In der Bezirksliga West feierte der SV Hargassner Weng am 22. Spieltag einen 1:0-Heimsieg gegen Union Sanube Diersbach. Nach einer zähen, aber fairen Partie fiel der entscheidende Treffer erst spät: Samuel Kobler traf in der 82. Minute. Trainer Richard Tusori sah eine klare Ordnung, viel Fleiß und das nötige Glück auf seiner Seite: "Wir haben den Sieg ein bisschen mehr gewollt." Seine Mannschaft habe diszipliniert gearbeitet und sich am Ende verdient belohnt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Abend in Weng begann eng und intensiv, zur Pause stand es 0:0. Richard Tusori beschrieb den Plan schlicht und treffend: "Wir haben versucht, den Gegner zu stören und dort unsere Stärken auszuspielen." Dass es lange torlos blieb, passte zum Bild eines disziplinierten Spiels, in dem Weng viel investierte. "Meine Spieler waren taktisch diszipliniert, jeder hat seine Aufgabe zu hundert Prozent erledigt", betonte der Coach. Diersbach meldete sich mit einem Aluminiumtreffer an – "Der Gegner hat den Pfosten getroffen" –, Weng erarbeitete sich seinerseits eine große Möglichkeit, doch "der gegnerische Tormann hat sehr gut gehalten". Als die Partie in die Schlussphase ging, zahlte sich die Geduld der Hausherren aus: In Minute 82 netzte Samuel Kobler zum 1:0. Tusori sah darin die logische Folge der konsequenten Arbeit, ohne das Quäntchen Glück zu leugnen: "Wir hatten auch ein bisschen Glück." Danach brachte Weng den knappen Vorsprung mit weiter sauberer Staffelung über die Zeit.
In seiner Analyse hob Tusori besonders die Stabilität im eigenen Verbund hervor. "Unser Tormann war sehr präsent, genauso wie unsere vier Verteidiger", sagte er. Vorne setzte Weng auf einen Mix aus Talent und Routine: "Vorne haben wir drei sehr junge Spieler gebracht und sie mit sehr erfahrenen Spielern kombiniert." Diese Umstellung passte zum Matchplan, der auf Kompaktheit, Arbeit gegen den Ball und schnelles Umschalten setzte. "Die Umschaltmomente haben wir besser ausgenutzt als der Gegner", erklärte der Coach. Das Tor zum 1:0 skizzierte er als Teamarbeit mit einem schnellen Auslöser über rechts: "Unser Stürmer hat den Ball gehalten, rechts hat ein Spieler sehr schnell reagiert – vielleicht war auch ein bisschen Zufall dabei." Entscheidend aus seiner Sicht: die Fehlerfreiheit. "Wir haben keine Fehler gemacht – das war der Unterschied zu den letzten fünf Wochen", sagte Tusori und verwies darauf, dass genau diese Konsequenz am Ende den Ausschlag gab.
Gegenüber dem Gegner fand der Weng-Coach durchgehend anerkennende Worte. "Diersbach ist vorne sehr gut und als Mannschaft sehr kämpferisch", hielt Tusori fest. Es blieb jedoch stets im fairen Rahmen: "Beide Teams haben hart, aber fair gespielt." Diskussionen gab es kaum, das unterstützte ein sicherer Auftritt des Schiedsrichter-Teams. "Alle drei Schiedsrichter haben eine sehr gute Leistung gebracht", so Tusori. Der Dreier lässt Weng im dichten Tabellenmittelfeld der Runde 22 gut aussehen: Laut aktuellem Stand hält Weng bei 29 Punkten (Platz 8), Diersbach bei 30 (Platz 7). Für Tusori ist die Marschroute einfach und bodenständig: auf der kompakten Leistung, der klaren Ordnung und der geringen Fehlerzahl aufbauen. Oder, wie er es zusammenfasst: "Wir haben den Sieg ein bisschen mehr gewollt" – genau diese Haltung will Weng in den nächsten Wochen mit Leben füllen.