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„Wir waren nicht konkurrenzfähig“ – FC Attnang findet in Hohenzell nie ins Spiel

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SV Hohenzell
FC Attnang

In der Bezirksliga Süd hat der SV Bögl Hohenzell am Samstagnachmittag den FC Spitz Attnang mit 3:0 besiegt und den Gästen laut Trainer Benjamin Troppmair klar die Grenzen aufgezeigt. Attnang wollte nach zuletzt ordentlichen Auftritten wieder punkten, fand diesmal aber weder in die Zweikämpfe noch in gefährliche Zonen. Für Troppmair war es deshalb ein verdienter Sieg der Gastgeber.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Nach 1:0 war Richtung vorgegeben

Attnang war laut seinem Trainer mit dem klaren Ziel nach Hohenzell gefahren, wieder etwas mitzunehmen. Gerade deshalb fiel die Einordnung nach dem Abpfiff deutlich aus. „Wir sind mit Ambitionen in das Spiel gegangen, wieder zu punkten. Die letzten Spiele waren von unserer Seite absolut in Ordnung“, sagte Troppmair. Auf dem Platz lief es dann aber früh in eine andere Richtung. Bis zum 1:0 in der 16. Minute durch Hannes Pramendorfer, so beschrieb es der Trainer, habe „das Ganze eigentlich noch funktioniert“. Mit diesem Treffer bekam die Partie aber ihre Richtung. Hohenzell nahm die 1:0-Führung mit in die Pause, und als Peter Reischauer in der 57. Minute auf 2:0 stellte, war Attnang endgültig ins Hintertreffen geraten. Elias Riegler setzte mit dem 3:0 in der 78. Minute den Schlusspunkt unter eine Begegnung, in der die Gäste aus Sicht ihres Trainers nie wirklich Zugriff fanden.


Coach Troppmair vermisst Zweikämpfe und Präsenz in gefährlichen Zonen

Besonders klar wurde Troppmair bei der Frage, woran es diesmal lag. „Wir waren nicht konkurrenzfähig“, sagte der Attnang-Coach ohne große Umschweife und sprach sogar von „einem Klassenunterschied“. Für ihn lag der Kern des Problems in jenen Dingen, die im Unterhaus meist zuerst stimmen müssen. „Wir sind über 90 Minuten nicht in die Zweikämpfe gekommen und auch nicht in die gefährlichen Zonen gekommen. Wenn man diese Basics nicht auf den Platz bringt, dann hast du in der Bezirksliga keine Chance.“ Genau diesen Punkt sah er über die gesamte Spielzeit. Hohenzell sei „aggressiver, spritziger, schneller“ gewesen und habe den Sieg „einfach mehr gewollt“. Troppmair machte damit deutlich, dass die Niederlage aus seiner Sicht nicht an einem einzelnen Abschnitt hing, sondern daran, dass seine Mannschaft in vielen Grundtugenden klar unterlegen war.

Gegentore fielen zu einfach, nach vorne kam zu wenig

Dass das Ergebnis am Ende so klar ausfiel, hatte für den Attnang-Trainer auch mit der Entstehung der Treffer zu tun. „Die ersten zwei Tore sind aus einem Einwurf entstanden. Da haben wir uns sehr ungeschickt angestellt“, sagte Troppmair. Das betraf also sowohl den frühen Führungstreffer von Pramendorfer als auch das 2:0 durch Reischauer. Auch beim dritten Gegentor, als Riegler traf, sah er die Verantwortung klar bei seiner Mannschaft. „Das dritte Tor ist durch eine individuelle Fehlerkette entstanden.“ Noch deutlicher wurde er mit dem Satz: „Wir haben den Gegner eingeladen und es ihm sehr leicht gemacht, zum Torerfolg zu kommen.“ Dazu kam, dass Attnang vorne kaum stattfand. „Wir haben in 90 Minuten nicht wirklich eine gefährliche Offensivaktion gehabt“, hielt Troppmair fest. Deshalb war für ihn auch klar, dass es am Ausgang des Spiels nichts zu diskutieren gab. Die Schiedsrichterleistung bezeichnete er als „absolut in Ordnung“, strittige Szenen habe es nicht gegeben.

Ausfälle gespürt, Fokus geht schon nach Schlierbach

Ganz ausblenden wollte Troppmair auch die personelle Situation nicht. Mit Mario Oberansmayr und Stjepan Ujakovic fehlten zwei Spieler, deren Ausfall aus seiner Sicht deutlich zu merken war. „Die haben wir am Samstag nicht ersetzen können und sie haben uns in allen Belangen gefehlt“, sagte der Trainer. Trotzdem klang seine Analyse nicht nach Ausrede, sondern nach einer nüchternen Bestandsaufnahme eines schwachen Nachmittags. Viel wichtiger war ihm schon kurz nach dem Abpfiff der Blick nach vorne. „Wir müssen das Spiel sofort abhaken“, sagte Troppmair, der den Fokus nun auf die nächste Aufgabe gegen Schlierbach legt. Die Botschaft dahinter war eindeutig: Diese 0:3-Niederlage soll den FC Attnang beschäftigen, aber nicht länger als nötig. Entscheidend wird nun sein, kommende Woche wieder „in der Spur“ zu sein.

Bezirksliga Süd: Hohenzell : FC Attnang - 3:0 (1:0)

  • 78
    Elias Riegler 3:0
  • 57
    Peter Reischauer 2:0
  • 16
    Hannes Pramendorfer 1:0