In der Bezirksliga West musste sich die TSU Jeging im Derby gegen die SPG Palting/Seeham mit 0:1 geschlagen geben. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Amir Hadzic die Partie in der 70. Minute. Für Thomas Winkler blieb vor allem hängen, dass seine Mannschaft diesmal deutlich verbessert auftrat, über weite Strecken auf Augenhöhe war und sich den Aufwand erneut nicht in Punkte ummünzen konnte.
Vieles sprach vor dem Anpfiff für die Gäste, die in der Tabelle vorne mitmischen, während Jeging weiter im unteren Bereich steckt. Auf dem Platz wollte Winkler aber keinen großen Unterschied gesehen haben. „Wir haben sicher auf Augenhöhe gespielt“, sagte der sportliche Leiter, der das Derby insgesamt als „faires, gut besuchtes Derby“ einordnete. Dazu passte auch, dass es bis zur Pause beim 0:0 blieb und keine Mannschaft entscheidend davonziehen konnte. Aus Jeginger Sicht war genau das der Rahmen für eine enge Partie. Winkler beschrieb das Spiel als eines, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben. „Wenn du oben stehst und wir unten kämpfen, geht bei der einen Seite der Stangenschuss rein, bei uns springt der Ball von der Innenstange wieder raus“, sagte er. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er zufrieden; insgesamt nannte er die Begegnung „unaufgeregt“.
Die Entscheidung fiel dann in der 70. Minute. Bis dahin war die Partie aus Sicht der Gastgeber offen geblieben, ehe die SPG mit einer erfolgreichen Aktion den Unterschied machte. Amir Hadzic erzielte das 0:1 für Palting/Seeham und sorgte damit für den entscheidenden Treffer. Winkler schilderte die Szene so: „Das Tor von Palting war ein lang geschlagener Ball, den ein Stürmer schön ins Eck versenkt hat. Mehr gerollt, sagen wir so, und eben von der Innenstange ins Tor.“ Viel mehr wollte der Jeginger Funktionär daraus aber gar nicht machen. Für ihn war der Knackpunkt am Ende schlicht, „dass Palting ein Tor erzielt hat und wir keines“. Gerade deshalb blieb bei ihm der Eindruck hängen, dass die Gäste nicht klar besser waren. „Der Gegner war nicht stärker als wir“, betonte Winkler noch einmal und blieb damit bei seiner Einschätzung eines Spiels auf Augenhöhe.
Trotz der achten Saisonniederlage nahm Winkler aus Sicht der Gastgeber einiges mit. Einen Vorwurf an seine Mannschaft wollte er ausdrücklich nicht formulieren. „Es war eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar“, sagte er und verwies dabei auch auf den Einfluss des neuen Trainers, Josef Daxecker: „Der neue Coach hat das gleich super umgesetzt und die Defensive gestärkt.“ Vor allem das Gesamtbild habe ihm besser gefallen als in den Wochen davor. „Das Mannschaftsgefühl war deutlich besser als in den letzten Wochen. Wir haben den Kampf angenommen. Wir haben spielerische Lösungen gefunden, auch bis zum Torabschluss“, sagte Winkler. Dass daraus wieder keine Punkte wurden, ordnete er als derzeitiges Problem ein: „Zurzeit ist das Glück nicht auf unserer Seite.“ Lange will man sich in Jeging daran aber nicht aufhalten. Die Richtung für die kommenden Spiele formulierte der sportliche Leiter klar: „Wir werden jetzt in den letzten Partien schauen, dass wir Zählbares mitnehmen können.“