In der Bezirksliga West hat die TSU Jeging zum Auftakt gegendie Druckhaus Adame Union Gilgenberg ein wildes 2:3 hinnehmen müssen. Nach dem 0:1 zur Pause drehte die Elf von Co-Trainer Adnan Kudic die Partie, kassierte zwar noch den Ausgleich, schlug aber spät zurück. Kudic sah vor allem die Reaktion nach dem Seitenwechsel als Schlüssel: "Nach dem 1:1 waren die Jungs gierig und wollten das Spiel gewinnen."

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Der Start in die neue Saison hatte für Druckhaus Adame Union Gilgenberg zunächst einen Dämpfer parat. In der 33. Minute brachte Robert Hehedosh die TSU Jeging mit 1:0 in Führung, und genau dieses Gegentor wurmte Adnan Kudic nach dem Spiel. "Wir haben viel richtig gemacht, sind aber durch einen individuellen Fehler 1:0 in Rückstand geraten", sagte der Co-Trainer. Dass es zur Pause trotzdem beim knappen Rückstand blieb, lag aus seiner Sicht nicht daran, dass Druckhaus Adame Union Gilgenberg zu wenig im Spiel hatte. Im Gegenteil: Kudic sprach schon für die erste Halbzeit von guten Möglichkeiten, nannte einen Lattentreffer und verwies auch auf zwei, drei starke Chancen nach Standardsituationen. Das Bild war für ihn deshalb klar: Seine Mannschaft lag zwar hinten, hatte aber schon früh gezeigt, dass in Jeging etwas zu holen war.
Was sich vor der Pause schon angedeutet hatte, bekam nach dem Seitenwechsel sofort Richtung. In der 46. Minute stellte Gökhan Gürses auf 1:1, und genau dieses frühe Tor war für Kudic der Moment, in dem die Partie endgültig in Richtung Druckhaus Adame Union Gilgenberg kippte. "Nach dem 1:1 hat man gespürt, dass die Jungs gierig waren und sofort nachlegen wollten", sagte er. Kudic schilderte die Phase nach dem Ausgleich als klares Übergewicht seiner Mannschaft. Druckhaus Adame Union Gilgenberg habe den Gegner unter Druck gesetzt, "Powerplay gespielt" und sich Chance um Chance erarbeitet. Das 1:2 in der 67. Minute, wieder durch Gökhan Gürses, passte für ihn genau zu diesem Bild. Kudic sprach von gutem Pressing, frühem Attackieren und einem starken Umschalten. Als die TSU Jeging durch Thomas Karer in der 78. Minute noch einmal auf 2:2 stellte, war die Partie zwar wieder offen, doch Druckhaus Adame Union Gilgenberg blieb dran. In der 87. Minute machte Elias Kasper das 2:3, und auch dieses Tor ordnete Kudic nicht als Zufall ein. "Das 3:2 war erzwungen, weil wir so viele Torchancen hatten und dieses Tor unbedingt machen wollten", sagte er. Für den Co-Trainer stand daher unterm Strich fest, dass der Auswärtssieg verdient war, weil Druckhaus Adame Union Gilgenberg "deutlich mehr Spielanteile und deutlich mehr Chancen" hatte.
Ganz ruhig verlief die Schlussphase allerdings nicht. Kudic sprach von einem Spiel, das "nichts für schwache Nerven" gewesen sei. Entscheidend blieb für ihn trotzdem, dass seine Mannschaft die Partie über die Linie brachte. Gerade darin sah er auch die größte Stärke seiner jungen Gruppe. "Wir sind sehr jung, müssen noch viel lernen und werden in dieser Liga auch einmal Lehrgeld zahlen. Aber die Jungs treten gemeinsam auf und fighten füreinander", sagte Kudic. Dieses Miteinander habe den Ausschlag gegeben. Ganz ohne Mahnung kam der Co-Trainer aber nicht aus. Er verlangte, Chancen früher zu nutzen, Spiele früher zu entscheiden und in manchen Situationen cleverer zu agieren. Das sei eine Frage der Erfahrung, meinte Kudic, und genau daran werde seine Mannschaft weiter arbeiten. Für die TSU Jeging fand er trotz der Niederlage ebenfalls anerkennende Worte. Die Mannschaft habe ein gutes Kollektiv und individuelle Klasse, sagte Kudic, und er traue den Jegingern zu, sich im Lauf der Saison im Mittelfeld einzufinden. Für die Union Gilgenberg steht damit zum Start jedenfalls ein Sieg, der wegen Verlauf, Widerständen und spätem Lucky Punch sofort Stoff für längere Gespräche liefert.