In der Bezirksliga Süd hat der Vöcklabrucker Sportclub die Union Mondsee Juniors mit 6:0 besiegt und nach einer offenen Anfangsphase einen klaren Heimsieg herausgespielt. Trainer Edis Kenjar machte nach dem Schlusspfiff vor allem zwei Szenen als Schlüssel aus: das 1:0 und das frühe 3:0 nach der Pause. Danach, so seine Einschätzung, kam Vöcklabruck richtig ins Rollen und spielte die Partie sauber zu Ende.

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Kenjar beschrieb den Beginn als durchaus offen. „Die ersten 15, 20 Minuten war die Partie ausgeglichen. Der Gegner hat mitgespielt und auch probiert, nach vorne zu spielen“, sagte der Trainer. Genau in dieser Phase war für ihn noch zu sehen, dass Mondsee Juniors im Spiel war und den Gastgebern nichts schenken wollte. Mit dem 1:0 in der 19. Minute änderte sich das Bild dann aber aus Sicht der Hausherren deutlich. Artan Gani brachte Vöcklabruck in Führung, und Kenjar sagte dazu klar: „Mit dem ersten Treffer ist es für den Gegner immer schwieriger geworden.“ Bis zur Pause legten die Gastgeber nach. Abid Mujagic erhöhte in der 37. Minute auf 2:0, und Kenjar betonte, dass sogar noch Raum für mehr gewesen wäre: „Wir haben dann das zweite nachgelegt und auch noch Chancen auf das dritte in der ersten Halbzeit gehabt.“ Damit war schon vor dem Seitenwechsel zu spüren, in welche Richtung die Partie ging.
Den entscheidenden Moment sah Kenjar dann kurz nach Wiederbeginn. Nedin Music traf in der 52. Minute zum 3:0, und genau dieses Tor hob der Co-Trainer besonders hervor. „Der wichtigste Moment im Spiel war das 1:0 und der zweite Moment war dann das 3:0, wo der Gegner endgültig realisiert hat: Heute können wir nichts mehr holen“, sagte er. Auch die Entstehung dieses Treffers blieb ihm in Erinnerung. „Das war eine super Pressingaktion. Wir haben den Ball stark erobert, dann durchgesteckt und souverän abgeschlossen“, fasste Kenjar die Szene zusammen. Danach wurde aus einer klaren Führung schnell ein sehr deutliches Ergebnis. Mirza Bosnjakovic stellte in der 59. Minute auf 4:0, ehe Mujagic mit Treffern in der 65. und 69. Minute seinen Dreierpack perfekt machte. Aus einem kontrollierten Vorsprung wurde so binnen kurzer Zeit ein Kantersieg.
Entsprechend zufrieden fiel das Fazit des Trainers aus. „Dann haben wir wirklich schönen Fußball gezeigt, die Tore schön rausgespielt und auch verdient in der Höhe von 6:0 gewonnen“, sagte Kenjar. Vor allem die Art und Weise gefiel ihm. „Es war wirklich eine super Leistung von der Mannschaft, spielerisch, kämpferisch und läuferisch. Da hat alles gepasst.“ Als Grund nannte er vor allem das Zusammenspiel und die Bereitschaft, über die gesamten 90 Minuten füreinander zu arbeiten. „Das Zusammenspiel und die Laufbereitschaft haben richtig gut funktioniert. Wir haben wirklich einen schönen Fußball gespielt über 90 Minuten, und das ist eigentlich unsere Stärke“, erklärte Kenjar. Dazu kam, dass Vöcklabruck laut seinem Trainer genau die Partie bekam, die der Mannschaft liegt. „Wenn wir das umsetzen, dann ist es schwer, gegen uns zu spielen. Mannschaften, die Fußball spielen wollen, liegen uns. Da können wir dann auch mithalten, weil wir technisch sehr guten Fußball spielen und das Spiel dann durch individuelle Klasse für uns entscheiden können.“
Auch den Gegner ordnete Kenjar sachlich ein. Er sprach den Union Mondsee Juniors nicht ab, dass die Gäste über weite Strecken versucht hätten, selbst Fußball zu spielen. „Der Gegner war bis zum 1:0 gut im Spiel und hat über 90 Minuten probiert, Fußball zu spielen“, sagte er. Gerade das habe dem Vöcklabrucker SC aber immer mehr Räume gegeben, je länger die Partie dauerte. „Wenn wir den Ballbesitz gehabt haben, sind wir immer wieder nach vorne gekommen, weil wir die Spieler haben, die den Ball nicht so leicht verlieren und sehr gut kombinieren können.“ Nach dem 3:0 sei es für Mondsee laut Kenjar dann „extrem schwierig“ geworden. Trotzdem stellte er fest, dass die Gäste nicht einfach aufgehört hätten. „Sie haben nicht aufgegeben, aber sie haben realisiert, dass sie nichts mehr holen können.“ Für Vöcklabruck bleibt damit ein sehr runder Samstagnachmittag, an dem das Ergebnis und die Aussagen des Trainers gut zusammenpassen: erst Geduld, dann Kontrolle, am Ende ein auch in der Höhe verdienter Sieg, mit dem die Mannschaft in der Spitzengruppe der Liga bleibt.