Spielberichte

„Das 1:1 war definitiv der Knackpunkt“ – Union Rainbach/I. bricht nach gutem Start ein

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Union Rainbach/I.
SV Weng

In der Bezirksliga West hat die Union CAB Rainbach/I. gegen den SV Hargassner Weng trotz früher Führung klar mit 1:5 verloren. Neo-Trainer Stefan Unterberger sah seine Mannschaft zunächst klar im Vorteil, machte aber vor allem den Ausgleich als Wendepunkt aus. Danach sei die Körpersprache gekippt, Rainbach habe den Faden verloren und Weng das Spiel immer mehr an sich gezogen.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay

Rainbach legt vor, Weng dreht Spiel noch vor der Pause

Der Nachmittag begann für die Gastgeber eigentlich genau so, wie es sich Unterberger vorgestellt hatte. Rainbach startete gut in die Partie, war präsent und belohnte sich in der 8. Minute durch Rumen Stefanov Kerekov mit dem 1:0. Der Trainer sprach sogar davon, dass davor schon die eine oder andere Möglichkeit da gewesen sei. „Wir sind gut in die Partie reingestartet, haben sehr viel richtig gemacht und vom Gefühl her die ganze Partie im Griff gehabt“, sagte Unterberger. Auch gegen den Ball habe seine Mannschaft zunächst ordentlich gearbeitet. Weng habe bis dahin wenig vom Spiel gehabt, abgesehen von einigen Standards, die Rainbach laut dem Trainer gut verteidigt habe. Dann aber kam in der 17. Minute der Ausgleich durch Lucas Alexander Steinmetz, und noch vor der Pause drehte Samuel Kobler die Partie mit dem 2:1 für die Gäste. Aus einem Spiel, das aus Rainbacher Sicht ordentlich angelaufen war, wurde so bis zur Halbzeit ein Rückstand.


Ausgleich verändert alles

Für Unterberger lag der entscheidende Moment klar auf der Hand. „Das 1:1 war definitiv der Knackpunkt“, sagte der Rainbach-Coach nach der Partie. Noch deutlicher wurde er bei der Beschreibung dessen, was danach in seiner Mannschaft passiert sei: „Da ist eine positive Körpersprache in eine negative umgeschlagen, die man ehrlich gesagt nicht erklären kann.“ Genau dieser Bruch zog sich laut Unterberger durch den restlichen Nachmittag. Mit Ball sei seine Mannschaft nicht mehr mutig genug gewesen, gegen den Ball nicht mehr so kompakt wie in den vergangenen Wochen. Dazu kam laut dem Trainer noch ein Zusammenstoß, der zusätzlich Unruhe brachte. „Gefühltermaßen haben wir uns von den ganzen Aktionen nicht erholt“, meinte er. Besonders bitter aus seiner Sicht: „Wir haben heute nicht als Mannschaft diese Leidenschaft zum Verteidigen an den Tag gelegt, dass man so ein Spiel dann auch umdrehen und gewinnen kann.“

Weng bleibt dran und zieht in Hälfte zwei davon

Dass der SV Weng die Partie am Ende so klar gewann, war für Unterberger deshalb keine Frage des Zufalls. Im Gegenteil: Er zollte dem Gegner nach dem schwierigen Beginn ausdrücklich Respekt. „Weng hat das dann gut gemacht, hat einfachen, aber auch dynamischen Fußball gespielt“, sagte er. Vor allem nach dem Ausgleich hätten die Gäste den Rainbacher Fehler stark genutzt und seien „die restlichen 70 Minuten marschiert“. Im zweiten Durchgang machte zunächst Lukas Stöckl mit dem 3:1 in der 61. Minute vieles noch schwerer für die Gastgeber. In der Schlussphase sorgte David Tamas mit Treffern in der 84. Minute und in der Nachspielzeit schließlich für den 5:1-Endstand. Unterberger hielt zwar fest, dass das Ergebnis „ein bissl zu hoch“ ausgefallen sei, am grundsätzlichen Urteil änderte das aber nichts: „Am Ende des Tages hat Weng einen verdienten Sieg eingefahren.“ Für die Union Rainbach bleibt damit nach elf Runden bei zehn Punkten vor allem eine Erkenntnis: Ein guter Beginn allein reicht nicht, wenn nach einem Rückschlag die Stabilität verloren geht.

Bezirksliga West: Rainbach/I. : SV Weng - 1:5 (1:2)

  • 93
    David Tamas 1:5
  • 84
    David Tamas 1:4
  • 61
    Lukas Stöckl 1:3
  • 39
    Samuel Kobler 1:2
  • 17
    Lucas Alexander Steinmetz 1:1
  • 8
    Rumen Stefanov Kerekov 1:0