Spielberichte

„Mit dem 2:0 haben wir gewusst, dass es funktioniert“ – Hertha Wels gewinnt trotz früher Roter Karte 3:0

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
FC Hertha Wels Juniors
Union Schlierbach

In der Bezirksliga Süd hat sich FC Hertha Wels Amateure gegen Union SRW Schlierbach mit 3:0 durchgesetzt. Besonders bemerkenswert war dabei, dass die Welser nach der Roten Karte gegen Filip Glibusic schon ab der 13. Minute in Unterzahl spielen mussten. Teammanager Adnan Begic sah trotzdem einen klaren Auftritt seiner Mannschaft und machte vor allem das 2:0 als entscheidenden Moment dieser Partie aus.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Unterzahl brachte die Welser nicht aus dem Konzept

Die Partie bekam schon früh eine besondere Note, weil Hertha Wels nach nur 13 Minuten einen Mann weniger auf dem Feld hatte. Filip Glibusic sah Rot, doch aus Sicht von Begic änderte das am eigenen Auftritt erstaunlich wenig. „Wir haben unsere Spielweise fortgesetzt. Wir haben das Spiel dominiert, und dieses Mal haben wir die Fehler aus den vorigen Spielen korrigiert und Tore gemacht“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Dass es trotz der Unterzahl zur Pause noch 0:0 stand, war für die Gastgeber daher kein Zeichen von Unsicherheit, sondern eher eine Zwischenstation in einem Spiel, das sie laut ihrem Sektionsleiter weiter kontrollierten. Begic formulierte es deutlich: „Wir haben genauso gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben, und es hat wunderbar funktioniert.“ Gerade dieser Satz erklärt auch, warum die frühe Rote Karte aus seiner Sicht nicht zum Wendepunkt wurde.


Schneitler trifft doppelt, das 2:0 wird zum Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel fiel dann auch das Ergebnis in die Richtung, die Begic in seiner Analyse beschrieben hatte. In der 49. Minute brachte Felix Schneitler die Welser mit 1:0 in Führung und sorgte damit für die Belohnung nach einer ersten Hälfte, in der die Gastgeber nach eigener Einschätzung bereits viel richtig gemacht hatten. Noch wichtiger war für Begic aber das 2:0 in der 65. Minute, das als Eigentor von Simon Weiss gewertet wurde. „Der wichtigste Moment im Spiel war das Tor zum 2:0. Da haben wir dann gewusst, wir haben es wieder geschafft, Tore zu schießen und unsere Spielweise dem Gegner aufgedrückt“, sagte er. Auch seine zweite Einordnung dazu war klar: „Das entscheidende Tor für mich war das 2:0. Das war eine fast direkt verwandelte Ecke. Man hat gar nicht bemerkt, dass wir mit einem Mann weniger auf dem Platz sind.“ Spätestens mit diesem Treffer war die Partie aus Welser Sicht auf Kurs, und als Felix Schneitler in der 79. Minute noch einmal traf, war der 3:0-Endstand hergestellt.

Ein Plan, der laut Begic aufging und ein Abend ohne Diskussionen

Begic hob nach dem Spiel weniger einzelne Spieler als vielmehr das Gesamtbild hervor. „Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Von der Dreierkette hinten bis in den offensiven Bereich hat eigentlich alles super funktioniert“, sagte der Teammanager. Diese Aussage passt zu einem Spiel, in dem die Welser trotz Unterzahl nicht nur das Ergebnis auf ihre Seite brachten, sondern nach Aussage ihres Gesprächspartners auch ihrer Linie treu blieben. Über Schlierbach meinte Begic, die Gäste hätten gewusst, „dass sie gegen eine offensiv starke Mannschaft spielen“, und seien entsprechend tief eingestellt gewesen. Dass dieser Plan am Ende nicht reichte, lag aus seiner Sicht daran, dass Hertha Wels den Druck über weite Strecken aufrechterhielt. Diskussionen um den Unparteiischen wollte Begic ausdrücklich keine aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. War perfekt. Man kann es eigentlich gar nicht besser machen. Auch wenn wir eine Rote Karte bekommen haben, kann man nicht sagen, dass die Schiedsrichterleistung nicht gepasst hat“, sagte er. Für die Welser ist dieses 3:0 damit mehr als nur ein Heimsieg: Es war ein Abend, an dem sie nach eigener Einschätzung ihre Spielweise durchzogen, die Tore nachlegten und trotz früher Unterzahl nie den Faden verloren.

Bezirksliga Süd: FC Hertha Wels Juniors : Schlierbach - 3:0 (0:0)

  • 79
    Felix Schneitler 3:0
  • 65
    Eigentor durch Simon Weiss 2:0
  • 49
    Felix Schneitler 1:0