„Die Luft war zuletzt einfach draußen, und wir wollten noch vor dem Winter reagieren“, fasst Meindl die Beweggründe für die Entscheidung zusammen. Dem scheidenden Trainer wolle man dabei keineswegs die Verantwortung für die gesamte Entwicklung zuschieben, vielmehr sei es im Fußball manchmal an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen. „Ich kann ihm wenig vorwerfen. Richard ist ein starker Charakter, der lange bei uns im Verein war. Irgendwo war die Luft jetzt aber raus und wir konnten nicht die Ergebnisse liefern, die wir uns erwarten“, erklärt der sportliche Leiter.
Entsprechend wichtig sei es dem Verein gewesen, die Zusammenarbeit in einem positiven Rahmen zu beenden. „Wir sind froh darüber, dass wir im Guten auseinandergehen“, betont Meindl. Tusori hatte in seinen sechseinhalb Jahren beim SV Weng maßgeblichen Anteil an der sportlichen Entwicklung des Klubs und am Aufstieg in die Bezirksliga. Seit mehr als einem Jahr stand er zudem als Trainer der Kampfmannschaft an der Seitenlinie. Der Verein bedankte sich für sein langjähriges Engagement und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.
Die unmittelbare Aufgabe besteht nun darin, die Mannschaft bis zur Klärung der Trainerfrage bestmöglich zu betreuen. Der Trainerposten wird zunächst interimistisch übernommen, wobei die Übergangslösung zumindest für das kommende Wochenende vorgesehen ist und möglicherweise auch bis zur Winterpause bestehen bleibt. Parallel dazu hat die Suche nach einem neuen Cheftrainer bereits begonnen.
Spätestens im Winter soll ein Nachfolger präsentiert werden, der beim SV Weng neue Impulse setzen und die sportliche Entwicklung wieder in die gewünschte Richtung lenken soll. Bis dahin gilt es, mit der interimistischen Lösung die anstehenden Aufgaben zu bewältigen und eine gute Ausgangslage für die weitere Saison zu schaffen. Mit der Trennung von Tusori endet damit eine langjährige Zusammenarbeit, die den Verein sportlich entscheidend mitgeprägt hat.