In der Bezirksliga West hat sich der SV Hargassner Weng am Sonntagnachmittag mit 2:0 gegen die Druckhaus Adame Union Gilgenberg durchgesetzt und damit den ersten Saisonsieg eingefahren. Nach torloser erster Hälfte trafen Haris Sistek und Mark Pilisi für die Gastgeber. Trainer Richard Tusori sprach von einem hochverdienten Erfolg, sah seine Elf über weite Strecken am Drücker und meinte: „Nach dem zweiten Tor war das Spiel entschieden.“

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Dass es zur Pause noch 0:0 stand, änderte für Richard Tusori nichts an seiner Bewertung der ersten Halbzeit. Der Weng-Coach sagte, seine Mannschaft hätte schon vor dem Seitenwechsel „ein oder zwei Tore machen können“ und sei trotzdem die bessere Elf gewesen. Gilgenberg hielt nach seiner Einschätzung zunächst vor allem mit Körperlichkeit dagegen und blieb so in der Partie. Weng blieb aber ruhig, zog den eigenen Plan durch und legte nach der Pause noch einmal zu. In der 65. Minute brachte Haris Sistek die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für Tusori war genau das der Moment, in dem die Partie in die gewünschte Richtung kippte. Als Mark Patrik Pilisi in der 74. Minute auf 2:0 stellte, war die Sache für ihn entschieden.
Tusori sprach nach dem Schlusspfiff von einem „komplett verdienten“ Sieg und begründete das nicht nur mit den zwei Treffern. „Wir haben eine sehr gute Leistung gebracht, defensiv wie offensiv“, sagte der Trainer. Besonders das Verhalten gegen den Ball gefiel ihm. „Wir haben einen klaren Plan gehabt, wie wir verteidigen wollen“, erklärte er, und genau dieser Plan sei über weite Strecken aufgegangen. Dass am Ende die Null stand, war für ihn deshalb kein Zufall. Bis auf zwei Kontersituationen habe Weng wenig zugelassen. Gleichzeitig sah der Trainer auch nach vorne viele gute Aktionen seiner Mannschaft. „Wir hatten das Spiel in der Hand“, sagte Tusori, der seine Elf insgesamt als klar tonangebend beschrieb.
Ein wichtiger Punkt war für den Weng-Coach auch die Entwicklung über die gesamte Spielzeit. Gilgenberg beschrieb Tusori als körperlich starke Mannschaft, die in der ersten Halbzeit „sehr gut gehalten“ habe. Danach habe Weng aber gespürt, dass man kräftemäßig Vorteile bekomme, und deshalb das Tempo noch einmal erhöht. Genau darin sah er einen entscheidenden Unterschied. Trotzdem beließ es Tusori trotz des 2:0 nicht bei einem reinen Lob. „Wir müssen auf Kontersituationen besser aufpassen“, forderte er, und auch die Chancenverwertung blieb Thema. Seiner Meinung nach hätte die Partie „auch 4:0 oder 5:0“ ausgehen können. Mehr Tore wären aus seiner Sicht nicht nur für das Ergebnis, sondern auch „für das Selbstvertrauen“ der Offensivspieler gut gewesen.
Entsprechend fiel der Ton nach dem ersten vollen Erfolg der Saison positiv aus, ohne dass Tusori damit schon zufrieden stehenbleiben wollte. „Wir machen jede Woche einen Schritt nach vorne“, sagte der Trainer und verwies darauf, dass die eigene Philosophie immer klarer zu erkennen sei. Für ihn war gegen die Union Gilgenberg sichtbar, dass sich die Arbeit der vergangenen Wochen auszahlt. Nach drei Runden hält der SV Weng nun bei vier Punkten, wichtiger war für den Coach aber das Gefühl, dass seine Mannschaft in beide Richtungen geschlossener auftritt. „Wenn wir hinten effizient und konsequent arbeiten, gemeinsam als Mannschaft, dann können wir jeden Gegner schlagen“, meinte Tusori. Zum Schluss gratulierte er noch einmal ausdrücklich „allen Spielern und dem gesamten Team“ zu diesem 2:0-Erfolg.