Ein echtes Nervenstück in der Bezirksliga West: Die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen hat am 25. Spieltag Union CAB Rainbach/Innkreis mit 2:1 besiegt – und damit den Klassenerhalt eingetütet. Nach frühem Rückstand drehte Samed Yilmaz mit einem Doppelpack die Partie. Co-Trainer Christoph Vogetseder sprach von einer „verdienten“ Entscheidung und lobte die Geschlossenheit. Rainbach hielt lange dagegen, musste aber in der Schlussphase die Punkte in Utzenaich lassen.

Foto von Markus Spiske bei Pexels
Der Start lief den Hausherren brutal gegen den Strich: Schon in Minute 6 traf für Rainbach Angreifer Svetozar Nikolov zum 0:1. Utzenaich/Antiesenhofen brauchte ein paar Minuten, um sich zu sortieren. „Die Mannschaft war sehr gut eingestellt und top motiviert. Die ersten fünfzehn Minuten haben wir die Vorgaben nicht umgesetzt“, erzählte Co-Trainer Christoph Vogetseder. Danach aber kamen die Gastgeber ins Rollen, setzten sich in den Zweikämpfen durch und bekamen mehr Zugriff. Folgerichtig fiel der Ausgleich: Samed Yilmaz stellte in der 36. Minute auf 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn hielt die SPG die Linie, blieb geduldig – und Yilmaz schnürte in der 75. Minute den Doppelpack zum 2:1. In der Schlussphase wurde es noch eng, weil sich die Heimelf tief drücken ließ, doch der Heimsieg blieb stehen.
Wie kippte das Spiel endgültig auf die Seite der SPG? „Eigentlich so ab der sechzigsten Minute. Da haben wir gesehen, dass Rainbach nicht mehr viel macht. Wir haben uns Chancen herausgespielt und uns zum Glück noch mit einem Tor belohnt“, so Vogetseder. Den Schlüssel sah er aber nicht in einer Einzelaktion, sondern im Kollektiv: „Es war eine konstante Mannschaftsleistung. Pauschallob an alle, weil jeder für jeden gekämpft hat.“ Dazu kam ein Moment vom Punkt: „Ausschlaggebend war sicher die Situation, wo wir den Elfer bekommen haben, und im Anschluss ein paar Standards.“ In der Vorbereitung lag der Fokus auf den Rainbacher Trümpfen: „Wir wussten um ein, zwei Schlüsselspieler – speziell Stürmer Rumen Kerekov. Den haben wir weitgehend aus dem Spiel genommen.“ Zum Schiedsrichter fand der Co-Trainer klare Worte: „Es gab keine strittigen Szenen, das war eine Topleistung vom gesamten Schiedsrichterteam.“
Der Sieg hatte gleich doppelte Wirkung: drei Punkte und Ruhe im Abstiegskampf. „Es war im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg und somit haben wir den Klassenerhalt geschafft“, fasste Vogetseder zusammen. In der Tabelle steht die SPG mit 27 Punkten vor der Abstiegszone – der Ligaerhalt ist damit fix, auch weil die Ergebnisse der Konkurrenz mitspielten. „Die Stimmung war perfekt. Bei uns ist es um viel gegangen, die Fans haben uns motiviert“, sagte der Co-Trainer, der Mannschaft und Vorstand ausdrücklich dankte. Trotz der Erleichterung blieb er geerdet: „Verbesserung gibt es in jeglicher Hinsicht. Wir waren sehr ersatzgeschwächt, aber die Mannschaft, die aufgelaufen ist, hat ihr Bestes gegeben.“ Der Ausblick fällt entsprechend bodenständig aus: auf diesem Auftritt aufbauen und die Saison sauber zu Ende spielen.