Stimmungsvoller Fußball-Nachmittag in der Bezirksliga West: Union Sanube Diersbach drehte gegen SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting ein 0:1 und gewann dank eines späten Treffers von Lukas Hapal mit 2:1. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte traf Hapal kurz nach der Pause zum Ausgleich und entschied die Partie in Minute 87 endgültig. Trainer Christoph Schmidseder sprach von einer „verdienten“ Entscheidung, weil seine Elf „nach der Pause mutiger war“ und „den Sieg mehr wollte“ – vor einer starken Kulisse vor dem Kirtag.

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Diersbachs Start war engagiert, doch die Gäste setzten sofort ihr Vorhaben um. Neumarkt verteidigte kompakt und lauerte auf Umschaltmomente – mit Erfolg: Bereits in der 8. Minute stellte Anej Seferagic auf 0:1. Christoph Schmidseder sah dennoch „eine grundsätzlich ausgeglichene Partie“, in der „es zur Pause auch 0:0 hätte stehen können“. Er lobte Neumarkt ausdrücklich: „Sie haben mit einem tiefen Block sehr diszipliniert gegen den Ball gearbeitet und über Konter Nadelstiche gesetzt. Das 0:1 ist genau aus so einer Aktion gefallen.“ Vor der guten Kulisse – „vor dem Kirtag waren viele Zuschauer da“ – versuchte Diersbach, geduldig zu bleiben. Bis zum Halbzeitpfiff (0:1) war der Weg durch die enge Gäste-Staffel aber oft zugestellt, die klaren Chancen fehlten, und kleine Abstimmungsprobleme verhinderten den letzten Pass in die gefährlichen Zonen.
Nach dem Seitenwechsel stellte Diersbach nach und legte sichtbar an Mut zu. „Wir wollten vor allem durchs Zentrum mehr aufdrehen, unsere Sechser und den Zehner stärker einbinden und auf den Außen breiter und höher stehen“, erklärte Schmidseder. Genau diese Anpassung trug schnell Früchte: In der 49. Minute traf Lukas Hapal zum 1:1. „Beim 1:1 hatten wir uns das Spiel über den dritten Mann vorgenommen: Stürmer anspielen, tropfen lassen – diesmal kam der lange Ball wieder auf den Stürmer, der nimmt ihn gut mit und macht’s rein“, schilderte der Coach. Dieses frühe Ausrufezeichen war aus seiner Sicht der Knackpunkt: „Das 1:1 relativ bald nach der Halbzeit hat uns die Oberhand gegeben. Wir waren dann gefälliger, besser im Spiel und haben das Heft übernommen.“ Diersbach blieb nun das aktivere Team, schob die Linie höher und zwang Neumarkt immer öfter in die eigene Hälfte.
Die Partie blieb intensiv, und Diersbach investierte weiter. In der 83. Minute schwächte sich Neumarkt selbst, als Elias Litzlbauer Rot sah, ehe die Hausherren kurz vor Schluss zuschlugen: In Minute 87 stellte Lukas Hapal per zweitem Treffer auf 2:1 – der späte Lohn für den Aufwand nach der Pause. „Wir haben es heute einfach mehr gewollt. Über die kämpferische Leistung und die Leidenschaft sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Deshalb haben wir verdient gewonnen“, sagte Schmidseder, der seinen Matchwinner hervorhob: „Doppeltorschütze Lukas Hapal hat es gegen und mit dem Ball sehr gut gemacht.“ Ein Extra-Lob gab es für das Gespann: „Das Schiedsrichterteam war im Großen und Ganzen sehr gut. Zur roten Karte kann ich nur sagen: Der Schiedsrichter stand daneben.“ In der Tabelle steht Diersbach nach Runde 25 auf Rang sechs, punktgleich mit Neumarkt (beide 34). Für den Ausblick nahm der Trainer die nächste Aufgabe ins Visier: „Wir wollen im Ballbesitz noch schneller werden – zwei, drei Kontakte, schärfere, genauere Pässe. Daran arbeiten wir.“