Spielberichte

"Mit dem 2:2 nach dem 0:2 kann man gut leben" – Vöcklabruck kommt nach Umstellung stark zurück

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Vöcklabrucker SC
ASKÖ Vorchdorf

In der Bezirksliga Süd hat der Vöcklabrucker Sportclub am Samstag in Runde 11 nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 gegen ASKÖ Vorchdorf geholt. Die Gastgeber fanden zunächst überhaupt nicht ins Spiel, kamen aber durch den Anschlusstreffer noch vor der Pause zurück und legten nach der Pause sofort nach. Trainer Edis Kenjar sprach danach von einem gerechten Remis, "mit dem man nach dem 0:2 gut leben kann".

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Früher Doppelschlag bringt den VSC ins Hintertreffen

Vöcklabruck erwischte einen Nachmittag, an dem zunächst wenig zusammenlief. "Wir haben schwer in die Partie gefunden", sagte Kenjar, und genau so sah die erste Phase auch aus. Nach fünf Minuten brachte Stefan Kronberger die Gäste in Führung. Der Trainer schilderte die Szene im Nachhinein deutlich: Nach einem Eckball auf die zweite Stange sei seine Mannschaft nicht sortiert gewesen, am Ende wurde der Ball aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt. Noch schwerer wog das 0:2 in der 17. Minute durch Paul Klimitsch. Kenjar verwies dabei auf die fehlende Dreierbesetzung und sagte, der Torschütze sei "sicher zwei, drei Meter im Abseits" gestanden. Vöcklabruck blieb aber im Spiel, weil Artan Gani in der 40. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2 machte. Kenjar sprach dabei von einem "sehr schön herausgespielten Treffer", der die Gastgeber vor der Pause wieder zurück in die Partie brachte.


Nach der Pause greift die Umstellung

Der Treffer kurz vor dem Seitenwechsel war für die Hausherren wichtig, weil er dem Spiel noch einmal eine andere Richtung gab. Kenjar sagte, seine Mannschaft habe sich in der Halbzeit "ein wenig besser eingespielt" und in der Formation etwas verändert. Dazu kam eine klare Vorgabe für den zweiten Durchgang. "Wir haben gesagt, wir spielen nicht mehr so hoch nach vorne und haben im ganzen System etwas umgestellt", erklärte der Trainer. Vor allem im Aufbau wollte Vöcklabruck sauberer werden, denn genau dort hatten die Gastgeber im ersten Durchgang große Probleme. Kenjar sprach von vielen Aufbaufehlern und davon, dass Vorchdorf vorne gut zugestellt habe. Weil die Gäste in der Luft Vorteile hatten, musste der VSC oft lang spielen und kam so nur schwer in einen geordneten Rhythmus. Nach der Pause lief es besser. Schon in der 53. Minute fiel das 2:2, als Abid Mujagic nach einem Eckball per Kopf ausglich. "Im zweiten Durchgang war es spielerisch viel besser", meinte Kenjar.

Offene Partie bis zum Schluss

Danach blieb die Begegnung offen, ohne dass sich eine Mannschaft klar absetzen konnte. Kenjar beschrieb Vorchdorf als "sehr kampfbetont" und zugleich als "keine schlechte Mannschaft", die mutig nach vorne gespielt und ihre Chancen gehabt habe. Auch deshalb ordnete er das Remis unterm Strich nüchtern ein. "Aufgrund von Chancen und Spielverlauf geht das 2:2 in Ordnung", sagte er. Vöcklabruck habe sich zwar mehr vorgenommen, "aber mit dem 2:2 nach dem 0:2 kann man gut leben". Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht vor allem rund um das zweite Gegentor. Insgesamt stellte er dem Schiedsrichter aber kein schlechtes Zeugnis aus: "Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung okay." Damit blieb am Ende ein Nachmittag, an dem die Gastgeber erst spät zu ihrem Spiel fanden, den Rückstand aber noch sauber aufholen konnten.

Der Punkt hat nach dem Verlauf seinen Wert

Dass es am Ende bei vier Toren blieb, erklärte Kenjar auch mit der Art des Spiels. Beide Teams hätten ihre Möglichkeiten nicht konsequent genutzt, gleichzeitig sei die Partie von vielen Zweikämpfen, langen Bällen und zweiten Bällen geprägt gewesen. "Spielerisch war es sicher nicht das Beste von beiden Mannschaften, aber wir haben uns darauf eingestellt, dass wir mit ihnen kämpfen müssen", sagte er. Genau deshalb hatte der Punkt für den VSC trotz des misslungenen Beginns noch Wert. Nach elf Spielen hält Vöcklabruck in der Bezirksliga Süd bei 18 Punkten und bleibt damit im Spitzenfeld auf Rang zwei, Vorchdorf steht nach dem 2:2 bei 14 Zählern auf Platz acht. Für die Gastgeber war es damit vor allem ein Nachmittag, an dem die Reaktion nach dem 0:2 mehr zählte als der verpasste volle Erfolg.

Bezirksliga Süd: Vöcklabruck : Vorchdorf - 2:2 (1:2)

  • 53
    Abid Mujagic 2:2
  • 40
    Artan Gani 1:2
  • 17
    Paul Klimitsch 0:2
  • 5
    Stefan Kronberger 0:1