In der Bezirksliga West hat die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen bei der Druckhaus Adame Union Gilgenberg einen 2:1-Erfolg geholt. Christoph Vogetseder sprach nach der Partie von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft, obwohl der Sonntagnachmittag mit einem frühen Rückstand denkbar ungünstig begonnen hatte. Entscheidend war aus Sicht des Co-Trainers, dass seine Elf rasch antwortete, das Spiel noch vor der Pause drehte und über weite Strecken die aktivere Mannschaft blieb.

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Dass die Gäste am Ende trotzdem als Sieger vom Platz gingen, war nach dem Start nicht unbedingt zu erwarten. Gilgenberg ging bereits in der 1. Minute durch Adnan Kudic mit 1:0 in Führung, und genau dieser Beginn blieb Vogetseder nach dem Schlusspfiff besonders in Erinnerung. „Wir waren im Aufwärmen top motiviert und bekommen dann in der ersten Minute mit dem ersten Torschuss das 0:1“, sagte der Co-Trainer. Umso wichtiger war die Reaktion. Ivan Grabovac sorgte schon in der 7. Minute für den Ausgleich, und noch vor der Pause drehte derselbe Spieler die Partie mit seinem zweiten Treffer in der 37. Minute auf die Seite der SPG. So nahm Utzenaich/Antiesenhofen eine 2:1-Führung mit in die Halbzeit.
Mit dem Ergebnis war Vogetseder natürlich einverstanden, mit der Ausbeute vor dem Tor dagegen nicht ganz. Gerade darin sah er den Punkt, der verhindert hatte, dass das Spiel früher klarer wurde. „Von den Chancen her hätte es auch sicher 3:0 oder 4:0 stehen können“, meinte er nach der Partie und machte damit deutlich, wie er das Kräfteverhältnis sah. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran aus seiner Sicht wenig. „In der zweiten Halbzeit war der Spielverlauf nicht anders, weil wir wieder sehr viele Chancen hatten, die wir leider nicht nutzten“, sagte Vogetseder. Dass trotzdem kein dritter Treffer fiel, machte die Schlussphase enger, als sie nach seiner Einschätzung hätte sein müssen. Gleichzeitig hob er hervor, dass die beiden Tore seiner Mannschaft „schön herausgespielt“ gewesen seien.
Warum die Partie trotz des frühen Rückschlags in Richtung der Gäste kippte, erklärte Vogetseder vor allem mit dem Auftreten seiner Mannschaft gegen den Ball und mit der Disziplin im gesamten Verbund. „Das Zweikampfverhalten und die taktischen Vorgaben wurden von der ganzen Mannschaft perfekt eingehalten“, sagte er. Dazu kam nach seiner Darstellung, dass die SPG den Gegner immer wieder unter Druck setzte. „Gilgenberg ist keine schlechte Mannschaft, aber wir haben sie von Anfang an unter Druck gesetzt und damit sind sie nicht ganz zurechtgekommen“, so der Co-Trainer. Vieles lief für die SPG also über mannschaftliche Geschlossenheit und konsequentes Arbeiten gegen den Ball. Dass es dabei keine Aufregung rund um den Unparteiischen gab, passte ins Bild eines Spiels ohne große Nebenschauplätze. „Es gab keine strittigen Szenen und die Schiedsrichterleistung war alles in allem sehr gut“, sagte Vogetseder.
Unter dem Strich fiel das Urteil des Co-Trainers daher klar aus. „Im Großen und Ganzen waren wir sicher die überlegene Mannschaft und haben verdient gewonnen“, sagte Vogetseder, der mit der Art und Weise über weite Strecken zufrieden sein konnte. Gerade nach dem frühen 0:1 war es für die SPG wichtig, nicht hektisch zu werden, sondern die Partie noch vor der Pause zu drehen. Dass Ivan Grabovac mit seinem Doppelpack die Tore zum Auswärtssieg erzielte, passte zu einem Auftritt, den die Gäste laut ihrem Co-Trainer insgesamt kontrollierten. Ganz ohne Auftrag für die nächsten Wochen ging Utzenaich/Antiesenhofen aber nicht vom Platz. Auf die Frage nach dem größten Verbesserungspotenzial fiel die Antwort nämlich knapp, aber eindeutig aus: „An der Chancenauswertung.“