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Später Standard entscheidet: Coach Unterberger ordnet Union Rainbachs 0:1-Niederlage in Münzkirchen ein

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FC Münzkirchen
Union Rainbach/I.

In der Bezirksliga West hat der FC Stern Bau Münzkirchen am Samstagnachmittag einen späten 1:0-Erfolg gegen die Union CAB Rainbach/I. gefeiert. Lange lief alles auf ein torloses Spiel hinaus, ehe Marco Hochholzer in der Nachspielzeit doch noch den Unterschied machte. Neo-Trainer Stefan Unterberger sprach danach von einem bitteren Nachmittag und sah vor allem den späten Standard als ausschlaggebenden Moment.

Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückschlag in einer zähen Partie

Für Rainbach begann die Auswärtspartie mit einer unangenehmen Entwicklung. Schon nach rund 15 Minuten musste Florian Raidl verletzt vom Feld, Claus Haberfellner kam für ihn in die Begegnung. Unterberger bezeichnete das als ersten Rückschlag für seine Mannschaft und ordnete damit auch den schwierigen Einstieg ein. Danach entwickelte sich aus seiner Sicht kein attraktives Spiel, sondern eine umkämpfte Partie auf einem Platz, der wenig Fußball zuließ. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und vieles deutete schon da darauf hin, dass an diesem Tag Kleinigkeiten den Ausschlag geben würden.


Wenig Räume, wenig Chancen, viel Arbeit gegen den Ball

Unterberger machte nach dem Schlusspfiff deutlich, wie er die 90 Minuten gesehen hat. „Es war eine relativ chancenarme Partie, aber umkämpft auf schwer bespielbarem Untergrund. Fußball spielen war heute nicht wirklich möglich“, sagte der neue Coach. Genau in diesem Ton verlief die Partie auch über weite Strecken. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, klare Möglichkeiten waren auf beiden Seiten rar. Der Trainer meinte, sein Team habe es in einigen Phasen sogar besser gemacht, gleichzeitig aber auch nicht die nötige Effizienz im Abschluss gehabt. „Wir hätten die eine oder andere Möglichkeit gehabt. Nicht viele, aber schon Chancen, die wir besser ausspielen können“, so Unterberger.

Standard in der Nachspielzeit entscheidet

Dass Rainbach am Ende trotzdem ohne Punkte heimfuhr, führte Unterberger auf die eine Szene zurück, die das Spiel kippte. In der 91. Minute brachte der Aufsteiger den Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum, Marco Hochholzer war dort zur Stelle und köpfte zum 1:0 ein. Für den Gästetrainer war das besonders bitter, weil seine Mannschaft die Situation nach seiner Einschätzung eigentlich in der vorgesehenen Ordnung verteidigen hätte müssen. „Wir haben dann wieder nicht fertig verteidigt und kriegen das 0:1“, sagte er. Noch deutlicher wurde er später mit dem Satz: „Der Unterschied ist definitiv darin gelegen, dass Münzkirchen den Lucky Punch mehr wollte als wir und dazu in der Lage war.“ Unterberger sprach außerdem davon, dass die Partie ohne diesen Fehler „mit 0:0 ausgehen kann“.

Coach Unterberger nimmt auch sich selbst in die Pflicht

Trotz der Niederlage wollte der Trainer seiner Mannschaft nicht grundsätzlich viel vorwerfen. „Die Mannschaft hat auf dem schwer bespielbaren Untergrund den Kampf angenommen, hat das gut gemacht“, sagte Unterberger. Auch Schiedsrichter Denthaner machte er ausdrücklich nicht verantwortlich: „Es ist nichts, was mit dem Referee zu tun hat, dass wir das Spiel verloren haben. Das Schiedsrichterteam war auf beiden Seiten okay und hat eine solide Leistung gezeigt.“ Gleichzeitig kündigte er eine ehrliche Aufarbeitung an, bei der er auch seine eigene Rolle nicht ausklammert. „Ich muss in die Selbstreflexion gehen, auch über mich. Vielleicht hätte ich noch Einfluss auf das Spiel nehmen können, indem ich taktische Umstellungen vornehme“, erklärte er. Der Blick geht nun nach vorne: Die Union Rainbach will die Niederlage analysieren und es kommende Woche daheim gegen Gilgenberg besser machen.

Bezirksliga West: FC Münzkirchen : Rainbach/I. - 1:0 (0:0)

  • 91
    Marco Hochholzer 1:0