 2:1 (1:1)

  • 72
    Andreas Tiefenthaler 2:1
  • 43
    Julian Felbermair 1:1
  • 17
    Christoph Geisböck 0:1