Spielberichte

„Wenn du die Tore nicht machst, kannst du kein Spiel gewinnen“ – FC Attnang bleibt in Eberschwang ohne Ertrag

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SV Eberschwang
FC Attnang

In der Bezirksliga Süd setzte sich der SV Eberschwang am Samstagnachmittag mit 2:0 gegen den FC Spitz Attnang durch. Für Trainer Benjamin Troppmair lag der Unterschied dabei weniger in der Leistung als in der Verwertung der Chancen. Seine Mannschaft habe über weite Strecken ordentlich dagegengehalten und besonders nach der Pause ihre Momente gehabt, vor dem Tor aber genau das vermissen lassen, was in solchen Spielen den Ausschlag gibt.

Pinker Fußball neben Torstange

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash


0:1 fiel für Attnang zum ungünstigsten Zeitpunkt

Troppmair hatte genau die Partie gesehen, die er erwartet hatte. „Es war das erwartet hart umkämpfte, körperlich betonte Spiel“, sagte der Trainer nach der Begegnung und schilderte damit einen Nachmittag, an dem viel Arbeit gegen den Ball und viele enge Duelle gefragt waren. Seine Mannschaft sei trotzdem ordentlich hineingekommen. „Wir waren von Beginn weg gut in der Partie“, erklärte er. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass die erste Halbzeit für ihn „eher an Eberschwang“ ging. Der Knackpunkt kam dann in der 44. Minute. Nach einem individuellen Fehler im Spielaufbau nutzten die Gastgeber die Gelegenheit konsequent, Senahid Bekanovic traf zum 1:0. Dass dieser Treffer unmittelbar vor der Pause fiel, wog aus Sicht der Gäste besonders schwer. „Das war natürlich zum schlechtesten Zeitpunkt“, sagte Troppmair, weil ein Rückstand in Eberschwang dann gleich noch unangenehmer wird.

Nach der Pause kam Attnang auf, ließ Chancen aber liegen

Gerade deshalb ärgerte den Coach, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel aus ihrer besseren Phase kein Kapital schlagen konnte. Troppmair sah die Gäste nun aktiver und klarer in der Partie. „Die zweite Halbzeit ist eher an uns gegangen“, sagte er, und in seiner Analyse klang auch mit, dass der Ausgleich nicht völlig aus der Luft gegriffen gewesen wäre. Attnang kam laut seinem Trainer gut zurück und hatte „den einen oder anderen Sitzer“. Doch genau da lag für ihn der entscheidende Unterschied. „In Eberschwang bekommt man nicht viele Torchancen. Die musst du dann konsequent nützen“, betonte Troppmair. Weil das nicht gelang, blieb die Partie aus Sicht der Gäste offen, aber eben auch unerquicklich. Ab der 73. Minute wurde die Aufgabe noch schwieriger, als Merlind Krasniqi die Rote Karte sah und Attnang die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. Die endgültige Entscheidung fiel dann tief in der Nachspielzeit, als Zahid Ilijazi auf 2:0 stellte.

„Leistung war absolut in Ordnung“

Trotz der Niederlage wollte Troppmair den Auftritt seiner Mannschaft nicht schlechtreden. Im Gegenteil: Mit der Art und Weise, wie der FC Attnang das Spiel angenommen hatte, war er einverstanden. „Die Leistung war absolut in Ordnung. Da kann ich der Mannschaft nichts vorhalten“, sagte er deutlich. Besonders Einsatz, Laufarbeit und Haltung strich er heraus. „Wir waren kämpferisch da, wir waren läuferisch da, wir haben die Leidenschaft auf den Platz gebracht.“ Dass der SV Eberschwang am Ende dennoch als Sieger vom Platz ging, sprach der Trainer offen an. Die Gastgeber seien in ihrem Umfeld ein sehr robuster Gegner, dazu „gespickt mit sehr guten Einzelspielern“, und unter dem Strich habe das glücklichere Ende diesmal bei den Hausherren gelegen. Für Attnang bleibt damit eine Niederlage, die vor allem wegen der ausgelassenen Möglichkeiten schmerzt. Oder, wie Troppmair es selbst auf den Punkt brachte: „Das Einzige, was gefehlt hat, waren die Tore für uns.“ Genau dort wird seine Mannschaft nun ansetzen müssen.

Bezirksliga Süd: Eberschwang : FC Attnang - 2:0 (1:0)

  • 94
    Zahid Ilijazi 2:0
  • 44
    Senahid Bekanovic 1:0