In der Bezirksliga West hat die Union Sanube Diersbach das Heimspiel gegen den SV Hargassner Weng mit 1:0 gewonnen. Nach einem zerfahrenen, kampfbetonten ersten Durchgang ohne Tore legten die Gastgeber nach der Pause zu und belohnten sich in Minute 53 durch den Treffer von Dávid Sztankó. Trainer Christoph Schmidseder sah vor allem den besseren Start in Halbzeit zwei und den unbedingten Willen als Grundlage für drei hart erarbeitete Punkte.

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Es war von Beginn an kein Spiel mit viel Leichtigkeit, sondern eine Partie, in der die Intensität klar im Vordergrund stand. Schmidseder beschrieb die 90 Minuten als „sehr intensive, sehr fahrige und kampfbetonte Partie“ und traf damit den Charakter dieses Nachmittags ziemlich genau. Vor allem in der Anfangsphase hatte Weng nach seiner Einschätzung mehr vom Spiel. Die Gäste kamen in den ersten 15 bis 20 Minuten besser hinein und fanden schneller in ihren Rhythmus. Diersbach brauchte diese Zeit, um Zugriff zu bekommen, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. „Wir haben uns dann in die Partie reingekämpft“, sagte der Trainer, und genau so entwickelte sich das Spiel auch weiter. Ab etwa der 20. Minute war es für ihn ein ausgeglichener Verlauf, in dem beide Mannschaften viel investierten, aber keine die klare Kontrolle übernahm. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte deshalb gut zu diesem ersten Durchgang.
Die entscheidende Veränderung kam dann direkt nach dem Seitenwechsel. „Wir sind besser aus der Kabine gekommen“, sagte Schmidseder, und aus seiner Sicht war genau das der Knackpunkt dieser Begegnung. Diersbach trat nun aktiver auf, brachte mehr Ruhe in die Aktionen und fand deutlich mehr Sicherheit am Ball. Der Trainer hob besonders hervor, dass seine Mannschaft in dieser Phase sauberer spielte und Weng stärker arbeiten ließ. „Wir haben mehr Ruhe am Ball gehabt, mehr Ball- und Passsicherheit. Wir haben Weng mehr laufen lassen. Das war auf jeden Fall der Faktor, dass wir mehr zu Fußballspielen begonnen haben“, erklärte er. In diese gute Phase hinein fiel dann auch das 1:0: In der 53. Minute traf Dávid Sztankó, dessen Treffer Schmidseder als „Traumtor“ bezeichnete. Es blieb zwar bei diesem einen Tor, weil zwei sehr gute Chancen auf das 2:0 danach ungenutzt blieben, doch der bessere Start in die zweite Hälfte reichte am Ende, um das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen.
Auch nach dem Schlusspfiff wollte Schmidseder den Sieg nicht alleine auf den Treffer von Sztankó reduzieren. Für ihn war vor allem die Haltung seiner Mannschaft entscheidend. „Auf jeden Fall war der unbedingte Wille, das Spiel zu gewinnen und zu Hause ungeschlagen zu bleiben, der Faktor“, sagte der Trainer. Gleichzeitig sprach er sehr klar an, was ihm über weite Strecken noch nicht gefallen hatte. Besonders in der ersten Halbzeit sei zu viel Hektik und Unruhe im eigenen Spiel gewesen. „Wir haben uns vom Gegner und von den Zuschauern anstecken lassen“, meinte Schmidseder, der daraus einen klaren Auftrag für die nächsten Wochen ableitete: Die Union Diersbach müsse in den Ballbesitzphasen ruhiger bleiben und das eigene Spiel konsequenter durchziehen. Den Gegner ordnete er dabei respektvoll ein. Der SV Weng sei „eine gute, stabile Mannschaft“ mit guten fußballerischen Qualitäten vor allem in der Zentrale gewesen. Gerade deshalb sei es „ein hartes Stück Arbeit“ gewesen, diesen knappen Heimsieg einzufahren. Für Diersbach stehen nach vier Runden damit sieben Punkte zu Buche.