Spielberichte

0:3 nach frühem Doppelschlag: Aigner: "Uns hat der letzte Wille gefehlt"

Palting/Seeham
Union Natternbach

In der Bezirksliga West kassierte die SPG Palting/Seeham gegen Union IKUNA Natternbach eine klare 0:3-Heimniederlage. Zwei schnelle Treffer in Minute 10 und 11 stellten früh die Weichen, nach der Pause legte Vasyl Khimich zum Endstand nach. Sektionsleiter Gerhard Aigner sprach offen über die Gründe: "Uns hat der letzte Wille gefehlt." Der Tabellenführer präsentierte sich abgeklärt, Palting/Seeham kam trotz einzelner Möglichkeiten nicht mehr wirklich ins Spiel.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Früher Doppelschlag stellt die Weichen

Die Anfangsphase begann aus Paltinger Sicht eigentlich ordentlich. "Die ersten zehn Minuten waren sicher ausgeglichen", schilderte Sektionsleiter Gerhard Aigner. Die erste nennenswerte Möglichkeit gehörte sogar den Hausherren, doch Stürmer Amir Hadzic setzte den Abschluss noch deutlich über das Tor. Dann traf Natternbach eiskalt: Erst stellte Tobias Lehner in der 10. Minute auf 0:1, kurz darauf legte Maximilian Schmidbauer zum 0:2 nach. Aigner erklärte die Szenen klar: "Beim 0:1 war ein Gestochere am Sechzehner, unser Tormann konnte den Ball nur nach vorne abprallen lassen, dann wurde eingeschoben. Beim 0:2 sind wir über den Flügel überlaufen worden, der Ball wurde quergelegt und wieder eingeschoben." Palting/Seeham antwortete umgehend mit seiner besten Chance vor der Pause: "Nach einer Flanke von Manuel Russinger köpfte Amir Hadzic ganz knapp neben die Stange." Ansonsten blieb das Spiel bis zur Pause zäh im Mittelfeld. Eine strittige Szene erwähnte Aigner vor dem 0:2: "Das war eine Fifty-fifty-Entscheidung, manchmal wird gepfiffen, manchmal nicht – kann man so durchgehen lassen." Sein Gesamtfazit zum Referee fiel fair aus: "Ein solider Auftritt vom Schiedsrichterteam."

Palting sucht Zugriff, Natternbach kontrolliert

Nach dem Seitenwechsel verwaltete Natternbach den Vorsprung souverän. "Sie hatten die meiste Zeit den Ball und mussten nicht mehr viel nach vorne spielen", so Aigner. Palting/Seeham fand offensiv kaum Lösungen. "Uns ist die nötige Aggressivität und der letzte Wille abgegangen", ärgerte sich der Sektionsleiter. In der 60. Minute machten die Gäste endgültig zu: Vasyl Khimich stellte auf 0:3. Aigner dazu: "Das war wieder ein Ballverlust von uns, Natternbach hat schnell umgeschaltet, quergelegt – und der Stürmer musste nur noch einschieben." In der Folge blieb die Begegnung weitgehend chancenarm. "Die letzten 20 Minuten ist die Partie eher im Mittelfeld abgelaufen, mit wenig Möglichkeiten auf beiden Seiten", beschrieb Aigner. Damit war die Partie endgültig entschieden, zumal der Tabellenführer in der Defensive kaum etwas zuließ und Palting/Seeham sich an der gut organisierten Gästeabwehr die Zähne ausbiss.

Einordnung und Ausblick aufs Derby

In der Analyse hob Aigner die Qualität und Entschlossenheit des Spitzenreiters hervor: "Natternbach ist Tabellenführer. Wir wussten, dass sie in der Offensive stark sind." Besonders beeindruckte ihn die Wucht der Gäste in der Spitze und über die Flügel: "Vasyl Khimich wurde immer wieder mit langen Bällen geschickt und hat sich gut durchgesetzt. Auch im Mittelfeld und über die Flügel sind sie mit enormer Geschwindigkeit gekommen – und sie hatten wahrscheinlich mehr Wille als wir. Das war ein verdienter Sieg." In der Tabelle untermauert Natternbach mit 55 Punkten die Spitzenposition, Palting/Seeham liegt mit 32 Zählern auf Rang acht. Der Blick geht nun auf den letzten Spieltag – und auf ein Derby mit Extra-Würze. "Zum Abschluss kommt noch das Derby gegen Jeging. Bei ihnen geht’s noch um was, bei uns nicht mehr viel. Aber wir werden zu hundert Prozent auf Sieg spielen und die Saison mit einem positiven Derbysieg abschließen", kündigte Aigner entschlossen an.

Bezirksliga West: Palting : Natternbach - 0:3 (0:2)

  • 60
    Vasyl Khimich 0:3
  • 11
    Maximilian Schmidbauer 0:2
  • 10
    Tobias Lehner 0:1