Frauen in OÖ

Mit FEUEREIFER frönen die Mädels des ASK Case IH Steyr St. Valentin ihrer großen Leidenschaft „Fußball“!

In Gruppe B der Mädchen-Hobbyliga schrumpfte das Starterfeld auf 3 Teams, darunter die Mannschaft des ASK St. Valentin; das Ligaportal erkundigte sich bei Coach Andreas Umhaller nach dem aktuellen Status bei den lernbegierigen Talenten:

 

Ligaportal: Herr Umhaller, wann wurde das Mädchen-Team von wem installiert?

Andreas Umhaller: „Im Sommer 2024 wurde mit Unterstützung von unserem Präsidenten, Helmut Pollinger, die Idee zu einer Damenmannschaft beim ASK Case IH Steyr St. Valentin geboren – nach kurzer Überlegung wurde das Vorhaben auch sehr schnell umgesetzt, da wir zu diesem Zeitpunkt durch mediale Werbung auch gleich 20 interessierte Spielerinnen für das Projekt motivieren konnten“.

Ihre Mädels halten im Gegensatz zu den MHL-Mannschaften aus Steyr und Windischgarsten den Spielbetrieb aufrecht, was ist die größte Motivation dazu?

„Wir haben natürlich auch unsere Probleme, weil die Motivation bei den Mädels nicht so hoch ist wie bei den Burschen. Dennoch haben wir aber einen sehr guten Stamm von ca. 10-14 Mädels, die regelmäßig im Training sind und auch immer wieder die eine oder andere Freundin mit zum Training nehmen. Es fallen auch immer wieder manche Spielerinnen weg, dafür kommt die eine oder andere wieder dazu, dadurch können wir unsere Kadergröße von 16-18 Spielerinnen sehr gut halten. Durch den Willen und Einsatz und dank der Motivation unserer älteren Spielerinnen haben wir eine sehr gute Mischung und auch immer wieder sehr viel Spaß beim Training – obwohl die Erfolge noch nicht wirklich oft auf unserer Seite sind – aber auch aus den Niederlagen lernen die Mädels und wollen sich immer wieder verbessern“.

Wie groß ist Ihr Kader tatsächlich im Datenservice des OÖFV scheinen ja nur 6 Mädchen auf, sind die übrigen Spielerinnen noch unter 14 Jahren?

„Die Kadergröße beträgt zwischen 16-18 Spielerinnen, wir haben sehr viele Neuanfängerinnen, die noch nicht angemeldet sind. Die Anmeldungen sind im Laufen, damit wir in Zukunft noch breiter aufgestellt sind und es auch auf der Homepage ein ordentliches Bild darstellt, wenn alle Spielerinnen abgebildet sind“.

Betreuen Sie die Mädels allein, oder gibt es eine (n) Assistenten(in), weil Sie ja auch noch andere Funktionen im Verein ausüben?

„Zurzeit betreue ich die jungen Damen noch alleine, wir sind aber auf der Suche, dass ich einen oder eine Cotrainer(in) bekomme, damit wir noch intensiver die Trainingsgestaltung machen können“.

Wie schwierig oder leicht es für Ihren Verein, Mädels für den MHL -Kader zu begeistern?

Momentan gestaltet es sich ein wenig schwierig, aber wir sind immer dran, dass wir Mädels überzeugen, damit sie zu uns kommen. Zu uns kann jede kommen, egal, ob sie schon einmal gespielt hat oder komplette Neuanfängerin ist!“

Mit Marie Adlberger und Sonja Schmidthaler scheinen in den „gemischten“ Nachwuchsteams des ASK St. Valentin ganz junge Fußballerinnen auf, stehen sie auch schon im MHL-Kader?

„Nein, diese beiden stehen noch nicht im MHL- Kader – sie sollen noch ein wenig mit den Jungs spielen und dann natürlich auch zu den Mädels stoßen, damit unsere Arbeit weiterhin Früchte trägt und der ASK St. Valentin über kurz oder lang auch in höheren Ligen mit einer Damenmannschaft vertreten ist“.

Im Herbst setzte es für Ihre Mädels in der MHL hohe Niederlagen, treffen die Youngsters da auf Teams, die mit wesentlich älteren und körperlich bei weitem robusteren Akteurinnen antreten?

„Bei uns sind leider fast lauter Neuanfängerinnen- bis auf 4-6 Spielerinnen- und da ist es momentan noch ein wenig schwierig, gegen Neuhofen oder Waldneukirchen zu bestehen, die doch schon einige Zeit eine Damenmannschaft stellen. Die Mädels sind sehr motiviert und wollen sich jede Woche im Training verbessern. Die Arbeit und der Fleiß der Mädels wird in Zukunft Früchte tragen, wir haben ja das eine oder andere Spiel (Testspiel oder Hallenturnier ) auch schon erfolgreich abgeschlossen. Das motiviert die Mädels immer wieder – wenn man die Freude in den Gesichtern der Mädels sieht, wenn sie ein Tor machen oder sogar das Spiel gewinnen – dann weiß man, warum man Trainer ist!“

Wie schaffen Sie es, dass die Mädels geduldig bleiben und nicht vorzeitig aufgeben?

„Positive Gespräche führen und immer wieder Spaß im Training vermitteln. Einfach Freude am Fußball hinüberbringen, immer wieder als TEAM auftreten!“

Anna Poiß war bisher für Ihr Team schon als Torschützin erfolgreich, werden ihr im Frühjahr Teamkolleginnen folgen?

„Ganz sicher – da wir uns stetig weiterentwickeln und wir einige haben die schon den einen oder anderen Sprung nach vorne machen. Ausserdem ist unsere Stürmerin seit Dezember wieder bei der Mannschaft und die kann eine sogenannte Unterschied Spielerin sein“.

Durch den Rückzug der beiden vorhin genannten Teams entstehen sehr lange Pausen zwischen den Spielen, da braucht es auch „langen Atem“, wird trotzdem fleißig weiter trainiert?

„Wir bauen immer wieder Trainingsspiele gegen andere Mannschaften ein und natürlich wird ständig trainiert und mit Spielformen auch an den Schwächen gefeilt“.

Können Sie in der Winterpause in der Halle üben?

„Ja; wir können in der Halle trainieren, leider nur einmal in der Woche, da auch unsere anderen Mannschaften die Halle nutzen und wir in St. Valentin nicht genug Hallen zur Verfügung haben!“

Das nächste Spiel steht am 19. April auf dem Programm, gibt es dazwischen Vergleiche mit anderen Hobby-Teams?

„Ja, wir machen natürlich zwischenzeitlich Testspiele bis zu diesem Termin aus“.

Wird im Verein mittel- oder langfristig an den Aufbau eines Frauenteams gedacht?

„Der Plan ist natürlich schon, dass wir langfristig ein Frauenteam stellen können, darum setzen wir alles daran, die Mädels auch an den Verein zu binden und sie werden von allen super unterstützt und auch angefeuert.

Beispielsweise hatten wir am letzten Wochenende unser eigenes Hallenturnier; die Vorrunde lief zwar nicht optimal, aber durch den Spielplan spielten wir im Halbfinale gegen den Erstplatzierten der Vorrunde, dieses Spiel haben wir 4:3 gewonnen – es war ein super packendes Spiel! In der Halle war die Stimmung bis zu diesem Spiel mittelmäßig, aber bei diesem Spiel war die Stimmung und Lautstärke plötzlich vergleichbar mit einem vollen Stadion – einfach bombastisch – die Mädels waren so stolz und voller Freude!“

Das Neue Jahr ist noch sehr jung, was sind Ihre größten sportlichen Wünsche?

„Das wir mit dem kompletten Kader in die Frühjahrssaison gehen können, weiters, dass wir keine Verletzten haben und natürlich, dass wir noch zusätzlich Spielerinnen dazubekommen. Sehr wichtig wäre mir, dass die Mädels weiterhin bei bester Gesundheit die Freude und den Einsatz wie bisher zeigen und sich optimal weiterentwickeln“.

Helmut Pichler